Von Medienanwalt Ralf Höcker
Jens Spahn, Daniel Funke und ihr Kind aus Leihmutterschaft
Jens Spahn und sein Mann werden heftig dafür kritisiert, dass sie in den USA einem Jungen per Leihmutterschaft das Leben geschenkt haben. Da auch ich drei Kinder aus US-Leihmutterschaft habe, erlaube ich mir die häufigsten Argumente gegen Leihmutterschaft zu kommentieren:
1. „Leihmutterschaft ist ´Kinderkauf´“
Nein. Ein Kind ist schon keine Sache. Man kann es nicht kaufen. Vor allem aber gehört es niemandem. Man kann kein Eigentum an einem Menschen haben. Auch deshalb kann man einen Menschen nicht kaufen. Wer behauptet, dass Leihmutterschaft „Kinderkauf“ sei, muss schon Ross und Reiter nennen: Wem „gehört“ denn das angeblich gekaufte Kind? Wer ist also der „Eigentümer“? Im Regelfall läuft es bei schwulen Wunscheltern so, dass sie sich Eizellen spenden lassen. Einer der beiden stellt sein Sperma zur Verfügung. Damit wird die zuvor gespendete Eizelle befruchtet. Ein Embryo entsteht. Von wessen Kind sprechen wir in diesem Moment? Erst dann kommt die Leihmutter ins Spiel, die nicht die Eizellspenderin ist und die nicht biologisch mit dem Kind verwandt ist. Sie trägt das für sie fremde Kind aus. Der biologische Vater und sein Mann nehmen es nach der Geburt wieder zurück. Leihmutter und Wunscheltern halten anschließend Kontakt. Ein solches Konzept als „Kinderkauf“ zu bezeichnen, ist unsinnig. Wer von Kinderkauf redet, setzt voraus, dass die Leihmutter, der ein Wunschvater sein Kind einpflanzen lässt, dadurch zur Eigentümerin dieses fremden Kindes wird und es dem biologischen Vater „zurück verkauft“, wenn sie es ihm nach der Geburt wieder zurückgibt. Das ergibt schlicht keinen Sinn. „Kinderkauf“ ist ein demagogischer Kampfbegriff mit reichlich menschenverachtendem Anklang. Bezahlt wird kein Kind, sondern medizinische und rechtliche Dienstleistungen.
2. „Leihmutterschaft ist Menschenhandel“
Menschenhandel setzt Zwang oder Ausbeutung voraus. Rechtmäßig organisierte Leihmutterschaft beruht auf freiwilligen Entscheidungen und Verträgen.
3. „Leihmütter werden zum Objekt gemacht“
Befürworter betonen die Selbstbestimmung erwachsener Frauen über ihren eigenen Körper.
4. „Die Leihmütter werden ausgenutzt und ausgebeutet“
In den USA wird darauf geachtet, dass die Leihmütter finanziell unabhängig sind, ihre eigene Familienplanung bereits abgeschlossen haben und über ein geordnetes Familienumfeld verfügen. Sie werden sorgfältig medizinisch und psychologisch untersucht und vor, während und nach der Geburt begleitet. Sie stimmen der Leihmutterschaft freiwillig zu und werden zu nichts gezwungen.
5. „Das Kind wird seiner Mutter weggenommen“
Eizellspenderin und Leihmutter sind nicht identisch. Die Eizellspenderin stellt ihre Eizellen zur Verfügung. Eine zweite Frau – die Leihmutter - trägt anschließend ein biologisch fremdes Kind aus und hat wie die Eizellspenderin von Anfang an nicht die Absicht, selbst Mutter zu werden.
6. „Das Kind lernt seine Mutter nie kennen“
Kinder haben ein Recht darauf, zu erfahren, woher sie kommen. Deshalb unterstützen Leihmutteragenturen, dass nach der Geburt der Kontakt sowohl zur genetischen Mutter als auch zur Leihmutter fortbesteht.
7. „Leihmutterschaft widerspricht der Menschenwürde“
Andere sehen gerade in der freiwilligen Hilfe für ungewollt Kinderlose einen Ausdruck menschlicher Würde und Selbstbestimmung.
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8. „Leihmutterschaft ist unnatürlich“
Viele andere Formen der Reproduktionsmedizin – und nicht nur der Reproduktionsmedizin - wären nach diesem Maßstab ebenfalls abzulehnen.
