Studie belegt: Bei Eskalation im Iran wird Deutschland Hauptziel für iranische Flüchtlinge – und die Politik schläft weiter

Iran-Krieg: Deutschland droht die nächste Millionen-Flut – Studie entlarvt Naivität der Kriegsbegeisterten

von Alexander Wallasch

Deutschland mit Abstand begehrtes Migrationziel© Quelle: Pixabay/hosnysalah, Rockwell Berlin/Screenshot, Montage: Wallasch

Iran-Krieg-begeisterte Deutsche jubeln über US-israelische Angriffe. Doch eine Berliner Studie warnt: Genau diese Eskalation könnte Millionen Iraner vertreiben – und Deutschland steht mit großem Abstand auf Platz 1 ihrer Wunschliste. Die nächste Massenzuwanderung rollt an – und Berlin ist unvorbereitet.

Die Iran-Krieg-begeisterten Deutschen – unter ihnen auch die meisten Medienschaffende der neuen Medien – müssen sich warm anziehen. Denn ihr Wunsch nach einer Befreiung des iranischen Volkes durch Bombardements und Kill-Fahndungen durch die US-israelischen Angriffe lässt laut einer heute veröffentlichten Studie der Rockwool Foundation Berlin die Gefahr einer neuen millionenfachen Massenzuwanderung nach Deutschland gerade massiv ansteigen.

Der oft als Migrationsexperte vorgestellte Türkei-Deal-Maker und Soros-startfinanzierte Gerald Knaus (ESI-ThinkTank) hatte zwar vollmundig erklärt, es gebe zurzeit keine Gefahr einer solchen Massenzuwanderung von Iranern nach Deutschland, aber die Berliner Studie sagt etwas anderes.

Aber nicht nur das: Christian Witt, der sich für Wallasch und Tichy auch an der türkisch-iranischen Grenze umgeschaut hat und sich zurzeit im kurdischen Erbil befindet, hat den Beginn einer neuen Fluchtwelle mutmaßlich bereits identifiziert.

„n-tv“ schrieb heute:

„Angesichts der US-israelischen Angriffe werden Millionen Iraner vertrieben. Sollten sie aus dem Land flüchten müssen, würde es viele von ihnen nach Europa treiben, so eine Studie. Die meisten von ihnen würden versuchen, in Deutschland Schutz zu erhalten.“

Alexander-Wallasch.de hat sich diese Studie sehr genau angeschaut. Und da heißt es unter anderem, sollte die Flüchtlingsbewegung in der aktuellen Krise zunehmen, dass Erkenntnisse darauf hindeuten, dass Deutschland hier besonders im Fokus des Interesses steht.

Die gemeinsam mit Israel den Krieg gegen den Iran führenden USA haben zwar die größte iranische Diaspora, liegen aber auf der Wunschliste der sich mit Fluchtgedanken tragenden Iraner abgeschlagen. Hier liegt Deutschland mit Abstand auf Platz 1. Die Studie aus Berlin schreibt dazu:

„Die Vereinigten Staaten beherbergen bei weitem den größten Anteil der iranischen Diaspora, machen jedoch einen viel geringeren Anteil der angegebenen Migrationswünsche aus. Deutschland zeigt das umgekehrte Muster und zieht einen größeren Anteil der aktuellen Migrationswünsche an als der Anteil der Migranten, die in dem Land leben.“

Und bezogen auch auf libanesische Zuwanderer hat die Studie festgestellt, dass Deutschland als Zielland zudem kaum noch etwas mit der Diaspora im Land zu tun hat, die ist nämlich bezogen auf Libanesen in Deutschland sehr gering. In der Studie der Rockwool Foundation heißt es dazu:

„Deutschland beispielsweise zieht (…) einen bemerkenswerten Anteil der Migrationsbestrebungen auf sich, obwohl es keine nennenswerte libanesische Diaspora beherbergt. (…) Dies deutet darauf hin, dass die Migrationspräferenzen nicht nur von bestehenden Netzwerken geprägt sind, sondern auch von der Wahrnehmung wirtschaftlicher Chancen und der Zugänglichkeit von Migrationsmöglichkeiten.“

Oder einfach von der Höhe der Sozialleistungen? Auch dazu bemühen sich deutsche NGOs und staatliche Stellen regelmäßig, dieser Behauptung zu widersprechen, aber es gelingt kaum.

