Internationale Agenturen für Leihmutterschaft machen mittlerweile einen Umsatz von knapp zwanzig Milliarden Euro. Davon fällt ein erheblicher Anteil auf die großen US-amerikanischen Anbieter und Billiganbieter in der Ukraine (vor dem Krieg), Georgien, Mexiko, Kolumbien und zunehmend auch in Asien.
Im gesamten internationalen kommerziellen Markt soll der Anteil schwuler Kunden bei über einem Drittel liegen, exakte Zahlen gibt es dazu nicht. In reinen „gay-friendly“ Agenturen oder US-Programmen liegt er oft bei über 50 Prozent.
Ich habe mir „Physicians Surrogacy“ genauer angeschaut. Ein kleiner bis mittlerer Anbieter mit Sitz in San Diego, Kalifornien. Das Unternehmen ist deshalb interessant, weil es sein Produkt deutlich offensiver bewirbt als vergleichbare Anbieter. „Physicians Surrogacy“ positioniert sich als eine der Top-Agenturen für „gay couples“ in Vergleichslisten und feiert Pride Month aktiv mit Fokus auf LGBTQ+-Familien.
Als Kunden ausdrücklich beworben werden schwule Paare, alleinerziehende schwule Väter und internationale LGBTQ+-Kunden.
Hier im Anhang werden Auszüge aus dem Angebot des Unternehmens unkommentiert abgebildet. Die Informationen wurden von „Physicians Surrogacy“ zuletzt am 23. Juli 2026 aktualisiert. Die Infos richten sich an potentielle Leihmütter und Kunden, die so transparent lesen sollen, wie man im Haus mit den Frauen umgeht.
Die Überschrift des Artikels lautet: „Do Surrogates Get Attached to the Baby? Here’s What Science Says“. Übersetzt: „Binden sich Leihmütter an das Baby? Das sagt die Wissenschaft dazu“.
Nichts daran ist beruhigend. Das begleitende Gefühl beim Lesen: Hier erfährt man etwas, das sich falsch und verstörend anfühlt. Hinzu kommt eine unerträgliche Werbesprache der Leihmutter-Unternehmer inklusive einer offensichtlichen Verdrehung von Tatsachen, die betroffen macht.Psychologen bieten hier im Kampf gegen die Natur alles auf, was ihr Werkzeugkasten an schwarzer Magie zu bieten hat. Das alles erinnert an die besonders düsteren Seiten etwa von NLP und Scientology.
Die Bebilderung der Webseite (Titelbild hier) gibt preis, was hier passiert. Man sieht zwei Männer, die sich küssen und ein Selfie von sich machen. Einer der Männer hält einen Teddy in der Hand. Ach ja, dann ist da noch ein Baby, das eigentlich im Mittelpunkt der Geschichte stehen sollte. Aber es fällt fast aus dem Bild. Besser hätte man die Unnatürlichkeit der Leihmutterschaft für „Gay Couples“ kaum illustrieren können.
Für eine Vater-Mutter-Kind-Szene wäre so etwas undenkbar, da stünde selbstverständlich das Kind schützend in der Mitte und bekäme vielleicht einen Kuss auf das Köpfchen, die Eltern wären dem Kind zugewandt und nicht ausschließlich sich selbst. Das Kaufkind als teures Accessoire. Teuer als ein Teddy, aber doch billiger als der rosa Ferrari vor der Tür.
Der blanke Horror steckt mitunter in ganz einfachen Sätzen wie diesem hier, der sich nach der Geburt an die Leihmutter – jetzt als die leere Hülle – richtet:
„Es ist wichtig, das Körperliche vom Emotionalen zu trennen – nur weil Sie bei einem Hundefutter-Werbespot weinen, heißt das nicht, dass Sie das Baby zurückhaben wollen.“
Es folgen beruhigende Worte, die allerdings für alle Vater-Mutter-Eltern wie der blanke Horror klingen werden:
„Nachdem das Baby mit seiner Familie nach Hause gegangen ist, kehren auch Sie zu Ihrer Familie zurück.“
Ach so: Es kann, heißt es weiter an die Leihmutter gerichtet, einen „vorübergehenden Baby-Blues“ geben. Das sei aber „kein Bedauern – nur Biologie“, trösten diese Mediziner des Grauens. Das sei, ergänzen sie listig:
„Mögliche Trauer darüber, dass die intensive Beziehung zu den Wunscheltern nachlässt“.