9. „Das Kind leidet psychisch“
Laut der bisherigen Forschung sind keine generellen Nachteile erkennbar. Entscheidend sind stabile familiäre Verhältnisse. Auf diese achten die Leihmutteragenturen.
10. „Homosexuelle umgehen damit die Natur“
Der Wunsch nach Elternschaft ist nicht auf heterosexuelle Paare beschränkt. Entscheidend ist das Kindeswohl.
11. „Leihmütter bereuen manchmal ihre Entscheidung“
Diese Einzelfälle gibt es, deshalb sind psychologische Eignungsprüfungen, Beratung und engmaschige Begleitung wichtig.
12. „Es gibt kein Recht auf ein Kind“
In einem Rechtsstaat ist erst einmal alles erlaubt, was nicht ausnahmsweise verboten ist. In Diktaturen mag das andersherum sein: Dort ist womöglich alles verboten, wenn es nicht ausnahmsweise erlaubt ist. Grundsätzlich gibt es also sehr wohl ein Recht darauf, Kinder zu haben und die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin in Anspruch zu nehmen. Nur wenn sehr gute Gründe dafür sprechen, dieses Grundrecht einzuschränken, sind ein Verbot oder eine strenge Regulierung zulässig.
Mein Fazit
Letztlich ist also entscheidend: Sind die Nachteile von Leihmutterschaft so gravierend, dass die Grundrechte von Wunscheltern und Leihmüttern eingeschränkt werden müssen? Muss man erwachsenen Menschen wirklich verbieten, dass auf diese Weise menschliches Leben, Liebe und familiäres Glück entstehen? Ich meine, nein. Die Nachteile, die Leihmutterschaft mit sich bringt, kann man nicht leugnen. Sie lassen sich durch gesetzliche Regulierung jedoch beseitigen oder jedenfalls stark abmildern. Die Nachteile überwiegen also die Vorteile der Leihmutterschaft nicht. Ich bin sehr froh, dass mein Mann und ich in den USA Eltern dreier wundervoller, innig geliebter Kinder werden konnten.
Die Kinder sind glücklich, wir sind es und die Mütter sind es auch. Auch für die Gesellschaft ist es demographisch von Vorteil, wenn Kinder geboren werden und in einem stabilen familiären Umfeld aufwachsen. Unglücklich sind nur einige Beobachter von außen. Viele lehnen unseren Weg aus religiösen Gründen ab. Das ist in Ordnung. Religion ist jedoch etwas Höchstpersönliches. Man darf anderen nicht die eigenen religiösen Vorstellungen aufzwingen. Andere empfinden sich in einer Ordnungsvorstellung gestört. Natürlichkeit geht ihnen über alles. Doch die Natur stellt keinen Wert an sich dar. Sie kann nicht denken und nicht fühlen und sie stellt auch kein moralisches Regelwerk auf, an das wir uns zu halten hätten. Wäre das anders, dürfte es auch keine künstlichen Hüftgelenke und keine Herzschrittmacher mehr geben.
Ich wünsche Jens Spahn und Daniel Funke mit ihrem Sohn Georg von ganzem Herzen alles Gute und bin überzeugt, dass sie großartige, glückliche, liebende Eltern sein und unser Land mit einem wunderbaren Menschen bereichern werden!
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Kommentar von wald sterben
Hallo, Herr Höcker,
grds. stehe ich der leihmutterschaft offen bis positiv gegenüber.
Bedenken habe ich allerdings in zwei punkten:
1) imho BRAUCHT ein kind (s)eine mutter;
2) hätte die natur gewollt, daß homosexuelle kinder haben, dann hätte sie das eingerichtet.
Ansonsten erscheinen leider viele Ihrer -- aus Ihrer sicht sicherlich verständlichen -- argumente ein wenig bemüht und/oder leicht zerpflückbar. Wie gesagt, bei aller grundsätzlichen offenheit für's thema und Ihnen Ihr kinderglück gönnend.
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Kommentar von Kai v. Anschütz
Auch RA Ralf Höcker bediente sich des schrecklichen Begriffs »Leihmütterschaft«, mit deren Hilfe er gegen Honorar seine drei Kinder aus den USA geholt hatte.
Der Begriff „leihen“ bedeutet, dass jemand einer anderen Person einen Gegenstand oder Geld vorübergehend zur Nutzung überlässt, mit der Vereinbarung, dass dieser später zurückgegeben wird.
In den fraglichen Fällen werden Menschen gekauft. Nichts anderes!
