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Mordfall Illerkirchberg - Der Elefant im Raum ist ein alter Bekannter: Die politisch gewollte Massenmigration

von Alexander Wallasch (Kommentare: 2)

Erkennen Abgeordnete eine persönliche Verantwortung grüner Migrationspolitik?© Quelle: Youtube / WELT

Ich frage es mich bei vergleichbar grausigen Taten und frage es mich jetzt wieder: Wie fühlt sich der Mord an einem 14-jährigen Mädchen für Politiker und für Medienleute an, deren politische Entscheidungen und ihre Berichterstattung eine vielfach illegale Massenzuwanderung noch befördert haben?

Die grüne Fraktionsvorsitzende MdB Britta Haßelmann twittert zum Mordfall, dass sie die „furchtbare Nachricht aus Illerkirchberg erschüttert“. Ihr Mitgefühl gelte „den Familien, Angehörigen und Freundinnen und Freunden“.

Ich will der Abgeordneten Haßelmann abnehmen, dass sie betroffen ist. Und ich finde es nötig und wichtig, dass sie diesen Mord und ihre Gefühlslage in den sozialen Medien thematisiert.

Aber was ich mich dann weiter frage, ist, ob die Abgeordnete hier auch eine persönliche Verantwortung grüner Migrationspolitik erkennt. Kann man einen Zusammenhang zwischen der massiven Beförderung illegaler Migration und diesem Mord ausblenden? Gibt es diesen Zusammenhang nicht für Frau Haßelmann? Angenommen, sie käme in die Situation, wie stände sie den Eltern des Mädchens gegenüber?

Neben Frau Haßelmann hat auch der grüne Bundestagsabgeordnete Marcel Emmerich seine Trauer zum Ausdruck gebracht, es bräche ihm das Herz, schreibt er.

Ich wollte herausfinden, wie er darüber denkt und bat Emmerich um ein kurzes Interview-Gespräch. Die Büroangestellten des Abgeordneten waren freundlich und gesprächsbereit, Emmerich hingegen nicht. Er will mit mir nicht über den Mord sprechen.

Ich habe Marcel Emmerich angeboten, meinen Lesern direkt aus seinem Ulmer Wahlkreis zu berichten. Ich gab ihm Gelegenheit, in diesem regionalen Kontext die Migrationspolitik seiner Fraktion und der Bundesregierung zu erklären, aber Emmerich war zu keinem Austausch bereit.

Auf der Suche nach weiteren grünen Gesprächspartnern bin ich die Twitter-Accounts der weit über einhundert grünen Bundestagsabgeordneten der Reihe nach durchgegangen, um nach ihren Stellungnahmen oder Beileidsbekundungen zum Mordfall zu suchen.

Mit einem für mich erschreckenden Ergebnis: Jedenfalls bis zum Buchstaben H waren kaum Kommentare zu finden. Was habe ich bis dahin an Twitter-Aktivitäten gesichtet aus den letzten Tagen? Mehrere Abgeordnete hatten eine Berichterstattung über Jan Böhmermann geteilt. Und ich sah besonders viele Ukraine-Flaggen in den Profilen und in den Kopfbannern der Grünen-Accounts.

Überrascht haben mich eine Reihe von mir gänzlich unbekannten grünen Abgeordneten, von denen man in der öffentlichen Wahrnehmung kaum etwas hört. Man kann annehmen, das seien die fleißigen Arbeitsbienen, die sich im Hintergrund um bestimmte Fachthemen kümmern, wie beispielsweise Verkehr, Tierschutz oder Gesundheit. Politiker, die ihren Twitter-Account fast ausschließlich für ihre Fachthemen nutzen.

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Die grüne Fraktion ist auch auf Twitter gut miteinander vernetzt. Vieles wird geteilt, vor allem dann, wenn es von grünen Funktionären kommt, die im Rampenlicht stehen. Der Tweet von Frau Haßelmann zum Mord an der 14-Jährigen wurde nicht geteilt – jedenfalls nicht bis zum Buchstaben H.

Erschwerend: Mit jedem neuen Detail zum Mord wird klarer, dass die Grünen hier kommunikativ in einer doppelt misslichen Lage sind. Jedenfalls dann, wenn die Angaben stimmen, dass es sich bei der Ermordeten um eine Deutsche mit türkisch-alevitischem Hintergrund handelt. Hier ist der Blickwinkel der Politik auf dieses Mädchen noch einmal eine ganz anderer, aber nicht notwendigerweise.

Am späten Vormittag war Thomas Strobl, der Innenminister von Baden-Württemberg, vor Ort, gemeinsam mit dem türkischen Botschafter, der aus Berlin eingeflogen worden war. Strobl sagte unter anderem:

„Ich möchte an dieser Stelle freilich sehr deutlich sagen: Wir haben keinerlei Erkenntnisse auf eine politische oder religiöse Motivation dieser Straftat.“

Und es klingt dann fast, als wäre es ohne solche Hintergründe irgendwie weniger schlimmer. Wenn in den sozialen Medien jetzt öfter darauf hingewiesen wird, diesen Mord nicht zu instrumentalisieren, sondern zu trauern, was bedeutet dann diese Aussage von Strobl? Ist das keine politische Instrumentalisierung?

Britta Haßelmann twittert:
„Die furchtbare Nachricht aus #Illerkirchberg erschüttert mich. Mein Mitgefühl gilt den Familien, Angehörigen und Freundinnen und Freunden.“

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