Und dann noch ein paar Worte zum Ablauf danach:
„Manche Leihmütter möchten das Baby vor der Übergabe sehen und ihm kurz und herzlich „Hallo“ sagen. Andere ziehen es vor, dass das Baby direkt zu den Eltern gebracht wird, damit sofort Hautkontakt hergestellt werden kann.“
Wieder die Psychologen des Unternehmens wissen es besser:
„Sich weniger darum zu kümmern, das Baby ‚zu behalten‘, machte die Leihmütter nicht trauriger – es machte sie emotional stabiler. Erfahrene Leihmütter entwickeln (…) eine Fähigkeit, die Forscher als ‚Abgrenzung‘ bezeichnen. Du baust eine Bindung zur Schwangerschaft auf, nicht zur Identität des Kindes.“
Und dann der Tipp der Psychologen:
„Vielleicht streichelst du deinen Bauch und sagst: ‚Okay, mein Kleines, deine Mama und dein Papa werden sich riesig freuen, dich kennenzulernen.‘ Fällt dir die Wortwahl auf? Es geht immer um sie.“
Und dass das alles zudem dem Baby nutze, wird behauptet:
„Leihmütter zeigten eine geringere emotionale Bindung zum Fötus – während sie gleichzeitig mehr Sorgfalt für dessen körperliche Gesundheit aufbrachten.“
Und der Psychologe des Hauses erneut:
„Man nennt es kognitive Umstrukturierung – die mentale Umdeutung, die Leihmütter ganz natürlich vornehmen, indem sie sich selbst eher als Trägerinnen denn als Mütter betrachten.“
Und dann ist es Zeit, die leere Hülle mit ein paar sanften hohlen Worten zu entlassen, die man nicht mehr weiter kommentieren muss. Hier wird die Katze aus dem Sack gelassen, hier geht’s um die Kohle:
„Sie sind die Heldin dieser Geschichte. Sie verlieren nichts. Sie gewinnen den Stolz, zu wissen, dass Sie etwas Außergewöhnliches geleistet haben. Sie gewinnen finanzielle Sicherheit für die Zukunft Ihrer eigenen Familie. Die abschließende Vergütungszahlung ist eine konkrete Erinnerung daran, was diese Reise für die Zukunft deiner eigenen Familie bedeutet.“
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Ihre Unterstützung zählt
Im Folgenden die komplette Übersetzung des Textes unkommentiert:
Inhaltsverzeichnis
· Warum Leihmütter nicht den Herzschmerz empfinden, den andere erwarten
· Wie das Auswahlverfahren für Leihmütter Ihre emotionale Gesundheit schützt
· Wie Ihre Beziehung zu den Wunscheltern die Bindung prägt
· Wie sich die Bindung einer Leihmutter während der Schwangerschaft tatsächlich anfühlt
· Binden sich Leihmütter bei der Geburt an das Baby? Was wirklich passiert
· Leihmütter nach der Geburt: Was der Hormonschwund wirklich bedeutet
· Warum sich die emotionale Unterstützung bei einer von einem Frauenarzt betreuten Leihmutterschaft anders gestaltet
· Sind Sie bereit herauszufinden, ob Sie als Leihmutter in Frage kommen?
· Häufig gestellte Fragen
Binden sich Leihmütter an das Baby? Das ist wahrscheinlich die Frage, die dir am häufigsten gestellt wird. Deine Mutter wird sie stellen. Deine beste Freundin wird sie stellen. Sogar diese neugierige Dame in der Schlange im Supermarkt, die deinen Babybauch bemerkt, wird sie stellen.
„Wie kannst du ein Baby nur hergeben, nachdem du es neun Monate lang ausgetragen hast?“ oder „Wirst du dich nicht zu sehr an das Baby binden?“
Wenn du darüber nachdenkst, Leihmutter zu werden, halten dich diese Fragen vielleicht sogar nachts wach. Es ist völlig normal, sich Gedanken darüber zu machen, wie du dich fühlen wirst. Eine Schwangerschaft ist eine zutiefst emotionale, hormonelle und körperliche Erfahrung – es ist schwer vorstellbar, all das durchzumachen, ohne am Ende ein Baby mit nach Hause zu nehmen.
Doch die Wissenschaft zeigt tatsächlich Folgendes: Binden sich Leihmütter an das Baby? Ja – aber nicht so, wie die Leute annehmen. Mehr als 30 Jahre wissenschaftlich geprüfte Forschung liefern ein einheitliches, beruhigendes Bild. Die Bindung ist echt, aber anders. Und für die überwiegende Mehrheit der Leihmütter fühlt sich die Übergabe wie eine Ziellinie an, nicht wie ein Verlust.