Wie nennt man es, wenn Menschen gekauft werden? Ich glaube, Menschenhandel ist der geläufige Begriff dafür.
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Kommentar von Therese Koch
Hab mich extra angemeldet, um zu kommentieren, da mich dieses Thema extrem beschäftigt und ich hoffe, dies rüttelt ganz viele Menschen wach, in welch grausam Empathielosen , dystopischen Welt wir leben, in der Kinderleben und ihre gesunde Psyche nichts mehr zählen.
Ich danke Herrn Wallasch, dass er den RA Höcker sich zu diesem Thema outen lassen hat, so dass man weiß, mit wem man es zu tun hat. Vor allem die Kommentare sind es wert, gelesen zu werden, so dass man ( wie in der dunklen C Zeit) ein Gefühl der Verbundenheit mit Menschen bekommt, deren Kompass noch funktioniert.
Besonders der Kommentar von Brigitte Miller hat mich berührt, da es genau meine Gedanken widerspiegelt.
Als Mutter von 3 Kindern und 7 Enkelkindern weiß man, dass man als Frau sich in einer schlimmen Notlage befinden muss, um so einem Deal zuzustimmen. Niemals würde eine Frau sich ohne Not der körperlichen und emotionalen Extrem-Amplituden aussetzen.
Was mich auch stark wundert, ist die Abwesenheit der Erinnerung an seine eigene Kindheit. Was wäre die ohne eine Mutter?
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Kommentar von T S
Einerseits liefert Höcker viele zutreffende Argumente die bei aller emotionalen Empörung nicht übersehen werden sollten. Andererseits erschreckend wie stark dabei die praktische Realität und das Kindeswohl außen vor bleibt. Den Argumenten vieler daß es hierzulande gegen Gesetze verstößt kann ich hingegen nur entgegnen daß (Menscen-)Recht und Gesetze nicht daßselbe sind sondern wie wir in den letzten Jahren leider viel zu oft spüren mußten oft konträr sind.
Der Vergleich mit Hüftprothesen ist grotesk, denn jeder entscheidet selbst ob er sich so eine einsetzen läßt oder nicht, und Prothesen wie Herzschrittmacher ist es völlig egal ob und was jemand über sie fremdbestimmt hat.
Als Fazit kann ich nur sagen nicht alles was möglich ist muß auch gemacht werden, und es gibt auch für gleichgeschlechtliche Paare ethisch unbedenklichere Wege um an zumindest hälftig leibliche Nachkommen zu gelangen.
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Kommentar von Brigitte Miller
Sie hat die Argumente:
Sind schwule Männer „gleicher“?
Von Birgit Kelle • Gerne wird in der Debatte um Leihmutterschaft der Fehler begangen, private Sympathien für einen Menschen mit der Sache gleichzusetzen, so als dürfe man ein schwules Paar nicht kritisieren, nur weil es sympathisch ist, man befreundet, Kollege oder Nachbar ist. Sich durch Sympathie korrumpieren zu lassen, ist der sicherste Weg zur Auflösung aller ethischen Standards. "Spahn und Streeck zeigen nun im Praxistest, was sie vom deutschen Verbot der Leihmutterschaft halten: Frauen als Brutkästen zu benutzen, ist okay, solange man es im Ausland macht und nicht auf deutschem Boden. Mehr Opportunismus und Narzissmus geht kaum als Volksvertreter, aber auch als Mitglieder einer christlichen Partei".
.achgut
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Kommentar von Heiko Hagen
Herr Höcker,
dass Sie versuchen ihre eigene Lebensentscheidung zu rechtfertigen ist zwar menschlich verständlich, überzeugt jedoch nicht, noch nicht einmal juristisch.
Rechtliche Mutter ist die Person, die das Kind geboren hat (§ 1591 BGB).
Leihmutterschaft wird praktiziert, weil sie technisch möglich ist. Sie berauben ein Kind ihrer Mutter und das Einverständnis der Leihmutter ändert daran nichts und das wissen Sie selbst genau.
Rechtlich ist die Mutter die Frau, die das Kind geboren hat. Das regelt in Deutschland der § 1591 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
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Kommentar von Johannes Von Beaulieu
Sehr geehrter Herr Höcker,
drei Kinder haben Sie auf diesem Wege erworben?
