Die Rüstungsproduktion läuft auf Hochtouren. Das Wort „Friedensproduktion“ gibt es nicht im Duden. Es existiert überhaupt in keiner Sprache. Diejenigen, die trotzdem die Werkhallen des Friedens beackern, werden regelmäßig verunglimpft und als Fünfte Kolonne Putins beschimpft. Friedensarbeit ist Feindarbeit. Die deutsche Friedensbewegung ist nicht mehr, die grünen Hüter der Tauben sind die schlimmsten Kriegstreiber geworden.
Die prominente BSW-Politikerin und jahrzehntelange Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen möchte jetzt ins Berliner Abgeordnetenhaus. Aber dafür muss das BSW in Berlin erst einmal die Fünfprozenthürde knacken. Dafür muss man in den Wahlkampf. Gut für Sevim Dağdelen: Sie scheut den Kontakt mit den Menschen auf der Straße nicht. Sie wirkt authentisch und bodenständig.
Und sie ist bestens vernetzt: Heute um 17 Uhr wandelte die Kandidatin für das Abgeordnetenhaus ihren Berlin-Wahlkampf kurzerhand in eine Friedensdemonstration um und konnte dabei auch mit der Namensgeberin des BSW rechnen: Mit auf der kleinen Bühne auf dem Schöneberger Lucie-Leydicke-Platz stand Sahra Wagenknecht.
Das Motto der Wahlkampf-Demo unmissverständlich hinter der Bühne auf einem Transparent: „Für Frieden in der Welt: Gewaltspirale stoppen“. Und wer nun wissen will, wie viele das bei allerbestem Mai-Wetter auf den Platz lockte – es waren wohl fünfhundert Friedensbewegte, vielleicht noch ein paar mehr. Fast unnötig zu erwähnen, dass sich selbst hier noch ein paar laustarke Kriegsfreunde der grünen Antifa gab, die solche Friedensbemühungen zum Kotzen finden – siehe Galerie.
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