Hier bei Physician’s Surrogacy möchten wir diesbezüglich vollkommen offen sein. Es geht nicht darum, ein Kind „aufzugeben“, sondern darum, ein Kind an die Eltern „zurückzugeben“, die schon seit Jahren von ihm träumen.
Wichtigste Erkenntnisse
Seit über 30 Jahren belegen begutachtete Forschungsergebnisse, dass Leihmütter eine messbar geringere pränatale Bindung aufbauen als andere werdende Mütter – eine gesunde, adaptive Reaktion.
Bei der Gestationsleihmutterschaft teilt das Baby keinerlei DNA mit der Leihmutter – eine biologische Tatsache, die von Anfang an eine natürliche emotionale Grenze schafft.
Eine bahnbrechende 20-jährige Follow-up-Studie ergab, dass keine der Leihmütter Anzeichen von Depressionen oder Bedauern zeigte – die meisten hatten auch Jahrzehnte später noch positive Gefühle bezüglich dieser Erfahrung.
Weniger als 0,1 % der Leihmutterschaftsvereinbarungen enden jemals in einem Sorgerechtsstreit – das Szenario, bei dem die Leihmutter das Baby behält, ist fast ausschließlich Hollywood-Fiktion.
Bei Physician’s Surrogacy sind unser von Ärzten konzipiertes Screening und die 3–6-monatige Betreuung nach der Entbindung darauf ausgerichtet, Ihre emotionale Gesundheit zu schützen – nicht nur die des Babys.
Warum Leihmütter nicht den Herzschmerz empfinden, den die Leute erwarten
Um zu verstehen, warum Leihmütter nicht diesen welterschütternden Herzschmerz empfinden, den die Leute erwarten, muss man sich die Ausgangsbasis ihrer Denkweise vor Augen führen.
Wenn man mit dem eigenen Kind schwanger ist, dreht sich bei jedem Tritt und jedem Ultraschall alles um die zukünftige Familie. Man sucht Namen aus, streicht das Kinderzimmer und malt sich das Leben mit einem Neugeborenen aus.
Bei der Leihmutterschaft ist die Denkweise völlig umgekehrt – und zwar vom allerersten Tag an.
Die „Extreme-Babysitting“-Mentalität
Die meisten Frauen, mit denen wir zusammenarbeiten, bezeichnen sich selbst als „Extreme-Babysitterinnen“ oder „vorgeburtliche Kindermädchen“. Man weiß vom ersten Tag an, dass dieses Baby nicht das eigene ist. Man sorgt dafür, dass es sicher, warm und satt ist, bis die Eltern es übernehmen können.
Stell es dir so vor: Wenn du ein Wochenende lang auf deine Nichte oder deinen Neffen aufpasst, liebst du sie, fütterst sie und kuschelst mit ihnen. Aber wenn deine Schwester kommt, um sie abzuholen, bist du nicht am Boden zerstört. Du freust dich, dass sie wieder vereint sind – und bist ehrlich gesagt auch ein bisschen erleichtert, wieder in dein eigenes Bett zurückkehren zu können. Leihmutterschaft ist genauso, nur in einem viel größeren, neunmonatigen Maßstab.
Wie eine unserer Leihmütter erzählte: „Ich war stolz darauf, mein riesiges Leihmutter-Baby abzugeben. Ich wollte, dass meine IPs [Wunscheltern] die Geburt und den ersten Schrei ihres Kindes erleben.“
Forscher haben einen Begriff für das, was sie beschrieb. Man nennt es kognitive Umstrukturierung – die mentale Umdeutung, die Leihmütter ganz natürlich vornehmen, indem sie sich selbst eher als Trägerinnen denn als Mütter betrachten. Das ist keine Verleugnung. Es ist eine ausgefeilte psychologische Anpassung, die in Studien durchweg mit positiven emotionalen Ergebnissen in Verbindung gebracht wird.
Die wissenschaftlichen Grundlagen der Leihmutterschaft
Die Wissenschaft steht hier wirklich auf Ihrer Seite. Bei Physician’s Surrogacy bieten wir ausschließlich Leihmutterschaft an. Das bedeutet, dass das Baby in keiner Weise genetisch mit Ihnen verwandt ist.
Der Embryo wird mittels IVF (In-vitro-Fertilisation) erzeugt, in der Regel aus der Eizelle der Wunscheltern und dem Sperma des Wunschvaters (oder von Spendern). Sie stellen den „Backofen“ zur Verfügung, aber das „Brötchen“ besteht zu 100 % aus deren DNA. Diese biologische Realität schafft eine natürliche emotionale Grenze. Sie geben kein Stück von sich selbst weiter; Sie tragen das Baby einer anderen Person aus.