Sie sind Jurist durch und durch und sehen und beurteilen die Welt so. Ich denke, dass es mehr gibt als nur die juristische Betrachtungsweise. Mögen Sie de jure Recht haben, vor Gott und den Menschen (den Leihmüttern, Ihren „Kindern“ und Ihrem Partner haben Sie versagt.
Entsetzlicher Selbstbezug einer hedonistischen Person.
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Kommentar von Malka
Jetzt, nachdem ich alle Kommentare durchgelesen habe,
möchte ich noch eine Anmerkung machen zur Altersgrenze für Adoptionen. Diese Regelung gehört dringend überarbeitet.
Das stammt aus einer Zeit, als die Frauen mit Anfang 20 ihr erstes Kind bekommen hatten.
Heute ist es ja völlig normal, dass bis Anfang 40 die Frauen Mutter werden. Warum sollten also Adoptiveltern nicht auch über 40 sein dürfen….?
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Kommentar von Ulrich Bretschneider
Herr Höcker, Ihre Logik ist nicht stimmig! Aber der Reihe nach:
1. Überall wo Geld fließt, handelt es sich um ein Finanzgeschäft – Sie werden zustimmen müssen!
2. Wenn ein Ehepaar ein Kind zeugt, um es anschließend zu verkaufen, dann ist das Menschenhandel – auch hier werden Sie zustimmen.
3. Wenn ein Mann sein Sperma spendet und eine Frau ihre Eizellen, dann weil sie dafür Geld kassieren, also ein Finanzgeschäft – oder wollen Sie tatsächlich behaupten, da steht ausschließlich ein „soziales Anliegen“ dahinter, das wäre Realitätsverlust!
4. Nun wird es kompliziert: Eine Frau „spendet“ Eizellen (Finanzgeschäft!), ein Mann liefert in eigenem Interesse sein Sperma (kein Finanzgeschäft!); ein medizinisches Institut vereinigt Sperma mit einer Eizelle (das kostet viel Geld = Finanzgeschäft!) und pflanzt die befruchtete Eizelle einer Leihmutter ein (dies alles mit großem Kostenaufwand = Finanzgeschäft!)
5. Die Leihmutter stellt ihren weiblichen Körper zur Verfügung (weil es noch! nicht möglich ist, die befruchtete Eizelle in der „Retorte“ zur Geburtsreife zu züchten). Naturwissenschaftlich gesehen, liefert ihr Körper lediglich die Nährstoffe und den „Inkubator“ für den heranwachsenden Fötus. Welche „Rechte“ sich daraus ergeben, ist eine philosophische Diskussion, keine medizinische! Entscheidend ist, dass sie diese Dienstleistung gegen Geld durchführt! Dies unter vertraglicher Abmachung! Deutlicher lässt sich ein Finanzgeschäft nicht charakterisieren.
6. Ich habe Verständnis, dass sie sich gegen die Begriffe „Menschenhandel“ und „Kindeskauf“ wehren, diese Wortwahl würde ich auch nicht wählen. Immerhin ist eine Person der biologische Vater (genetisch und juristisch teilhabend) – aber das Kind wird über ein Geldgeschäft erzeugt und erkauft!! Ob dies für das Kind später zu psychischen Problemen führt, wissen wir beide nicht (aber man erinnere sich an die Zwillinge von Star-Sexualforscher / Psychologe John Money)
7. Wer sich für Homosexualität entscheidet, sollte auch die Konsequenzen tragen wollen. Wer sich für Vegetarismus entscheidet, beweist die Fehlerhaftigkeit seiner Entscheidung, wenn er sich den Fleischgeschmack mit viel Chemie und Mogelpackungen erkauft. Aus meiner - sicher subjektiven - Sicht benötigt ein Kind sowohl Vater als auch Mutter. Natürlich gibt es genügend Beispiele, wo Kinder von einem alleinerziehenden Elternteil ohne irgendeinen „Schaden“ erwachsen wurden. Wer aber genau hinschaut, wird gesehen haben, dass das Heranwachsen immer von einem Kampf gegen den Mangel an weiblicher bzw. männlicher Erziehung begleitet war.
7. Wenn Sie es für völlig „normal“ halten, dass eine Frau gegen Geld ihren Körper verkauft (tatsächlich freiwillig oder doch aus wirtschaftlichem Druck? – siehe die ukrainischen Leihmütter), was ist der Unterschied zur Prostitution, nach Ansicht der Investigativ-Journalistin und (ehemaligen) Escort-Dame Aya Velázquez gehört wohl auch das zu den Rechten einer Frau, oder?
