Friedensinitiative jetzt: 10. Punkte Friedensplan

Merz’ letzte Chance als Kanzler: Den Krieg beenden helfen

von Alexander Wallasch

Merz muss nach Moskau – jetzt© Quelle: Grok

Dieser Text taugt nicht als finaler Friedensplan – und schon gar nicht als Wahlprogramm. Er ist ein bewusst unvollständiger Diskussionsentwurf, der jetzt sofort in einem Gremium aus Fachleuten inklusive Kritiker der bisherigen Ukraine-Unterstützung überarbeitet werden muss.

Friedrich Merz steht vor seiner letzten realistischen Möglichkeit, als Bundeskanzler noch irgendetwas Bleibendes zu hinterlassen, bevor ihn das kolossale Versagen seiner Regierung aus dem Amt fegt. Seine Zustimmungswerte sind historisch niedrig, die Regierung steckt in einer Dauerkrise, und vor Ablauf der regulären Amtszeit droht ihm ein vorzeitiges Ende.

Ob er diese letzte Chance nutzt, entscheidet sich nicht in weiteren Rüstungsgipfeln. Jetzt muss ein Friedensplan und ein sofortiges Verhandlungspaket kommen. Wenn Merz jetzt nichts Bleibendes hinterlässt, wird er als der Lügenkanzler in Erinnerung bleiben, der vor allem die Rüstung ankurbelte und dann kläglich scheiterte.

Anstatt Deutschland weiter Richtung Kiew ausbluten zu lassen, unsere Sicherheitsarchitektur zu zerstören und weiter auf die Wirtschaftskraft einer neuen Rüstungsindustrie zu setzen, muss Merz jetzt alles versuchen beizutragen, diesen grausamen Krieg zu beenden, soweit das überhaupt in seinen Möglichkeiten liegt und noch darüber hinaus.

Der Konflikt dauert seit dem russischen Angriff im Februar 2022, belastet Europa und seine Menschen massiv und macht das Schlachtfeld zum Friedhof hunderttausender Ukrainer und Russen. Ein Ende ist nur durch intensive Diplomatie mit allen Beteiligten möglich.

Die folgenden 10 Punkte sind selbstverständlich kein endgültiger Plan. Und sie mögen Satz für Satz auch eine Hilflosigkeit in sich tragen. Aber es muss ein Anfang gemacht werden. Sie sind ein laienhafter Ausgangspunkt für ein Gremium aus echten Fachleuten inklusive Kritikern der bisherigen deutschen Unterstützungspolitik. Dieses Gremium muss innerhalb von Tagen zusammenkommen und sofort mit der Arbeit beginnen.

10-Punkte-Entwurf (Aufgabenzettel für das Gremium):

1. Sofort Shuttle-Diplomatie starten
Regelmäßige Reisen nach Moskau, Kiew und New York. Merz sagte am 4. Oktober 2026 in Kiew: „Herr Putin, beenden Sie diesen sinnlosen Krieg! Wir sind bereit für Gespräche … Aber diese barbarischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung der Ukraine müssen aufhören.“ Aufgabe: Ersten Besuchskreis innerhalb von 10 Tagen ansetzen. Kritisch: Reisen allein ändern nichts ohne konkreten Verhandlungsspielraum.

2. Unmittelbaren Waffenstillstand und Energie-Waffenstillstand durchsetzen
Überwachter Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinien plus Schutz der Energieinfrastruktur. Aufgabe: Konkreten Vorschlag mit Zeitplan und neutralem Überwachungsteam vorlegen. Kritisch: Ohne klare Folgeschritte bleibt es eine Atempause für Aufrüstung.

3. Territoriale Realität anerkennen
Aktuelle Frontlinien als Ausgangspunkt einfrieren. Internationale, überwachte Referenden oder Sonderstatus für strittige Gebiete – ohne automatische Annexionsanerkennung. Kissinger (2014): Ukraine sollte „nicht der Vorposten der einen Seite gegen die andere“ sein, sondern „als Brücke zwischen ihnen fungieren“. Kritisch: Territoriale Zugeständnisse sind für die Ukraine politisch extrem schwierig.

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4. Ein Minimum an Sicherheitsgarantien ohne NATO-Beitritt
Belastbare bilaterale Garantien (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, USA). Ukraine erklärt langfristige Neutralität. Putin: „Wenn es keine Neutralität gibt, ist es schwer vorstellbar, dass es gute Nachbarschaftsbeziehungen zwischen Russland und der Ukraine gibt“ (Reuters, 2024). Kritisch: Garantien ohne Artikel-5-Charakter überzeugen die Ukraine oft nicht; Neutralität ist für Russland Kernforderung.

5. Militärische Begrenzungen und Demilitarisierung
Klare Obergrenzen für die ukrainische Armee und eine demilitarisierte oder streng überwachte Zone. Im Gegenzug Stopp russischer Offensiven. Kritisch: Muss präzise und überprüfbar sein, sonst wertlos.

6. Sanktionen schrittweise und konditioniert lockern
Phasenweise Aufhebung gegen nachweisbare Fortschritte. Russland beteiligt sich am Wiederaufbau. Kritisch: Zu frühe Lockerungen senken den Druck zu früh. Zu späte halten die europäischen Kosten unnötig hoch.

7. Humanitäre Sofortmaßnahmen
Vollständiger Gefangenenaustausch, schrittweise geschützte Rückführung von Zivilisten, sichere Korridore. Aufgabe: Liste innerhalb einer Woche vereinbaren.

8. Wiederaufbau ohne deutsche Zahlmeisterrolle und ohne Großinvestor-Prämie

Der Wiederaufbau der Ukraine darf weder Deutschland zum Hauptfinanzierer machen noch großen westlichen Asset-Managern (wie BlackRock und vergleichbaren Häusern) bevorzugten Zugang oder überproportionale Gewinne verschaffen. Stattdessen: Ein strikt konditionierter Mechanismus inklusive Russland.

Deutsche und EU-Mittel bleiben auf technische Koordination, begrenzte Garantien und Transparenzaufsicht beschränkt, nicht auf direkte Zahlungen. Private Investitionen nur unter klaren Regeln: keine Exklusivverträge für große Finanzkonzerne, offene Ausschreibungen, lokale Beteiligung und harte Gewinnabschöpfung bei öffentlichen Mitteln. Aufgabe: Konzept innerhalb von 14 Tagen vorlegen, das die deutsche Haushaltsbelastung minimiert und großen Finanzhäuser ausschließt. Kritisch: Alles, was Deutschland wieder zum Zahlmeister macht oder großen Investoren Vorrang gibt, ist politisch und moralisch nicht tragfähig.

9. Langfristige europäische Sicherheitsarchitektur
Neues Format, das Russland einbezieht (erweiterte OSZE oder vergleichbar), mit vertrauensbildenden Maßnahmen. Kritisch: Frühere Ansätze scheiterten oft an fehlendem Vertrauen.

10. Verifikation und regelmäßige Gipfel
Gemeinsames Überwachungsteam (UN/OSZE) und vierteljährliche Fortschrittsgipfel. Bei Verstößen automatische Rückfallmechanismen. Kritisch: Ohne robuste unabhängige Verifikation bleibt alles auf dem Papier.

Dieser Entwurf ist bewusst unvollständig. Er muss jetzt sofort von einem Gremium aus Fachleuten und Kritikern der bisherigen Linie überarbeitet werden – binnen Tagen. Nur so hat Merz noch eine Chance, als Kanzler etwas Dauerhaftes zu hinterlassen, bevor er vorzeitig aus dem Amt geht.

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