Eine Studie aus dem Jahr 2018 in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“ verglich 50 Leihmütter mit 69 passenden werdenden Müttern. Leihmütter zeigten eine geringere emotionale Bindung zum Fötus – während sie gleichzeitig mehr Sorgfalt für dessen körperliche Gesundheit aufbrachten. Bessere Ernährung. Kein Alkohol. Größere Sorgfalt bei der Schwangerschaftsvorsorge. Sie setzten sich voll und ganz für das Wohlbefinden des Babys ein, ohne emotional mit dessen Identität verschmolzen zu sein. Es wurde kein Anstieg von Depressionen festgestellt.
Die meisten Leihmütter handeln aus Altruismus – aus dem aufrichtigen Wunsch heraus, einer Familie zu helfen, die aus eigener Kraft keine Kinder bekommen kann. Eine Studie in der Fachzeitschrift „Fertility and Sterility“ ergab, dass diese altruistische Motivation einer der stärksten Prädiktoren für ein gesundes emotionales Ergebnis ist. Du suchst kein weiteres Baby. Du hilfst jemand anderem, sein eigenes zu bekommen.
ERGEBNISSE DER LÄNGSTEN STUDIE:
Eine Studie aus dem Jahr 2025 https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12864146/ , die in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“ veröffentlicht wurde, begleitete Leihmütter über einen Zeitraum von 20 Jahren – die längste Nachbeobachtungsphase, die jemals durchgeführt wurde. Keine einzige Leihmutter zeigte Anzeichen einer klinischen Depression oder zeigte Reue. Die meisten blickten auch zwei Jahrzehnte später noch positiv auf diese Erfahrung zurück.
Wie das Screening für Leihmütter Ihre emotionale Gesundheit schützt
Ein emotionaler Weg, der von Gesundheit geprägt ist, entsteht nicht durch Zufall. Er entsteht, weil wir uns darauf vorbereiten. Wir nehmen Sie nicht einfach in unser Programm auf und hoffen auf das Beste – unser von Ärzten entwickelter Screening-Prozess dient ausdrücklich dem Schutz Ihres Herzens und Ihrer psychischen Gesundheit.
Die American Society for Reproductive Medicine (ASRM) schreibt für alle Leihmütter eine psychologische Begutachtung vor, bevor Verträge unterzeichnet werden. Unser Screening geht über diese Richtlinien hinaus – das ist einer der Gründe, warum unser Leihmutterschaftsprogramm weniger als 8 % der Bewerberinnen akzeptiert.
Der dreiteilige Auswahlprozess
Bei Physician’s Surrogacy wenden wir einen dreiteiligen Ansatz an, um sicherzustellen, dass Sie wirklich bereit sind:
Das klinische Gespräch. Wir setzen uns zusammen und führen ein ehrliches, tiefgehendes Gespräch. Wir sprechen darüber, warum Sie diesen Schritt gehen möchten. Wir betrachten Ihr Unterstützungsnetzwerk – haben Sie Menschen, die hinter Ihnen stehen? Ist Ihr Partner voll und ganz mit an Bord? Wir müssen sicher sein, dass Sie diesen Weg nicht alleine gehen werden.
Psychosoziale Untersuchung. Hier geht es nicht um „bestanden“ oder „nicht bestanden“ – sie hilft uns, ein Bild von Ihrer Persönlichkeit zu gewinnen. Wie gehen Sie mit Stress um? Wie verarbeiten Sie Emotionen? Außerdem hilft sie uns dabei, Sie mit Wunscheltern zusammenzubringen, die zu Ihrem Kommunikationsstil und Ihren Grenzen passen.
Überprüfung der Unterlagen. Wir sehen uns Ihre medizinische und persönliche Vorgeschichte an. Wir achten dabei auf Stabilität. Sollten Sie in letzter Zeit größere Veränderungen in Ihrem Leben erlebt haben oder noch unbewältigte Trauer mit sich tragen, bitten wir Sie möglicherweise, noch etwas zu warten. Wir möchten, dass Sie diese Reise in bestmöglicher Verfassung beginnen.
Im Rahmen dieses Verfahrens wird nach Warnsignalen wie einer Vorgeschichte von postpartaler Depression oder unrealistischen Erwartungen gesucht. Wenn wir solche Anzeichen feststellen, bedeutet das nicht, dass Sie ein schlechter Mensch sind – es bedeutet lediglich, dass eine Leihmutterschaft Sie derzeit möglicherweise zu sehr unter Druck setzen würde.