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Kommentar von Malka
Hinzufügen möchte ich noch meine persönlichen Erlebnisse aus den Achtzigerjahren als Pflichtassistent in einer sächsischen Frauenklinik.
Damals ließen auch schon Frauen ihre Babys in der Klinik und diese Kleinen warteten auf die Adoption. Das hatte mich seinerzeit vollkommen erschüttert, wie teilnahmslos und apathisch die Babys in ihren Bettchen lagen. Die Augen offen, sie schrieen nicht, sie weinten nicht. Hospitalismus hieß die Diagnose damals.
Ich habe das nie vergessen können, obwohl es nun über 40 Jahre her ist. Diese Bilder habe ich heute noch vor mir, als wäre es gestern gewesen.
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Kommentar von Brigitte Miller
Sorry, aber alle diese Argumente werden gegenstandlos, wenn man weiss, dass keine reiche Frau für eine arme Frau oder für arme Männer ein Kind austragen würde, auch nicht aus altruistischen Gründen.
Und wer schon schwanger war, weiss, was mit der Frau passiert in den neun Monaten: sie wird zur Mutter! Diese Beziehung wird abrupt abgebrochen im Falle eines Kinderkaufs. ( ist es doch!)
Aber heute ist es halt so, dass man auf nichts verzichten will, warum auch? Es steht einem doch zu und es ist machbar.
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Kommentar von Malka
Tut mir leid, Herr Höcker,
hier gehe ich nicht mit.
Jedes Kind braucht seine Mami. Und zwar von Anfang an.
In den neun Schwangerschaftsmonaten wächst bereits eine ganz enge Bindung zum Baby, die kein Mann je beurteilen kann. Schon die ersten Kindsbewegungen in der ca 20. SSW sind für jede werdende Mutter ein einzigartiges Erlebnis.
Und die Geburt: Jeder Mensch vergisst eine Menge Dinge im Leben. Aber ihre Geburten kann Ihnen jede Frau auch bis ins Neunzigste Lebensjahr noch in allen Einzelheiten schildern.
Das ist etwas so besonderes und einzigartiges, dass es seit biblischer Zeit in vielen Gemälden für die Ewigkeit bewahrt wurde.
Ich denke, hier werden Kinder heranwachsen, die am Ende bindungslos und ohne jeden Halt im Leben sein werden.
In Welt online ist ein sehr warmherziger Kommentar eines Orthopäden-schwul mit zwei Kindern- zu lesen, der die Probleme der Kinder eindrucksvoll geschildert hat.
Ich lehne persönlich dieses Leihmuttermodell für Reiche rundheraus ab.
Das ist meine persönliche Meinung dazu.
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Kommentar von A. L.
Sorry Herr Höcker,
sie sind in diesem Fall keinesfalls ein Unbeteiligter oder Unbefangerener - im Gegenteil. Deshalb versuchen sie jetzt, sich und uns das Ganze auch noch schön zu reden oder vielmehr zu schreiben.
Leihmutterschaft ist in meinen Augen Kindesmißbrauch. Ein Kind braucht seine Mutter, ein Kind spürt seine Mutter, die leibliche Mutter ist sogar genetisch mit dem Kind verbunden. All das wird einfachso zerstört.
Mit einem Wisch wird dem Kind die Mutter genommen, es zu Wildfremden gebracht. Es wächst ohne Mutterliebe auf und sagen sie nicht, dass zwei Männer das gleich für ein Kind leisten können, nein, eben nicht: Erstens sind sie überhaupt keine Väter, oder haben sie die Leihmutter 9 Monate lang betreut, waren für sie da, haben das Wachsen des Babys miterlebt? Ich glaube nicht.
Zweitens liebt eine Frau/Mutter ganz anders als der Vater, hier kommt erschwerend dazu, dass sie bis zu Geburt keinerlei Bindung zum Kind aufbauen konnten - siehe erstens.
Sie haben sich selber Kinder gekauft, dann ist ihr Artikel verständlich, das macht das aber nicht besser.
Wenn man schwul ist und leben will (wobei ich weiß, dass nicht immer der eigene Wille dafür entscheidend ist), dann sollte man das einem Kind nicht antun. Wie soll dieses Kind jemals ein normales Leben führen? Es sieht ja keines zu Hause, sondern nur ein unnormales. Und ja: Schwul oder Lesbisch leben ist unnormal, auch wenn man das heute kaum noch so sagen darf.
