Nach dem ukrainischen Verdienstorden ist es Zeit für die nächste Auszeichnung

Israel, übernehmen Sie: Ein Orden für Ulf Poschardt!

von Alexander Wallasch (Kommentare: 1)

Jerusalem sollte sich einen seiner engagiertesten deutschen Fürsprecher genauer ansehen© Quelle: X/@ulfposh, Screenshot

Ulf Poschardt hat bereits den ukrainischen Verdienstorden III. Klasse erhalten. Für sein unermüdliches öffentliches Eintreten für Israel und die IDF stellt sich nun die Frage: Wann zieht Jerusalem nach? Die nächste Auszeichnung bitte!

Wieder steht Ulf Poschardt mit Kaffeetasse vor der Kamera. Hinter ihm läuft auf einer Leinwand eine Szene, in der eine IDF-Soldatin mit einem arabischen Mann streitet. Die Botschaft passt zu einem öffentlichen Auftreten, das inzwischen kaum noch Zweifel an seiner Position lässt: Poschardt verteidigt Israel, seine Streitkräfte und den israelischen Militäreinsatz mit bemerkenswerter Entschiedenheit.

Von einer das Anliegen hemmenden journalistischen Distanz ist dabei wenig zu sehen. Poschardt erläutert nicht bloß die israelische Perspektive, sondern vertritt sie offensiv. In einem Kommentar für die Jüdische Allgemeine bezeichnete er die IDF als „Avantgarde des freien, liberalen, wehrhaften Westens“. Im Gazakrieg verteidigte er Israels militärisches Vorgehen vehement:

„Der Angriff der Putin-Armee auf die Ukraine ist ebenso ein Zeichen der Schwäche des Westens wie der Angriff der Hamas auf Israel und die parallel dazu hochgefahrenen Angriffe des Iran-Proxys Hisbollah.“

Das ist ein klares publizistisches Rollenverständnis: Israel soll nicht nur verstanden, sondern gegen seine Kritiker verteidigt werden. Die IDF erscheint dabei nicht allein als Armee eines Staates im Krieg, sondern als Verteidigerin einer umfassenderen westlichen Ordnung.

Da stellt sich eine naheliegende Frage: Die Ukraine hat Poschardt bereits mit dem Verdienstorden III. Klasse ausgezeichnet. Wenn sein öffentliches Engagement für die ukrainische Sache eine solche Ehrung rechtfertigte, warum sollte Israel nicht ebenfalls die Gelegenheit nutzen, seinen deutschen Fürsprecher auszuzeichnen?

Vielleicht wäre diesmal sogar ein Orden höheren Grades angebracht.

Der folgende Nominierungstext ist zur Weiterleitung an das Büro des israelischen Präsidenten gedacht. Wer die Anregung unterstützen möchte, kann den Brief übernehmen, persönlich ergänzen und an die zuständigen Stellen senden.

Für eine Nachricht an das Büro des israelischen Präsidenten kann die allgemeine Kontaktadresse public@president.gov.il verwendet werden.

Betreffzeile der E-Mail: „Nomination proposal: Ulf Poschardt – recognition for public advocacy for Israel“

Hier der Nominierungstext:

 

Nomination for the Israeli Presidential Medal of Honor

Proposed nominee: Ulf Poschardt, Axel Springer’s “Freiester Mitarbeiter” and former journalist

Subject: Recognition of outstanding public advocacy for Israel and the Israel Defense Forces in Germany

Dear President of the State of Israel,

I respectfully submit Ulf Poschardt for consideration for recognition by the State of Israel in appreciation of his outspoken and sustained public advocacy for Israel and the Israel Defense Forces (IDF) in Germany.

Mr. Poschardt occupies a distinctive position in the German media landscape. His public interventions on Israel go beyond detached reporting and conventional journalistic analysis. He has taken an unmistakable position in support of Israel’s political and military objectives, defending the IDF in emphatic terms and presenting its actions as part of a broader struggle to preserve the Western democratic order.

In a commentary published by Jüdische Allgemeine on 31 July 2024, he described the IDF as the “avant-garde of the free, liberal, resilient West.” This formulation assigns the Israeli military a role extending beyond the defence of Israel itself: it places the IDF at the forefront of a wider ideological struggle.

His commentary on the war in Gaza has followed the same pattern. In “Die nützlichen Idioten der Hamas,” published on 29 June 2025, he argued that Israel would defeat Hamas militarily while maintaining that Israel had lost the cultural and media battle. His interventions do more than explain Israel’s position to German audiences. They actively defend that position against its critics and seek to shape public interpretations of Israel’s military campaign.

Mr. Poschardt’s contribution is therefore not primarily one of detached reporting. It lies in his highly visible role as a public advocate for Israel: a prominent German-speaking voice that argues Israel’s case forcefully, defends the IDF against criticism, and situates Israel’s military campaign within a broader narrative of Western security and democratic self-defence.

His association with Axel Springer provides additional context. The company’s published principles affirm Israel’s right to exist and reject antisemitism. Mr. Poschardt has given forceful public expression to positions aligned with these stated commitments, particularly in debates concerning the IDF and the war in Gaza.