Außerdem setzen wir voraus, dass Sie bereits ein eigenes Kind zur Welt gebracht haben und dieses großziehen. Sie wissen, wie sich Schwangerschaftshormone anfühlen. Sie wissen, wie sich die emotionalen Schwankungen in der Zeit nach der Geburt anfühlen. Und vor allem: Sie haben bereits eine eigene Familie, zu der Sie nach Hause gehen können.
WAS FORSCHUNG ZEIGT: WER WIRD LEIHMUTTER?
Im Rahmen einer in der Fachzeitschrift „Women and Birth“ veröffentlichten, von Fachkollegen begutachteten Studie wurde bei 43 Leihmüttern und 40 Frauen der Kontrollgruppe der psychologische Test MMPI-2 durchgeführt. Leihmütter erzielten bei den Messgrößen für Psychopathologie niedrigere Werte als die Allgemeinbevölkerung – und höhere Werte bei Ichstärke, sozialem Engagement und emotionaler Belastbarkeit.
Einfach ausgedrückt: Frauen, die sich für eine Leihmutterschaft entscheiden, sind dafür in der Regel psychologisch besser gerüstet als der Durchschnitt – und nicht anfälliger.
Möchten Sie wissen, ob Sie unsere Voraussetzungen erfüllen? Erfahren Sie mehr über die Eignungskriterien für Leihmütter bei Physician’s Surrogacy.
Wie Ihre Beziehung zu den Wunscheltern die Bindung prägt
Eine der wirksamsten Methoden, um Bindungsängste im Zusammenhang mit der Leihmutterschaft zu bewältigen, besteht darin, eine starke, gesunde Beziehung zu den Eltern selbst aufzubauen.
Als Leihmutter tragen Sie nicht nur ein Baby aus – Sie bauen auch eine Partnerschaft auf. Wenn Sie sich auf die Vorfreude, die Ängste und die Freude der Wunscheltern konzentrieren, wird das Baby ganz natürlich zu einem Geschenk, das Sie ihnen machen, und nicht zu etwas, das Sie möglicherweise verlieren könnten.
Eine umfassende Übersichtsarbeit im „Uppsala Journal of Medical Sciences“ analysierte 39 Studien zum Thema Leihmutterschaft aus 14 Ländern und stellte dabei ein einheitliches Muster fest: Wenn Leihmütter und Wunscheltern eine offene, respektvolle Beziehung mit klarer Kommunikation pflegten, ging es allen psychologisch besser. Die Qualität der Beziehung war wichtiger als fast jeder andere Einzelfaktor.
Das Tabuthema ansprechen
Vielleicht haben Sie Filme wie „When the Bough Breaks“ (2016) gesehen, in denen eine Leihmutter gefährlich besessen wird und das Baby als Geisel nimmt. Das ist reine Hollywood-Fiktion – und die Forschung ist sich diesbezüglich eindeutig einig.
Weniger als 0,1 % aller Leihmutterschaftsvereinbarungen führen jemals zu einem Rechtsstreit um das Kind. Im Forschungsprogramm der Universität Cambridge, das 42 Leihmutterschaftsfamilien über 20 Jahre hinweg begleitete, gab jede einzelne Leihmutter das Baby freiwillig ab.
Wunscheltern haben oft große Angst vor einem solchen Szenario. Ihre Verträge sind bereits abgeschlossen, bevor Sie überhaupt schwanger sind – und legen von Anfang an fest, dass sie die rechtlichen Eltern sind. Doch rechtliche Dokumente allein können diese Ängste nicht zerstreuen. Vertrauen hingegen schon.
Wunscheltern haben oft Jahre voller Unfruchtbarkeit, Verluste und Herzschmerz hinter sich, bis sie an diesem Punkt angelangt sind. Wenn man diesen Schmerz versteht, wechselt man von einem Gefühl der Besitzgier gegenüber der Schwangerschaft zu einem Gefühl, ihren Traum beschützen zu wollen. Dieser Wandel verändert alles.
So bauen Sie diese Bindung auf
Möchten Sie die Beziehung zu Ihren Wunscheltern stärken? Das muss gar nicht kompliziert sein. Kleine, regelmäßige Gesten bewirken viel:
Videoanrufe. Lassen Sie sie mitverfolgen, wie Ihr Babybauch wächst. Beziehen Sie sie in Momente ein, die sie selbst nicht miterleben können.
Regelmäßige Updates. Ein Foto Ihrer Schwangerschaftsgelüste oder ein lustiger Moment aus einem Termin beim Frauenarzt hält sie nah bei Ihnen, auch aus der Ferne.