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Kommentar von Ernst Viehweger
Die psychologischen Gesichtspunkte sollte man wirklich bedenken.
Allerdings ist Jens Spahn ein deutscher Staatsbürger und unterliegt damit deutschem Recht.
Gegen das hat er verstoßen.
Das ist umso schlimmer als er eine Vorbildfunktion hat.
Er muss deshalb seine Partei-Mitgliedschaft und damit natürlich auch die damit verbundenen Posten aufgeben.
Finanzielle Notwendigkeiten, sich dagegen zu sträuben bestehen ja kaum.
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Kommentar von Birgitt Mangelsdorf
Ganz grundsätzlich: Kindesmissbrauch (Jungen) ist auch bei Schwulen nicht unverbreitet.
Also könnten sich Schwule, die derartige Absichten haben (was ich in keinster Weise Herrn Höcker unterstellen möchte), auf diese Art und Weise Jungen beschaffen, die sie als "Väter" einigermaßen gefahrlos missbrauchen können.
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Kommentar von Ostdeutsche
PS:
Nun, es ist vielleicht kein Kinderkauf, aber Kinderproduktion. Und ganz egal, wie freiwillig oder freudig die Leihmutter dieses implantierte Kind austrägt, sie wird als Brutkasten gesehen.
Herr Höcker schreibt, daß die Mütter glücklich sind. Wieso eigentlich? Freut sich die Eizellspenderin, daß ihre Gene irgendwo in der Welt weitergegeben werden? Oder freut sich die Leihmutter über ihren strapazierten Körper? Oder über das Geld?
Ganz abgesehen von diesen aktuellen Fällen habe ich immer (sprachliche) Probleme mit der Bezeichnung "X und sein Mann". Ich spreche immer nur von Lebenspartnern oder Lebensgefährten. Wenn ich "mein Mann" höre, spricht für mich eine Frau.
Wäre ich lesbisch und entschiede mich für ein Zusammenleben mit einer Frau, spräche ich ganz bestimmt nicht von "meiner Frau".
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Kommentar von F. Lo
Ein schwieriges Thema, zugegeben. Grundsätzlich ist nachvollziehbar, dass auch homosexuelle Paare einen Kinderwunsch hegen.
Mal abgesehen davon, dass für mich in diesem Zusammenhang auch eine Rolle spielt, dass Leihmutterschaft hierzulande eigentlich verboten ist (!) und viele gleichgesinnte finanziell weniger gut gestellte Paare nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, in den USA „Eltern zu werden“:
Ich finde Herrn Höckers Argumentation etwas dominant formal-juristisch. „Rechtmäßig organisierte Leihmutterschaft beruht auf freiwilligen Entscheidungen und Verträgen.“ Es gibt ja auch noch eine biologisch-psychologische Komponente, das Kind als eigenständiges Wesen wächst 9 Monate in einer Frau auf, die weiß, dass es nicht „ihr Kind“ sein wird. Keine Ahnung, wie Frauen die Leihmutterschaft – als total korrektes Vertragsmodell, mit oder ohne Bezahlung – verkraften.
Vor allem mit Punkt 3. „Befürworter betonen die Selbstbestimmung erwachsener Frauen über ihren eigenen Körper“ habe ich spontan so meine Probleme. Der Satz gefällt mir überhaupt nicht. Genau mit diesem Argument (sog. reproduktive Selbstbestimmung) plädiert ja die fesche links-grüne „Mein-Bauch-gehört-mir“-Fraktion für ein problemloses Abtreibungsrecht. Petition auf innn. It: „Legal, einfach, fair: Für eine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland! … Schwangerschaftsabbrüche müssen Teil der medizinischen Grundversorgung werden.“ Tatsächlich, so ehrlich sollte man sein, ist die Entscheidung über das Ungeborene im Bauch nur mit viel Wenn und Aber als „Selbstbestimmung über den EIGENEN KÖRPER“ zu feiern. Der Begriff ist in meinen Augen verbrannt.
P.S. Den Vergleich mit den künstlichen Hüftgelenken und Herzschrittmachern empfinde ich als leicht schief.