Mr. Poschardt has also received Ukraine’s Order of Merit, Third Class. Contemporary reporting by WELT connected the award to his contribution to persuading the German government to supply weapons to Ukraine. This demonstrates that a foreign state has already formally recognised his public advocacy in connection with a major international conflict.

Israel now has an opportunity to recognise his equally explicit and sustained advocacy on its behalf. His public statements have consistently defended the IDF’s role, supported Israel’s stated military objective of defeating Hamas, and presented Israel’s cause to a German-speaking audience in terms of Western democratic self-defence.

I therefore respectfully ask the President and the competent advisory bodies to consider whether Mr. Poschardt’s contribution to advancing Israel’s position in German public debate merits an appropriate Israeli state honour.

Yours faithfully,

[Name]

[Date]

 

Poschardt und der IDF

(Quelle:X/@ulfposh)

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Deutsche Fassung

Vorschlag für eine israelische staatliche Auszeichnung

Vorgeschlagener Kandidat: Ulf Poschardt, „Freiester Mitarbeiter“ von Axel Springer und Ex-Journalist

Betreff: Anerkennung für das außergewöhnlich entschiedene öffentliche Eintreten für Israel und die israelischen Streitkräfte in Deutschland

Sehr geehrter Herr Präsident des Staates Israel,

hiermit rege ich an, Ulf Poschardt für sein entschiedenes und kontinuierliches öffentliches Eintreten für Israel und die israelischen Streitkräfte (IDF) in Deutschland mit einer staatlichen Auszeichnung Israels zu würdigen.

Poschardt nimmt in der deutschen Medienlandschaft eine besondere Stellung ein. Seine öffentlichen Interventionen zu Israel gehen über distanzierte Berichterstattung und konventionelle journalistische Analyse hinaus. Er bezieht unmissverständlich Position zugunsten der politischen und militärischen Ziele Israels, verteidigt die IDF mit Nachdruck und stellt deren Handeln als Teil einer umfassenderen Auseinandersetzung um die Bewahrung der westlichen demokratischen Ordnung dar.

In einem am 31. Juli 2024 in der Jüdischen Allgemeinen veröffentlichten Kommentar bezeichnete er die IDF als „Avantgarde des freien, liberalen, wehrhaften Westens“. Damit schreibt er dem israelischen Militär eine Rolle zu, die über die Verteidigung Israels hinausgeht: die einer Streitkraft an vorderster Front eines weiter reichenden ideologischen Konflikts.

Seine Kommentare zum Gazakrieg folgen derselben Linie. In seinem am 29. Juni 2025 veröffentlichten Beitrag „Die nützlichen Idioten der Hamas“ argumentierte er, Israel werde die Hamas militärisch besiegen, während er zugleich die Auffassung vertrat, Israel habe den kulturellen und medialen Kampf verloren. Seine Interventionen erläutern nicht lediglich die israelische Position. Sie verteidigen diese aktiv gegen ihre Kritiker und wirken an der öffentlichen Deutung des israelischen Militäreinsatzes mit.

Poschardts Beitrag liegt daher nicht in erster Linie in distanzierter Berichterstattung. Er besteht vielmehr in seiner weithin sichtbaren Rolle als öffentlicher Fürsprecher Israels: als prominente Stimme im deutschen Sprachraum, die Israels Position nachdrücklich vertritt, die IDF gegen Kritik verteidigt und den israelischen Militäreinsatz in eine umfassendere Erzählung westlicher Sicherheit und demokratischer Selbstbehauptung einordnet.

Seine Verbindung zu Axel Springer bildet einen zusätzlichen Kontext. Die veröffentlichten Unternehmensgrundsätze bekennen sich zum Existenzrecht Israels und lehnen Antisemitismus ab. Poschardt hat Positionen, die mit diesen erklärten Grundsätzen übereinstimmen, in öffentlichen Debatten über die IDF und den Gazakrieg mit Nachdruck vertreten.

Poschardt wurde zudem mit dem ukrainischen Verdienstorden III. Klasse ausgezeichnet. Die damalige Berichterstattung der WELT brachte die Ehrung mit seinem Beitrag dazu in Verbindung, die deutsche Bundesregierung zu Waffenlieferungen an die Ukraine zu bewegen. Damit ist seine öffentliche Interessenvertretung im Zusammenhang mit einem internationalen Krieg bereits von einem ausländischen Staat offiziell gewürdigt worden.

Israel bietet sich nun die Gelegenheit, sein ebenso ausdrückliches und kontinuierliches Eintreten für die israelische Sache anzuerkennen. Seine öffentlichen Aussagen verteidigen die Rolle der IDF, unterstützen das erklärte israelische militärische Ziel, die Hamas zu besiegen, und vermitteln die israelische Position einem deutschsprachigen Publikum als Teil der Verteidigung der westlichen demokratischen Ordnung.

Ich bitte den Präsidenten und die zuständigen beratenden Stellen daher, zu prüfen, ob Poschardts Beitrag zur Stärkung der israelischen Position im deutschen öffentlichen Diskurs eine angemessene staatliche Auszeichnung Israels rechtfertigt.

Mit vorzüglicher Hochachtung

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