Kanzler verspricht „schnelle spürbare Fortschritte“ bei der Beschaffung von Menschenmaterial für die Front– während Diplomatie abgelehnt wird

Merz und Selenskyj: Hetzjagd auf ukrainische Männer in Deutschland

von Alexander Wallasch (Kommentare: 2)

Der wehrfähige Ukrainer rennt in Deutschland um sein Leben und Merz hat ihm heute noch seine Hetzhunde an die Fährte gehängt.© Quelle: Youtube/Tagesschau, screenshot

Während offiziell über Drohnen und Geld gesprochen wird, geht es in Wahrheit um eines: neues „Material“ für die Schützengräben. Merz verpackt die Botschaft sibyllinisch: Ukrainische Männer in Deutschland sollen zurück an die Front. Ein Skandal.

Präsident Selenskyj wurde heute von Kanzler Merz in Berlin zu sogenannten Regierungskonsultationen empfangen. Nachrichtenportale berichten, im Fokus sollen Drohnenprojekte, zusätzliche Gelder und die militärische Ausrüstung der Ukraine, also die Fortsetzung des Krieges mit kriegerischen Mitteln, gestanden haben. Diplomatie wurde erneut eine Absage erteilt, in dem Sinne, dass Merz vor der Presse erklärte, man werde sich von Moskau keinen Diktatfrieden aufzwingen lassen.

Aber was die großen Medienhäuser verschweigen und was die eigentliche Nachricht ist, wurde von Kanzler Merz sibyllinisch verpackt. Es ging nämlich vor allem auch darum, dass „mein Freund Wolodymyr“ nach Deutschland gekommen ist, um unter den aus der Ukraine nach Deutschland geflohenen ukrainischen jungen, wehrfähigen Männern weiteres Material für seine Schützengräben zu finden. Denn klar ist: Wo es kein Verhandlungsfrieden gibt, muss weiter verreckt werden.

Kanzler Merz sagte heute wörtlich:

„Wir werden uns im Übrigen eng abstimmen, um ukrainischen Staatsbürgern, die bei uns Zuflucht gefunden haben, die Rückkehr in ihre Heimat zu erleichtern. Wir haben erneut deutlich gemacht, dass wir die Bemühungen der Ukraine, die Ausreisen ukrainischer Männer im wehrfähigen Alter zu reduzieren, unterstützen. Das ist unverzichtbar, um die Verteidigungsfähigkeit, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Wiederaufbau der Ukraine auch zu sichern. Wir brauchen hier schnelle spürbare Fortschritte – auch dies im Interesse beider Seiten.“

Nun sind solche Ausreisen aus der Ukraine von deutscher Seite aus gar nicht beeinflussbar. Allenfalls die Einreise weiterer dieser Männer kann verweigert werden, die dann aber nicht aus der Ukraine, sondern über Polen und andere Länder nach Deutschland kommen. Zur Erinnerung: Es gibt keine deutsch-ukrainische Grenze.

Wenn man sie also an der deutschen Grenze abweist, werden sie auch nicht automatisch in die Ukraine zurückgeführt werden. Sibyllinisch deshalb, weil es Merz und Selenskyj natürlich insbesondere auch um die sich bereits in Deutschland befindlichen Männer geht.

Aber nehmen wir Merz beim Wort, dass er auch in der Ukraine selbst die Ausreise junger Männer verhindern will. Wie kann Deutschland bei dieser Hatz helfen? Das kann dann nur durch technisches Gerät, durch Überwachung und zusätzliche Grenzmaßnahmen und Logistik in der Ukraine selbst passieren.

Aber nein, so ist es natürlich nicht gemeint gewesen. Merz hat sich hier nur einen Ausweg offengehalten, nicht direkt über die sich in Deutschland befindlichen Ukrainer sprechen zu müssen. Er weiß um die Gegenwehr, die solche Menschentransporte an die Front zum Verrecken auslösen.

Aber genau das ist natürlich das Ziel und deshalb auch der Nachsatz vor der Presse: „Wir brauchen hier schnelle spürbare Fortschritte – auch dies im Interesse beider Seiten.“

Solche spürbaren Fortschritte können aktiv von deutscher Seite aus nur durch Ausreisen passieren. Die Unity Hubs, die in Deutschland längst heimlich ohne Adresse eingerichtet wurden, sollen ukrainischen Männern mit bürokratischer Hilfe deutscher Institutionen, Behörden und Ministerien nachgestellt werden. Es geht darum, neues Material für die Schützengräben zu finden. Die Ukrainer sollen in den Schützengräben in wenigen Stunden oder Tagen verrecken, um diesen Krieg weiter am Laufen zu halten, aus welchen Interessen auch immer und mit welchem Hintersinn.