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Kommentar von Marita
Nein ich kann die Leihmutterschaft nicht verstehen. Ja ich habe das Privileg gehabt 2 gesunde Jungs zur Welt zu bringen. Vorher habe ich mir überlegt, falls wir keine Kinder bekommen können, würden wir Pflegekinder ein zu Hause geben. Das könnten Jens Spahn und sein Mann auch. Was Herr Spahn macht ist ein politisches Signal. Er bricht ganz bewusst das Gesetz. Irgendwann wird Georg erwachsen und fragt nach. Meiner Meinung nach will Spahn nun die Leihmutterschaft legalisieren. Wer hat Spahn und Streek beauftragt?
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Kommentar von Ostdeutsche
Ich verstehe die homosexuellen Männer nicht. Wenn das naturgegeben ist, dann soll jeder so leben. Aber dann hat die Natur auch dafür gesorgt, daß diese Männer kinderlos bleiben. Es ist doch sehr seltsam, daß man dann doch eine Frau braucht ...
Und das hat auch nichts mit einem notwendigen medizinischen Eingriff zu tun, der auch "gegen die Natur" sein kann. Denn an Kinderlosigkeit stirbt man nicht, und es ist auch keine Krankheit, die der Heilung bedarf.
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Kommentar von Nils Lange
Die Schöpfungsordnung sieht klar vor dass EIN(!) MANN(!) zusammen mit EINER(!) FRAU(!) den Bund der Ehe auf unbegrenzte Zeit eingeht (1.Mose,2). Und nun leben wir natürlich nach dem Sündenfall und da neigt der gefallen Mensch dagegen in seinem Wesen gegen die Schöpfungsordnung zu rebellieren. Das hebt diese Ordnung aber nicht auf! Das heißt es ist ein Unterschied zwischen alle Menschen sind Sünder und bedürfen immer wieder der Buße und keiner kann so tun als würde er ein sündloser, guter Mensch sein und andererseits wir sagen alles ist gut und richtig, jeder soll nach seiner Fason selig werden und machen was er will, solange er "keinem wehtut" wie es immer so schön heißt. Wir haben die Schöpfungsordnung zu verteidigen und zu achten. Aus staatlichen Gesetzen entsteht kein guter Mensch. Aber staatliche Gesetze können das Böse eindämmen und verhindern Anarchie. Ich werde bis zu meinem letzten Atemzug gegen solche Umtriebe meine Stimme ergeben. Es ist wie zu den letzten Tagen Roms! Die armen Kinder...
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Kommentar von Frank Danton
Männer, auch schwule Männer, können keine Kinder bekommen. Das ist ein Naturgesetz. Zwei schwule Männer dürfen keine Kinder kaufen, das ist gesunder Menschenverstand. Ich verstehe nicht wie man über so etwas Unnatürliches überhaupt debattieren kann. Schwule Männer können miteinander tun was sie wollen, aber niemals Kinder groß ziehen. Schwul sein hat keinen natürlichen Ursprung, sondern resultiert aus Sozialisation und psychologischer Instabilisierung die in der Regel vom Verhalten der Mutter ausgeht. Das was hier passiert ist Dekadent, ja Pervers und Unnatürlich. Wäre ich dieser arme Tropf einer Leihmutter der von zwei Woken-Egoisten-Schwulen in ihrem 4,5 Mio teuren Lustschlösschen großgezogen würde, dann wäre ihnen mein pupertärer Hass aus sie sicher.
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Kommentar von Icke aus Berlin
Dieser Beitrag geht am Thema vorbei. Zum Thema Leihmutterschaft gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Damit kann ich leben, dazu brauch ich den Artikel von Herrn Höcker nicht. Es betrifft ja auch bei weitem nicht nur gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften.
Im Fall Jens Spahn geht es jedoch darum, dass Spahn als CDU Politiker nachweislich aktiv am Verbot von Leihmutterschaften in Deutschland mitgewirkt hat, dieses Verbot jedoch für sich selbst nicht akzeptiert und diese Prozedur in einem Bundesland der USA, in dem das erlaubt ist, durchzieht und das auch noch medienwirksam öffentlich macht. Wir alle sollen uns mit ihm freuen. Unfassbar.
Mehr Verachtung kann man seinen "Untertanen" nicht entgegenbringen. Er macht Gesetze, mit denen man in Deutschland zu leben hat, wenn Geld, Macht und Einfluss fehlen, und umgeht diese Gesetze selbst vollkommen offen und schamlos.
Es juckt mir in den Fingern, aber ich höre jetzt auf.
