Wer soll diese Unterscheidung denn noch aussprechen, wenn nicht wir?

Millionen Ukrainer sind die Leidtragenden des Krieges – Wir sind natürlich pro Ukraine

von Alexander Wallasch

Von einer Kriegspolitik gegen die Menschen© Quelle: Pixabay/Engin_Akyurt

Aber pro Ukraine zu sein kann nicht bedeuten, automatisch diesen Wahnsinn aus immer neuen, kriegsverlängernden Waffenlieferungen und Milliardenzahlungen mitzutragen, von denen teilweise beträchtliche Summen versickern. Es bedeutet vor allem nicht, ernsthafte diplomatische Anstrengungen zu verweigern! Und es bedeutet schon gar nicht, die fortgesetzte Befeuerung dieses Krieges mit immer weiter anwachsenden wirtschaftlichen Interessen zu verknüpfen.

Bei Trump war es zunächst das Versprechen, den Krieg innerhalb von 24 Stunden zu beenden. Dann waren es drei Monate. Schließlich das Versprechen der Europäer, sämtliche Waffen bei ihm zu kaufen. Also dann: Make America Great Again!

Und immer wieder Friedrich Merz, der sich hinstellt und die deutsche Wirtschaft mithilfe der Rüstungsindustrie sanieren will. Und der seinen ehemaligen Arbeitgeber BlackRock mit dem Wideraufbau noch reicher machen will und den die Zeche zahlenden deutschen Steuerzahler noch ärmer. Weiß eigentlich jemand etwas über das Aktienportfolio – herrje, ich weiß es nicht einmal, nennt man da so? – von Merz?

Das alles soll pro Ukraine sein? Das verdammte genaue Gegenteil ist doch der Fall! Wer die Interessen der Ukraine und vor allem das Schicksal ihrer Menschen ernst nimmt, muss sich gegen eine Politik stellen, die den Krieg immer weiter verlängert und dabei zunehmend eigene wirtschaftliche und geopolitische Interessen verfolgt.

Wir sind pro Ukraine. Wir sind pro ukrainische Menschen. Wir sind keine Feinde der Ukraine. Aber wir sind erklärte Feinde einer Politik, die vorgibt, in ihrem Namen zu handeln, und dabei genau das Gegenteil bewirkt.

Und wer soll diese Unterscheidung denn noch aussprechen, wenn nicht wir?

Und wenn man das konsequent zu Ende denkt, müssten Akteure wie Propaganda-Ordensträger Ulf Poschardt eigentlich als das gelten, was sie mit ihrer Haltung sind: Feinde der Ukraine – genauer gesagt: Feinde der ukrainischen Menschen.

Denn wer eine Politik unterstützt, die den Krieg immer weiter verlängert und die Interessen der Menschen in der Ukraine den eigenen politischen und wirtschaftlichen Interessen unterordnet, handelt nicht in ihrem Sinne. Auch wenn er ständig behauptet, pro Ukraine zu sein.

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