Dieser Winter wird die Fronten klären – Der Bürger muss dem Bürger verzeihen

Im Frühjahr wird es Zeit, die Gräben zuzuschütten

von Alexander Wallasch (Kommentare: 11)

Wenn jeder und alle als Nazis beschimpft werden, dann wird der Begriff „Nazi“ irgendwann zum Synonym für meinungsstarke Demokratiebürger© Quelle: Pixabay / WikiImages / fsHH / Caniceus / Clker-Free-Vector-Images I Montage Alexander Wallasch

Auf kurz oder lang wird den Deutschen nichts anderes übrigbleiben, als die Gräben in der Gesellschaft selbst wieder zuzuschütten. Der von Baerbock befürchtete Volksaufstand ist in der Bundesregierung nicht deshalb so gefürchtet, weil hier Menschen gegen die Regierungspolitik aufstehen, sondern weil sie es möglicherweise gemeinsam machen und sich nicht mehr von oben herunter spalten lassen.

Der polit-mediale Komplex, also diese Kumpanei zwischen Politik, öffentlich-rechtlichen Medien und ehemaligen Leitmedien, hat es über die drei großen Krisen der letzten Jahre hinweg bisher erfolgreich geschafft, die Wut der Bürger auf die Politik in eine Wut der Bürger auf andere Bürger umzumünzen.

Das war bei der Massenzuwanderung so, während des Corona-Regimes bis hin zum Ukrainekrieg. Das Muster war immer das gleiche: Diffamierung, Denunziation, Diskreditierung – der Psychoterror ging dabei bis in die Betriebe der Betroffenen, die Nachbarschaft und bisweilen als Riss quer durch die Familie.

Politik und Medien versehen regierungskritische Meinung mit dem Nazi-Stempel, schüren über ihre Organe, Institutionen und Bildungseinrichtungen Hass und hetzen die Menschen gegeneinander auf.

Hilfreich zur Seite stehen ihnen hier eine Reihe staatlich subventionierter Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und jugendliche Sachbeschädiger und Gewalttäter der Jugendorganisationen dieser NGOs, die zusätzliche Drohkulissen aufzubauen helfen.

Der kommende Herbst/Winter könnte allerdings zur Zäsur werden. Denn wenn jeder und alle als Nazis beschimpft werden, dann wird der Begriff „Nazi“ irgendwann zum Synonym für meinungsstarke Demokratiebürger. Dann hilft womöglich selbst das düstere Etikett nicht mehr, dass dieser oder jener Streiter für seine Sache vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

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Und eines ist auch klar. Wenn selbst der ehemalige oberste Verfassungsschützer, wenn Hans-Georg Maaßen erklärt: „Diese Politik spaltet das Volk“ und wenn Dr. Maaßen meint, „dass Deutschland von politischen Ideologen regiert wird, denen der Wille und das Wohl der deutschen Wähler völlig egal sind“, dann lässt sich daraus auch schließen, dass vielen Bürgern quid pro quo die herrschende Politikkaste vollkommen egal geworden ist.

Der Bürger reagiert ab dem Moment empfindlich, wenn seine Grundbedürfnisse in Gefahr sind: Behausung, Nahrung, Kleidung, Wärme, Gesundheit.

Dieser Angriff schweißt die Bürger über politische Gräben hinweg zusammen. Das ist die reale Sorge von Annalena Baerbock und ihrer öko-sozialistischen, ideologischen Polit-Gemeinschaft.

Die Delegitimierung geht aus zweierlei Gründen vom Staat aus: Zum einen wird das Volk als Souverän delegitimiert und zum anderen delegitimieren sich die Herrschenden selbst. Der Staat kann gar nicht mehr delegitimiert werden von außen, er erledigt es/sich selbst.

Dieser Winter wird die Fronten klären. Allerdings: Wenn die Gräben zwischen der Bevölkerung und den Regierenden/Herrschenden unübersehbar geworden sind, beginnt für die Bürger erst die Arbeit am Wiederaufbau von Demokratie und Nation. Die Gräben müssen in einem gemeinsamen Kraftakt zugeschüttet, die gegenseitig zugefügten Verletzungen verziehen und die Narben gepflegt werden.

Konkret heißt das beispielsweise: Geimpfte und Ungeimpfte gehen aufeinander zu und akzeptieren die jeweilige Situation des anderen. Es kann zum Beispiel nicht sein, dass Geimpfte, die sich ihre Entscheidung vielfach nicht leicht gemacht haben, mit dem Etikett „selber schuld“ versehen werden. Und auf der anderen Seite muss der Alarmmodus, der Kriegszustand beendet werden.

Aber auch hier gilt natürlich: Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. Die anhaltenden Aktivitäten der Regierung gegen das Volk überbrücken Gräben: Meines Feindes Feind ist mein Freund. Und wenn dieser Diffamierungskrieg vorbei ist, dann muss man sich gegenseitig verzeihen.

Aber auch das wird zu schaffen sein. Die Wiedererlangung der Grundrechte, das Gefühl, Schaden abgewandt zu haben, die Verursacher nicht mehr in den Ämtern zu sehen – all das wird dabei helfen.

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