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Kommentar von Stephanie Laux
Ich finde es gut, dass hier auch Befürworter der sogenannten "Leihmutterschaft" zu Wort kommen. Gibt es auch Beführworterinnen? Bei allem was heute möglich sein soll, wird es nie auch nur einen einzigen Mann geben, der nachvollziehen kann was es bedeutet schwanger zu sein, ein Kind 9 Monate in sich wachsen zu spüren und es dann zur Welt zu bringen. Keine Frau tut dies, um das Kind aus reiner Menschenliebe und Freude am schwanger sein, einem kinderlosen Paar zu schenken. Man(n) kann sich das ganze schönreden, mit der supertollen Agentur die alles ganz seriös managt. Doch unterm Strich ist das Ganze ein Geschäftsmodell. Es wird ein Vertrag geschlossen über eine Dienstleistung und ein Produkt und es fließt viel Geld. Die "Leihmutter" mag ihren Körper freiwillig zur Verfügung stellen - weil sie das Geld braucht.
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Kommentar von Answart Lauermann
"In den USA wird darauf geachtet..."
Dass genug Geld auf den Tisch gelegt wird. Zum Umgang mit beispielsweise schwangeren Frauen siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Use_of_restraints_on_pregnant_women
Herr Höcker geht übrigens nicht auf den Vorwurf der Doppelmoral ein: Ein führender¹ deutscher Politiker (als Parlamentarier/Fraktionschef auch ein partieller Gesetzgeber) tut absichtlich und ohne Bedauern etwas im Ausland, das in Deutschland verboten² ist. Sobald man genug Geld und Beziehungen hat, steht man also über jenem Gesetz, das nur für die eingezäunten Ochsen gilt.
Wird Herr Spahn wenigstens eine kurze Schamfrist einhalten, bevor er im Bundestag für (verschärfte) Haftstrafen gegen Menschen stimmt, die ein (neues) deutsches Gesetz³ gebrochen haben?
Übrigens könnte man als US-Bürger Herrn Spahn nach Herzenslust beleidigen, ohne juristische Sanktionen (Majestätsbeleidigung...) befürchten zu müssen - In der Hinsicht ist es dort tatsächlich besser.
¹rein zufällig nicht ganz unvermögend
²Soweit ich verstanden habe, ist auch die Vermittlung (von Deutschland aus) verboten. Da könnte rein theoretisch die Staatsanwaltschaft wenigstens gegen unbekannt ermitteln, aber...
³Vielleicht eines, das in vielen Ländern der Erde unvorstellbar wäre
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Kommentar von Reiner Wehpunkt
Hier wird des Deutschen liebste Illusion verkauft: "......auf diese Weise menschliches Leben, Liebe und familiäres Glück entstehen" (Zitat Ralf Höcker).
Man sollte das Foto gesehen haben, welches der Mann von Jens Spahn, Daniel, auf seinem Instagram Account vor ein paar Tagen veröffentlicht hat. Dort steht Jens Spahn im Wald, der Hintergrund lichtdurchflutet, die Hände an einem tiefblauen Kinderwagen, etwas gequält in die Kamera lächelnd, adrette Kleidung mit sauberen weißen Sneakers, die noch nicht viel vom Waldboden gesehen haben und vermutlich auch nicht sehen werden (der nächste Termin wartet....).
Es ist eine große Show und sie ist derzeit deshalb so erfolgreich, weil viele Menschen dieses Narrativ genauso vorgeführt bekommen wollen. Es bringt sie -wie alles Entertainment- für einen Moment aus einer drängenden, problembeladenen Realität in eine schöne Traumwelt, in der menschliches Leben, Liebe und familiäres Glück gezeigt wird.
Wer, außer miesepetrige Spielverderber, wollte dagegen etwas sagen?
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Kommentar von CKrull
Selten so einen menschenverachtenden kaltherzigen Mist gelesen. "Medienanwalt" Höcker sollte mal ein paar Semester "Menschenrechte" Spezialgebiet "Menschenwürde" belegen, damit der Kompass mal wieder einigermaßen nach Norden zeigt.
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Kommentar von Manfred Sonntag
Warum adoptiert Ihr keine elternlose Kinder aus Kinderheimen? Davon gibt es weltweit sicher sehr sehr Viele, auch Babys. Und alle würden sich freuen bei Euch in einer intakten Familie zu leben und damit sorgenfrei aufwachsen zu können.
Antwort von Alexander Wallasch
zu alt, die Jugendämter achten darauf, dass der Altersunterschied 40 Jahre nicht übersteigt.
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Kommentar von Joachim Winter
ayayay....