Morgendämmerung eines Hetzer der T-Online Chefredaktion

Dienst an der Gesellschaft: „Lassen Sie sich die Spritze geben.“

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Dienst an der Gesellschaft: „Lassen Sie sich die Spritze geben.“
Rückblickend könnte dieser bei T-Online veröffentlichte Hetzartikel zu einer Belegstelle dafür werden, warum in Deutschland Menschen wieder ausgegrenzt, verfolgt und entrechtet wurden. © Foto: Unsplash / Daria Kraplak

Florian Harms ist heute Chefredakteur bei T-Online und war es davor beim Spiegel. Und Florian Harms ist zur Zeit einer der auffälligsten Hasser und Hetzer, die das Land ertragen muss. Florian Harms trägt Verantwortung und er wird sich dieser Verantwortung früher oder später stellen müssen.

Wenn spätere Generationen analysieren wollen, an welcher Stelle der Graben quer durch die Gesellschaft unüberbrückbarer wurde und die Demokratie nachhaltig Schaden nahm, dann könnte ein Text vom 20. November 2021, veröffentlicht um 5:30 Uhr, dafür hilfreich sein.

Harms hämmert seine hetzerischen Zeilen direkt mittenhinein in die Menge der Impfkritiker. Er schimpft und zetert wild:

„Also hören Sie endlich auf mit Ihren absurden Befindlichkeiten und lassen Sie sich die Spritze geben.“

Bevor wir ins Detail gehen, soll ihm hier stellvertretend die große Publizistin Hannah Arendt mit einem ihr zugeschriebenen Zitat den Fehdehandschuh hinwerfen: "Niemand hat das Recht zu gehorchen“.

Dieser Florian Harms ist vollkommen außer Kontrolle geraten. Und es war niemand Mutiges mehr da bei T-Onlinen oder sonst wo, der seinen Einfluss gegen Harms in die Waagschale werfen mochte, ihm seinen Hetzartikel um die Ohren zu hauen.

Der Schreibtischtäter Harms schimpft den ungeimpften Teil seiner Leserschaft Totmacher: „Sie machen sich mitschuldig am Tod weiterer Menschen, indem Sie das Virus verbreiten.“

Aber wie kommt Harms auf diese absurde Idee? Infizierte Ungeimpfte wären „länger ansteckend als Geimpfte.“, schreibt er so halbwissend hintendran. Dass es sich hier wenn, dann nur noch um Nuancen handelt, gestehen sich mittlerweile allerdings schon die Staatswissenschaftler in Merkels Gefolge ein.

Das ein infizierter Ungeimpfter der Genesene von morgen sein könnte, kommt Florian Harms ebenfalls nicht in den Sinn. Der Hetzer im Gewand des Journalisten hat den letzten Rest eines gesunden Menschenverstandes unter das Diktat einer Obrigkeitshörigkeit gestellt. Harms wandelt in Persona ein diffamierendes sich hartnäckig haltendes Klischee über ein ganzes Volk in den real existierenden Deutschen um.

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Florian Harms schäumt gegen jeden Ungeimpften: „Hören Sie endlich auf mit Ihren absurden Befindlichkeiten und lassen Sie sich die Spritze geben. Jetzt. Das ist Ihre Pflicht als Dienst an der Gesellschaft.“

Aber damit längst nicht genug: Der Un-Journalist ist schon vollkommen entfesselt und droht den Ungeimpften mit der Triage, falls diese nach der Predigt von Harms die Impfung immer noch verweigern würden:

„Falls Sie die Impfung jedoch weiter verweigern und an Covid-19 erkranken sollten, werden die Ärzte sehr genau abwägen, wie sie Sie behandeln. Im Falle von Triage-Entscheidungen – die uns jetzt in vielen deutschen Kliniken bevorsteht – werden Patienten mit besseren Überlebenschancen bevorzugt. Sie als Ungeimpfter also eher nicht. Sie spielen mit Ihrem Leben.“

Mit anderen Worten: Wir lassen sie unbehandelt verrecken, wenn sie sich nicht sofort impfen lassen. Selbstredend kein Wort bei Harms darüber, dass die Zahl der Intensivbetten in den letzten zwölf Monaten um 6000 Betten zurückgefahren wurde. Harms hat auch keine Fragen Richtung Politik. Bei ihm wuchert nur noch der Gehorsam eines Diederich Heßling gepaart mit der ideologischen Überzeugung einer Annalen Baerbock und dem Willen zur Vernichtung des Gegners aus der Zeit des deutschen Journalismus der dreißiger Jahre.

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Florian Harms schickt via T-Online einen vergifteten Morgengruß ins Land, bald so, als wolle er den ruandischen Hetzfunk von 1994 beerben: „Worte können etwas bewirken“, schreibt er sich selbst ins Gebetsbuch.

Nein, er hat es sogar für Olaf Scholz vorgeschrieben, der nämlich soll als zukünftiger Bundeskanzler die Worte von Harms ins Land hinausrufen. Was sich hier Raum sucht, ist tatsächlich der ideologische Wahn eines selbsternannten Kommandeurs einer Antifa-Impfen-ist-Liebe-Schlägertruppe.

Olaf Scholz soll Florian Harms nachsprechen, fordert Florian Harms:

„Stellen Sie sich vor, Olaf Scholz hätte den Mut, (…) diese Worte zu sprechen. Es hätte eine Wirkung. Vielleicht eine ähnlich starke Wirkung wie Helmut Schmidts Fernsehansprache im deutschen Herbst 1977, als er alle Bürger verpflichtete, mit Hinweisen bei der Ergreifung der RAF-Terroristen zu helfen. Das war der Auftritt eines echten Staatsmanns.“

Ist das nicht vollkommen absurd? Und wenn Scholz sich nicht von Harms soufflieren lässt, dann wäre Scholz „kein echter Staatsmann. Er ist höchstens ein Staatsmännchen.“, findet Florian Harms.

Seine Publikumsbeschimpfung kocht an der Person Olaf Scholz direkt über: „Wenn er den Mund aufmacht, kommen Schwurbelsätze heraus, die bei den Zuhörern zum einen Ohr hinein und zum anderen hinausgehen.“

Florian Harms hat sich in abstoßenden Allmachtsfantasien verloren. Nach seiner Hassrede soll man sich auch noch ein Podcast von ihm anhören, fordert er. Und wenn man das dann brav erledigt hat, wird man von diesem ehemaligen Journalisten noch auf seine Weise verabschiedet:

„Und wenn Sie uns fertig zugehört haben, haben Sie sich ein wenig heitere Musik verdient, damit Sie frohgemut ins Wochenende starten können. Ich habe da etwas Feines für Sie.“

Was für ein unerträglicher Mensch. Und von Florian Harms zum Abschluss empfohlene Larifari-Pullermann-Musik passt dann perfekt ins Bild, sie kommt genauso verlogen harmlos daher, wie der Geranienblumentopf in der Fensterbank des Lagerkommandanten.

Jay Jay Johanson (Tattoo) A Letter to Lulu Mae

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