US-Präsident Donald Trump erklärte gestern auf der Pressekonferenz zum Kidnapping des Präsidenten Venezuelas, was jetzt passieren wird (übersetzt):
„Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und vernünftigen Übergang gewährleisten können. (…) Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes die Macht in Venezuela übernimmt, der nicht die Interessen der Venezolaner im Blick hat.“
Außerdem meinte Trump, jetzt zögen wieder große US-Ölkonzerne nach Venezuela, das über die weltweit größten Ölreserven verfügt, und sanieren die stark heruntergekommene Ölinfrastruktur, was Experten zufolge Jahre dauern könnte.
Die „New York Times“ hat zuletzt ausführlich berichtet, wie die Entführung von Präsidenten Maduro geplant wurde. Danach habe ein geheimes Team von CIA-Beamten in Venezuela konzentriert Informationen über Nicolás Maduro und seine täglichen Gewohnheiten gesammelt (übersetzt):
„Die gesammelten Informationen über die täglichen Bewegungen des venezolanischen Staatschefs – in Kombination mit einer ihm nahestehenden menschlichen Quelle und einer Flotte von heimlich fliegenden Stealth-Drohnen – ermöglichten es der Behörde, seine Routinen bis ins kleinste Detail zu kartieren.“
Interessant ist auch eine Bemerkung der Times, die darauf hinweist, wie solche CIA-Operationen normalerweise durchgeführt werden:
„Es war eine äußerst gefährliche Mission. Da die US-Botschaft geschlossen war, konnten die CIA-Beamten nicht unter diplomatischer Deckung operieren.“
Der britische „The Guardian“ zitiert aus der Pressekonferenz des US-Präsidenten (übersetzt):
„Wir werden unsere sehr großen US-Ölkonzerne, die größten weltweit, beauftragen, Milliarden von Dollar zu investieren, die stark beschädigte Infrastruktur, die Ölinfrastruktur, zu reparieren und damit Geld für das Land zu verdienen, und wir sind bereit, einen zweiten und viel größeren Angriff zu starten, wenn dies erforderlich sein sollte.“
Trump äußerte sich auch zu den Kosten, wenn US-Bodentruppen zum Einsatz kommen müssten: Eine US-Besetzung „würde uns keinen Cent kosten“, da die USA durch das „Geld aus dem Boden“ entschädigt würden, sagte der Präsident und bezog sich dabei auf die Ölreserven Venezuelas.
Die 2021 von Axel Springer erworbene „Politico“ titelte : „Trump admin sends tough private message to oil companies on Venezuela“ (Die Trump-Regierung sendet eine harte private Botschaft an Ölkonzerne bezüglich Venezuela).
Weiter heißt es dort, die US-Regierung habe den großen US-Ölkonzernen ein Ultimatum von zehn Tagen gestellt: Wer in Venezuela Öl fördern und Gewinne machen will, der muss zunächst investieren, dann werde es obendrauf Entschädigungen geben, beispielsweise für die unter Maduros Vorgänger Chávez beschlagnahmten Ölförderanlagen:
„They’re saying, ‘you gotta go in if you want to play and get reimbursed’“ („Sie müssen einsteigen, wenn Sie mitspielen und eine Rückerstattung erhalten wollen“), so wird ein Vertreter der Ölbranche von „Politico“ zitiert.
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Wieder die „New York Times“ zitiert Trump, der schon 2023 bei einem Auftritt in North Carolina beklagt hatte, dass man nicht längst Kontrolle über Venezuela erlangt habe (übersetzt):
„Wir hätten das ganze Öl bekommen (…) Es wäre direkt nebenan gewesen.“
Gegenüber Reportern erklärte Trump auf besagter Pressekonferenz:
„We’re going to be taking out a tremendous amount of wealth out of the ground.“
(Wir werden enorme Reichtümer aus dem Boden holen).
Schon vor einem Monat hatte Trump mit Blick auf Venezuela erklärt:
„If you remember, they took all of our energy rights; they took all of our oil from not that long ago. We want it back“
(Wenn Sie sich erinnern, haben sie uns alle unsere Energierechte genommen; sie haben uns vor nicht allzu langer Zeit unser gesamtes Öl weggenommen. Wir wollen es zurück.)