Aufrichtiges Einfühlungsvermögen. Versetzen Sie sich in ihre Lage. Sie würden fast alles dafür geben, selbst die morgendliche Übelkeit zu haben.
Viele unserer Leihmütter schließen lebenslange Freundschaften mit den Familien, denen sie geholfen haben – sie erhalten Weihnachtskarten, Geburtstagsgrüße und die stille Zufriedenheit, ein Kind aufwachsen zu sehen und zu wissen, welche Rolle sie dabei gespielt haben. Nicht, weil sie die „Mama“ sind, sondern weil sie die unersetzliche Person sind, die all das möglich gemacht hat. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihre Beziehung zu den Eltern während des gesamten Prozesses aufbauen können.
Wie sich die Bindung zur Leihmutter während der Schwangerschaft tatsächlich anfühlt
Sie haben die richtige Einstellung. Sie haben eine Beziehung zu den Eltern aufgebaut. Aber Sie sind immer noch schwanger. Die Hormone spielen immer noch verrückt. Wie fühlt sich das eigentlich an einem ganz normalen Dienstagnachmittag an, wenn das Baby Ihnen gegen die Rippen tritt?
Die Verbindung abgrenzen
Es ist ganz normal, sich um das Baby zu sorgen – schließlich versorgst du es. Erfahrene Leihmütter entwickeln jedoch eine Fähigkeit, die Forscher als „Abgrenzung“ bezeichnen. Du baust eine Bindung zur Schwangerschaft auf, nicht zur Identität des Kindes.
Vielleicht streichelst du deinen Bauch und sagst: „Okay, mein Kleines, deine Mama und dein Papa werden sich riesig freuen, dich kennenzulernen.“ Fällt dir die Wortwahl auf? Es geht immer um sie. Sie richten sich ständig neu aus – und richten auf stille Weise auch das Baby darauf aus –, wo sein wahres Zuhause liegt.
Das ist keine Unterdrückung oder Verleugnung. Eine Studie in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“, die Leihmütter über die gesamte Schwangerschaft hinweg begleitete, ergab, dass eine geringere emotionale Bindung an den Fötus nicht mit psychischen Belastungen einherging. Sich weniger darum zu kümmern, das Baby „zu behalten“, machte die Leihmütter nicht trauriger – es machte sie emotional stabiler.
Der Umgang mit der Öffentlichkeit
Eine der kniffligeren Herausforderungen auf diesem Weg ist der Umgang mit Fremden. Wenn Menschen eine schwangere Frau sehen, gehen sie davon aus, dass sie Mutter wird.
Fremder: „Oh, wann ist der Geburtstermin? Wird es ein Junge oder ein Mädchen?“
Sie: „Ich habe im Juni Termin, und es wird ein Junge für ein wunderbares Paar, dem ich helfe!“
Wenn Sie so antworten, bekräftigen Sie Ihre Rolle – gegenüber der Welt und, was noch wichtiger ist, gegenüber sich selbst. So bleiben die Grenzen jeden Tag klar.
Deine eigenen Kinder
Deine eigenen Kinder zu Hause zu haben, ist einer der wichtigsten stabilisierenden Faktoren in diesem Prozess. Für sie bist du „Mama“. Für das Baby in deinem Bauch bist du die Leihmutter. Deine Kinder werden Fragen stellen, und wenn du sie einfach beantwortest – „Mama hilft einer anderen Familie dabei, ihr Baby auszutragen, weil ihr Bauch nicht richtig funktioniert“ –, hilft das dem ganzen Haushalt, die Aufgabe zu verstehen.
Binden sich Leihmütter bei der Geburt an das Baby? Was wirklich passiert
Das ist der Moment, um den sich alle Sorgen machen. Die Wehen, die Geburt, der Moment, in dem das Baby zur Welt kommt. Wirst du weinen? Wirst du es im Arm halten wollen?
Ihr Geburtsplan gehört Ihnen
Wir besprechen all dies rechtzeitig im Voraus. Es gibt keinen einzigen „richtigen“ Weg, damit umzugehen.
Manche Leihmütter möchten das Baby vor der Übergabe sehen und ihm kurz und herzlich „Hallo“ sagen.
Andere ziehen es vor, dass das Baby direkt zu den Eltern gebracht wird, damit sofort Hautkontakt hergestellt werden kann.
Manche möchten, dass die Eltern von Anfang an im Raum sind; andere ziehen es vor, dass sie bis zum allerletzten Moment draußen warten.