Die Bundesregierung versäumt es regelmäßig, wirksam öffentlich zu erklären, dass das Boot voll ist. Auch unter der Merz-Regierung war davon bisher nichts Konkretes in Richtung einer bestimmten Gruppe zu hören. Im Gegenteil: Nach wie vor wird – wie zuletzt von Merz auf dem CDU-Parteitag in Gegenwart von Angela Merkel erklärt – Deutschland brauche mehr Zuwanderung.

Und der Kanzler bekundete bei seinem letzten USA-Besuch deutlich seine Zustimmung für den Krieg gegen das Mullah-Regime und damit zum Risiko einer neuen Massenzuwanderung nach Deutschland.

Auch die wohl wichtigste Botschaft dieser Studie richtet sich direkt an die Bundesregierung, die sich qualifizierte Zuwanderung erhofft und erbittet. Die Studienmacher stellen unmissverständlich fest:

„Unter den Befragten mit niedrigerem Bildungsniveau dominieren eindeutig europäische Reiseziele, wobei Deutschland den mit Abstand größten Anteil ausmacht und auch die Türkei einen prominenten Platz einnimmt. Bei den Befragten mit höherem Bildungsniveau ist die Verteilung weniger auf Europa konzentriert. Weniger gebildete Befragte konzentrieren sich eher auf europäische Reiseziele, während besser gebildete Befragte eher Reiseziele außerhalb Europas in Betracht ziehen.“

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Wer sich noch an den Beginn der illegalen Massenzuwanderung von 2015 erinnert, der erinnert sich auch an die Begeisterung der etablierten Politik, Medien und aus der Wirtschaft, die über gebildeten Syrer und afghanische Facharbeiter fabulierten und hier teilweise die Hoffnung auf ein zweites deutsches Wirtschaftswunder formulierten (beispielsweise Dieter Zetsche, damals Mercedes-Chef).

Tatsächlich aber war der Anteil der Analphabeten erschreckend hoch und die Ausbildungswilligkeit erschreckend niedrig. Und das in jeder Hinsicht vom Sprachkurs bis ins Handwerk und hin zu staatlichen Programmen wie „myskills“, die Fachkompetenz mit Comic-Zeichnungen ermitteln sollten, aber schlichtweg keine fanden.

Und nach wie vor gibt es keine – schon gar nicht international kommunizierten – Ansätze der Bundesregierung, die Bürgergeld-Zuwendungen weniger attraktiv für Zuwanderung zu gestalten. Zwar wird seit Jahren über Sachleistungen statt Bargeld gesprochen, aber passiert ist praktisch nichts. Und wo es passiert, schlägt automatisch das NGO-Protestorchester an.

Die Studie nennt auch ein paar Beweggründe dafür, welches Land ausgewählt wird:

„Gleichzeitig folgen Migrationsströme oft bestehenden Migrationskorridoren und Diaspora-Netzwerken, die die Kosten und Risiken der Migration durch die Bereitstellung von Informationen, finanzieller Unterstützung und Hilfe bei der Navigation durch Migrationssysteme reduzieren.“

Dazu gehört aber auch das unverkennbare Bemühen dreier Bundesregierungen um Ansiedlung bis hin zu einem Chancenaufenthaltsrecht, das über das Zeitfenster dann direkt in einer erleichterten Einbürgerung mündet.

Rechtsberatungen werden staatlich finanziert und ein breites, vielfach über hunderte Millionen Euro schweres Programm wie „Demokratie leben!“ finanzierte NGO-Netzwerk wird da aktiv, wo der illegalen – bzw. zwischenzeitlich legalisierten – Massenmigration nach Deutschland noch Hürden aufgestellt werden.

Deutschland ist auch 2026 nicht gegen eine neue Migrationswelle gewappnet. Es macht im Gegenteil sogar weiter den Eindruck, dass diese auch von der amtierenden Bundesregierung so gewünscht ist. So genannte Experten wie Gerald Knaus vermitteln den einschläfernden Eindruck, es werde nichts passieren. Und wenn es dann soweit ist, stehen kurzfristig keine Abwehrmöglichkeiten zur Verfügung.

Auch elf Jahre nach Beginn der illegalen Massenmigration und eines von der Ampel über Schnelleinbürgerungen erfolgreich beschleunigten Ansiedlungsprogramms sind auch von der Merz-Regierung keine Abwehrmechanismen erkennbar, keine Informationskampagnen und auch keine konkreten Reduzierungen der Begehrlichkeiten.

Die US-Kriege in Afghanistan und der Kampf gegen Assad haben die großen Migrationsbewegungen nach Deutschland maßgeblich verursacht. Und dieses Mal jubeln sogar Migrationskritiker wie die eingangs Genannten über die amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran. Vorsatz oder grenzenlose Naivität?

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