Und Trump hatte es auch schon vor zehn Jahren gegenüber der „New York Times“ nicht anders formuliert, als auf die Frage, was er im Mittleren Osten anders als Obama machen würde, antwortete, er nehme das Öl:
„I’ve been saying it for years. Take the oil“.
Der positive Moment für die Trump-Regierung ist jetzt, dass das Land ausgehungert von Misswirtschaft, aber auch von den jahrzehntelangen Sanktionen dermaßen am Boden liegt, dass auch die Brosamen, welche die US-Unternehmen aus ihren Ölförderungen bereit sein werden, dem Volk von Venezuela zu überlassen, immer mehr sein werden als gar nichts.
Nein, es wird keine ernstzunehmende Souveränität oder Unabhängigkeit für Venezuela geben. Aber ein kommender Wohlstand könnte dennoch an eine Art Wirtschaftswunder erinnern, wie es die Bundesrepublik in der Nachkriegszeit erfahren hat. Wie es auf der anderen Seite aussehen kann, dafür stand immer die DDR als mahnendes Beispiel. Mit einem Unterschied: Deutschland hatte keine Rohstoffe, die man wie pures Gold gegen eine kleine Bonus-Zahlung einfach hätte außer Landes bringen können.
Und noch etwas spricht für den perfekten Zeitpunkt des Kidnappings des Präsidenten von Venezuela: Über den Krieg in der Ukraine fallen Russland und Putin als Schirmherr und mögliche Schutzmacht Venezuelas schlicht aus. Trump konnte vor der Operation sicher sein, dass es hier keine Konfrontation oder Zuspitzung geben würde.
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Kommentar von T S
"sicheren, ordnungsgemäßen und vernünftigen Übergang", Übersetzung: Bis das Land vollkommen unter Kontrolle US-amerikanischer Konzerne oder endgültig ruiniert ist.
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Kommentar von winfried Claus
Es gibt keine Regeln mehr! Wie kann sich Venezuela wehren? Ein Partisanenkrieg, gegen die Reichen und Schönen in Kalifornien, gegen Polizisten und ihre Hubschrauber, gegen Staatsanwälte und Richter, Jornalisten und alle die laut genug schreien. Der Narcostaat USA besitzt soviele Südamerikaner, das ein Bodenkrieg mit Drohnen und Luftabwehrraketen aus der Ukraine, die USA zur Explosion brächte! Ein Bodenkrieg in Venezuela wäre ein Dschungelkrieg ohne Hubschrauber, ein logistischer Alptraum. Die USA wird ihren Bürgerkrieg bekommen durch einen großen südamerikanischen Krieg - einen Krieg mit Kartenspielen und WANDET Schildern, darunter die Preise. Wer zahlt? Warum Kartelle nicht in den Krieg einspannen? Die USA ist eine sinkende Kultur, zerfressen von Korruption, dieser Krieg kann 100 Jahre dauern. Deshalb sollte der Iran schnell machen und andere Länder auch, Atomwaffen werden gebraucht! Das ganze Adolfgefasele kann ich nicht mehr hören, so war die Geschichte Damals wie Heute!
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Kommentar von Eddy Nova
Die ganze Entrüstung der links verlausten Bagage ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten - waren es nicht sie die vor einem Vierteljahr gejubelt haben als Miss Machado -Venezuela - den Friedensnobelpreis gewonnen hatte ! Offiziell recht überraschend hatte die Lady Präsident TRUMP den Preis weggeschnappt & kurz danach verkündet das sie eben diesen symbolisch mit Präsident TRUMP teile.
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Miss Machado - eine maximo 20 % Oppositionelle deren Plan lediglich der Sturz Maduros war und ist. Problem dabei - sie verfügt weder über eine Revolutionäre Front , noch Armee oder Polizei Einheiten. Der ihr überreichte Friedensnobelpreis war NICHTS weiter als ein Scheck auf die Zukunft !
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Als Miss Machado telegen Präsident TRUMP an ihrem Friedensnobelpreis beteiligte war Maduros Schicksal besiegelt - TRUMPAMERICA verfügt über das was Miss Machado fehlt & die Lady ist eine prima Legitimation für Trumpamerica das zu tun was getan werden muss.
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Hier sehe ich sogar eine Parallele zum Ukrain Konflikt - ist der Wolf grösser muss man zuschauen das er einen wenigstens an der Beute beteiligt - Stichwort : Neutralitätsrabatt 2022 ...