Was auch immer Sie entscheiden, wird respektiert. Wir halten dies in Ihrem Geburtsplan fest, damit es an dem wichtigsten Tag keine Überraschungen gibt.
Die Freude über die Übergabe
Die Übergabe ist keineswegs ein tragischer Moment, sondern wird meist als der glücklichste Moment der Leihmutterschaft beschrieben. Sie ist die Ziellinie.
Jadva et al. haben in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“ 34 Leihmütter von der Schwangerschaft bis ein Jahr nach der Geburt begleitet. Die überwiegende Mehrheit beschrieb die Übergabe als positiv. Die vorherrschenden Gefühle waren Erleichterung und Stolz – nicht Trauer. Zu sehen, wie die Eltern ihr Kind im Arm hielten, bestätigte alles, was die Leihmutter durchgemacht hatte.
EIN KURZER ÜBERBLICK
Was die Wissenschaft über die Gefühle rund um den Entbindungstag sagt.
Was die meisten Leihmütter empfinden
Erleichterung und Stolz, wenn das Ziel erreicht ist
Freude darüber, zu sehen, wie die Wunscheltern ihr Kind kennenlernen
„Mission erfüllt“ – kein Verlust
Worauf man sich einstellen sollte
Hormonabfall – eine körperliche Realität für alle Frauen nach der Geburt
Vorübergehender Baby-Blues (kein Bedauern – nur Biologie)
Mögliche Trauer darüber, dass die intensive Beziehung zu den Wunscheltern nachlässt
FAZIT
Die Forschungsergebnisse sind beruhigend: Die meisten Leihmütter beschreiben den Tag der Entbindung als den emotionalen Höhepunkt einer positiven Erfahrung und nicht als schmerzhaftes Ende. Unsere 3–6-monatige Betreuung nach der Entbindung ist speziell auf den bevorstehenden Übergang ausgerichtet.
Leihmutterschaft nach der Geburt: Was der Hormonschwankung wirklich bedeutet
Nachdem das Baby mit seiner Familie nach Hause gegangen ist, kehren auch Sie zu Ihrer Familie zurück. Dies ist eine Zeit der körperlichen Erholung und emotionalen Umstellung – und eine, die wir sehr ernst nehmen.
Der Hormonschwund ist real
Wir müssen uns der biologischen Realität stellen. Nach der Geburt sinken Ihre Hormonspiegel drastisch. Progesteron, Östrogen und andere Schwangerschaftshormone fallen bei jeder Frau, die ein Kind zur Welt bringt – ob als Leihmutter oder nicht –, stark ab. Möglicherweise setzt die Milchproduktion ein. Vielleicht fühlen Sie sich „weinerlich“ oder leiden unter dem „Baby-Blues“. Das ist eine körperliche Reaktion und kein Zeichen dafür, dass Sie einen Fehler gemacht haben.
Ihr Körper reagiert auf das Ende der Schwangerschaft. Ihr Verstand weiß bereits, wie es wirklich ist. Es ist wichtig, das Körperliche vom Emotionalen zu trennen – nur weil Sie bei einem Hundefutter-Werbespot weinen, heißt das nicht, dass Sie das Baby zurückhaben wollen.
Die Forschung rückt dies in die richtige Perspektive. Jadva et al. (2003) stellten fest, dass etwa 32 % der Leihmütter in den Wochen nach der Entbindung emotionale Schwierigkeiten hatten – eine Rate, die unter der allgemeinen Rate für den postpartalen Baby-Blues von 50–80 % liegt. Nur 6 % berichteten nach einem Jahr von anhaltenden Schwierigkeiten, und keine erreichte Werte im Bereich einer klinischen Depression.
ERGEBNISSE NACH DER GEBURT BEI LEIHMUTTERN IM VERGLEICH ZUR ALLGEMEINBEVÖLKERUNG
Ergebnis Leihmütter/ Allgemeinbevölkerung
Baby-Blues / emotionale Schwierigkeiten
~32 % / 50–80 %
Anhaltende Schwierigkeiten nach einem Jahr
6 % / ~15–20 %
Klinische Depression
0 % / ~10–15 %
Das ist ein bemerkenswert positives Ergebnis – und das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis guter Vorbereitung, Unterstützung und der Wahl der richtigen Agentur von Anfang an. Erfahren Sie mehr über die Erholung nach der Geburt nach einer Leihmutterschaft.
Zurück in den Alltag
Wir bieten Ihnen bis zu 6 Monate nach der Entbindung Unterstützung an. So sieht dieser Übergang für unsere Leihmütter oft aus:
Konzentrieren Sie sich auf sich selbst. Sie können wieder die Nacht durchschlafen. Sie können ein Glas Wein trinken oder das Sushi essen, das Sie seit Monaten vermisst haben.