Weiterlesen nach der Werbung >>>

Ihre Unterstützung zählt

Mit PayPal

Jetzt werden auch in konservativen und rechten Kreisen immer wieder Stimmen laut, die sagen: Besser die Ukrainer als unsere deutschen Jungs und Männer – jedenfalls – zynischer Nachsatz – die, die nicht arbeiten. Aber es ist für Männer und Jungs jeder Nation genauso endgültig, an der Front zu verrecken. Beide sind zu unterstützen und zu schützen. Oder jedenfalls nicht gegeneinander aufzurechnen, wenn man beides verhindern kann.

Dieser Krieg ist nicht unser Krieg. Und wenn ukrainische Männer sich entscheiden, dass es auch nicht ihr Krieg sein soll, dann ist auch das uneingeschränkt zu unterstützen. Und schließlich hat man diesen Männern zu einem bestimmten Zeitpunkt die Einreise nach Deutschland gewährt, mit genau dieser Schutzoption und genau diesen Überlegungen! Deshalb sind sie hier und jetzt auch zu schützen und schützenswert.

Wenn es um zivilen Ungehorsam geht, sind die Deutschen im Moment besonders gefragt. Jetzt gilt es, mehr zu tun, als nur die Backen aufzublähen.

Nochmal zur Verdeutlichung: Selenskyj kommt nach Berlin, um sich mit Merz gemeinsam zu überlegen, wie und in welcher Geschwindigkeit die wehrfähigen Ukrainer in Deutschland wieder in die Ukraine zurückgeschickt werden können.

Aber als der syrische islamistische Übergangspräsident hier war und es darum ging, wie schnell eine Million Syrer nach Hause kommen, wurde Merz anschließend vom syrischen Staatschef – als der in England eine weitere Station machte – auf offenem Podium verlacht, als er amüsiert in etwa erklärte: Nein, die 80 Prozent Zurückweisung seien nicht von ihm vorgeschlagen worden. Und ein syrischer Minister legte grinsend nach, dass diese deutschen Syrer zukünftig das Faustpfand seien, um deutsche Erpressungsgelder nach Syrien schaffen kann. Erdogans Vorbild ist hier eins zu eins die Blaupause.

Ist der Kanzler ein bigotter Feigling? Friedrich Merz hat jedenfalls allen aufrechten Deutschen im Moment des Treffens mit Selenskyj klargemacht, dass jetzt ein ziviler Ungehorsam Gebot der Stunde sein muss.

Und auch die Kirchen sind an der Stelle gefragt, einmal sinnvoll Kirchenasyl anzubieten, nämlich Menschen, die tatsächlich in Gefahr sind, Leib und Leben zu verlieren, und nicht über fünfzehn Ländergrenzen und tausende Kilometer hinweg sich in ein Wohlstandsland geflüchtet haben, um es sich in Deutschland in der sozialen Hängematte gemütlich zu machen.

Der Ukrainer rennt in Deutschland um sein Leben und Merz hat ihm heute noch seine Hetzhunde an die Fährte gehängt. Gemeinsam mit der Selenskyj-Kriegsregierung, die mit ihren Häschern wartet, um die jungen Männer gegen den Angreifer Russland an der Front verbluten zu lassen. Verhandlungen wurden abgesagt, Merz und Selenskyj verkünden stattdessen, dass Russland nicht gewinnen kann.

Nachtrag: Jetzt darf man auf einem Nebengleis gespannt schauen, wie sich Ex-Journalist Ulf Poschardt, Herausgeber der Welt, aktuell verhält. Ob er zu einem Abendessen mit Selenskyj seinen Ukraineverdienstorden an sein Jackett heften wird oder nicht. Wer dazu Informationen oder Bilder hat, bitte kommentieren.

(Bild: Grok)

Ihre Unterstützung zählt

Mit PayPal

Einen Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen. Aufgrund von zunehmendem SPAM ist eine Anmeldung erforderlich. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Kommentare