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Hugo Chavez scheint seinen Busfahrer genau gekannt zu haben - kurz vor seinem Abgang hatte er Merkel Deutschland ja das beste Angebot aller Zeiten gemacht ...zu einem Festpreis hätte Deutschland bis mittig der 40s mit Verlängerungssoption über Venezuelas Oel indirekt verfügen , es weiterverkaufen können.
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Die Volksverräterin lehnte mit Begründung 'derartige Geschäfte gehen nur über die EU' ab - was logischerweise nicht im Chavez Sinn war.
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Hugo Chavez ist bis dato der einzige ausländische Staatsmann dem es gelungen ist in den USA gebunkertes Staatsvermögen auf Gold auch in die Heimat transferieren zu können. Es kostete ihn sein Leben - aber Ford Know America bestand fortan nur noch aus Gold bedrucktem Pappmaschee ...
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Der bayrische Advokat ,Politiker Gauweiler hat sich ja intensiv dem Gold Topic America gewidmet. Der nach wie vor gigantische Goldbestand Venezuela den Chavez der nimmmersatten US Klaue wieder entrissen hat ...möglich das eben dieser zum Grundstock einer neuen USD Währung auf Gold wird. Davon träumt Präsident Trump ja schhon sseit Dekaden - 2018 hatte ihn besagter Plan fast den Kopf gekostet ...vielleicht die Virus Geburtsstunde !
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Im Wissen all dieser Dinge hätte eine volksfreundliche deutsche Regierung zugesehen das Deutschland in irgendeiner Form am sich abzeichnenden Beutezug profitiert ...Das hätte sowohl in der Ukrain denn auch heute in Venezuela geschehen müssen !
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Sehr seltsam das der geplatzte Chavez / Merkel Deal der Venezuelas Zukunft aus Chavez Sicht sichern sollte & dem Deutschen Volk Wohlstand gebracht hätte ...über 30 Jahre mit Verlängerungsoption ...medial nur am Rand abgehandelt wurde. Ich werte das als Volksverrat !
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Interessant war das Presestatement der TRUMP Administration zur Befreiung Venezuelas dank TRUMPAMERICA Spezialoperation ...20 Minuten Maduro - 2/3 der Zeit faktisch ohne Venezuela Bezug. Mit dieser Agumentation als Marker könnte sich der grossartigste Präsident der US History auch PEDRO ,LULA , MERZ oder die Nachthemdträger greifen. Präsident Trump hat zwischendrin extra noch betont 'Aber wir reden von Maduro ,Venezuela' ...
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Interessant am Venezuela Coup ist auch der Fakt das die Gesamtbeute - richtig umgesetzt , größer wäre als all das was USs america in zwei Weltkriegen zulasten Deutschlands der Democratia zuführen konnte ...
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Vielleicht sollte US America informiert werden das sowohl Brüssel denn auch sämtliche Altparteien Nester in Germany auf gigantisch großen Oelquellen errichtet wurden ...
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Ich hege ja die Hoffnung das der 'Liter Democratia' u.a. bei Shell künftig volksfreundlich günstiger wird. Die Gallone 'Super Democratia mit Menschenrechten' sollte ebenfalls günstiger werden.
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Keine Hoffnung hege ich das der AfD Besuch US America wenigstens etwas Profitbeteiligung beinhaltet hatte ...Vielleicht habe ich Frohnmeier aber unterschätzt ...Einstein musste man ja nicht grade sein um die Entwicklung abzuschätzen , u.a. on Vk. com wurde das schon am 11.12.25 1 zu 1 prognostiziert.
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TRUMP IST DER WEG
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Kommentar von stephan manus
Habe mir die PK angeschaut. Es ging tatsächlich hauptsächlich um Öl. Und das übliche, also Amerika wird (wieder) das beste und mächtigste Land auf der Welt werden. Alle anderen Länder werden Amerika bewundern.
Übrigens hat die venezuelanische Friedensnobelpreiträgerin in ihrer Rede bei der Preisübergabe gesagt, dass ihre erste Amsthandlung als Präsidentin die Privatisierung der Ölindustrie sein wird. Öl scheint das große Thema zu sein.
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Kommentar von Palmström
Die jetzt amtierende Vizepräsidentin macht aber nicht den Eindruck als wolle die Regierung sich den USA ergeben. Irgendwie scheint es in Venezuela keinen Generalissimus Pinochet zu geben.