Deine Familie hat dich wieder ganz für sich. Du kannst dich wieder zu 100 % auf deine eigenen Kinder konzentrieren – und sie haben es vermisst, dass du voll und ganz für sie da bist.
Finanzielle Ziele werden Realität. Die abschließende Vergütungszahlung ist eine konkrete Erinnerung daran, was diese Reise für die Zukunft deiner eigenen Familie bedeutet. Erfahre mehr darüber, wie viel Leihmütter verdienen.
Die meisten Leihmütter beschreiben diese Phase eher als „Mission erfüllt“ denn als Verlust. Wenn du dich danach ein wenig leer oder still fühlst – das ist ganz normal und in Ordnung. Es ist ein großer Adrenalinsturz nach einer außergewöhnlichen Erfahrung. Unser Team ist da, um dich dabei zu begleiten.
Warum eine von Geburtshelfern betreute Leihmutterschaft die emotionale Unterstützung anders gestaltet
Genau hier macht ein von Geburtshelfern geleitetes Team einen echten, messbaren Unterschied.
Bei einer herkömmlichen Leihmutterschaftsagentur meldet sich Ihr Fallmanager vielleicht per SMS bei Ihnen. Hier bei Physician’s Surrogacy steht Ihnen ein medizinisches Team – unter der Leitung praktizierender Gynäkologen und Geburtshelfer – zur Seite, das sich in jeder Phase um Sie kümmert.
Psychische und körperliche Gesundheit sind eng miteinander verbunden. Wenn Sie mit einer schwierigen körperlichen Genesung zu kämpfen haben, wird auch Ihre emotionale Situation belastender sein. Unsere Ärzte können feststellen, ob Ihre Gefühle eine medizinische Ursache haben, und Ihnen schnell die richtige Hilfe zukommen lassen – etwas, das keine nicht-medizinische Agentur bieten kann.
Außerdem schulen wir die Wunscheltern darin, wie sie Sie in der Zeit nach der Geburt unterstützen, Ihre Genesung respektieren und die Beziehung nach der Geburt so gestalten können, dass sie für alle Beteiligten funktioniert.
Erfahren Sie auf der Seite „Physician’s Advantage“, was unser von Gynäkologen geleitetes Modell auszeichnet.
Sind Sie bereit herauszufinden, ob Sie als Leihmutter in Frage kommen?
Also – entwickeln Leihmütter eine Bindung zu dem Baby? Ja, in gewisser Weise. Man baut eine Bindung auf, die von Fürsorge, Schutz und echter Herzlichkeit geprägt ist. Aber es ist nicht die Bindung einer Mutter zu ihrem Kind. Es ist die Bindung zwischen einer Betreuerin und einem Schützling. Ein gegebenes und eingehaltenes Versprechen.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eindeutig. Eine zehnjährige Langzeitstudie in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“ begleitete Leihmütter ein Jahrzehnt nach ihrer Erfahrung und stellte fest, dass keine von ihnen Bedauern äußerte, keine Anzeichen einer Depression zeigte und alle die Erfahrung als positiv empfanden. Die Forscher schauten sich die Situation nach 20 Jahren erneut an – und kamen zu demselben Ergebnis.
Sie sind die Heldin dieser Geschichte. Sie verlieren nichts. Sie gewinnen den Stolz, zu wissen, dass Sie etwas Außergewöhnliches geleistet haben. Sie gewinnen finanzielle Sicherheit für die Zukunft Ihrer eigenen Familie. Und oft gewinnen Sie in den Eltern, denen Sie geholfen haben, dieses Wunder zu erleben, neue, lebenslange Freunde.
Wenn Sie sich Sorgen um die Bindung machen, sind Sie nicht allein. Fast jede Leihmutter hat schon einmal eine ähnliche Frage gestellt. Aber mit der richtigen Vorauswahl, der richtigen Einstellung und einem von Ärzten geleiteten Team im Rücken kannst du das schaffen – und am Ende mit einem Gefühl der Ganzheitlichkeit, des Glücks und des tiefen Stolzes auf das, was du gegeben hast, aus der Sache hervorgehen.
Physician’s Surrogacy ist die einzige Leihmutterschaftsagentur in den USA, die von praktizierenden Gynäkologen und Geburtshelfern geleitet wird. Unser Team prüft jede Bewerbung persönlich. Starte hier deine Bewerbung und finde heraus, ob du geeignet bist.
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