Während sie uns zuerst als rechte Kampagne diffamierte, bedient sie sich jetzt an unseren Recherchen

Peinlichblatt: Die taz plündert den Weimer-Skandal – sieben Monate zu spät

von Alexander Wallasch

Grün-radikale Schlafwandler und ein Staatsminister© Quelle: Youtube/Tagesschau, Grok, Montage: Wallasch

Die „taz“ entdeckt plötzlich doch noch den Weimer-Skandal. Mit sieben Monaten Verspätung und dem dünnsten aller Punkte. Eine klassische Leichenfledderei mit Abraumhalden-Niveau. Die Pro-Weimer-Kampagne der „taz“ soll in Vergessenheit geraten?

Die „taz“ möchte endlich auch ein Stück vom Weimer-Kuchen abhaben. Dafür hat sie sich über sieben Monate nach unserer ausführlichen Aufdeckung des Weimer-Skandals den dünnsten aller Punkte zu eigen gemacht. Die „taz“ titelte vorgestern: „Weimers Behörde und Weimers Unternehmen stimmten sich ab“.

Bevor wir zum (fehlenden) Inhalt kommen: Es erinnert spontan an die Bergbau-Unternehmen im Harz, die in den letzten Jahren die hundert Jahre alten Abraumhalden durchforstet haben, um mit moderner Technik noch etwas Wertvolles aus dem alten Abfall zu filtern. So eine Leichenfledderei betreibt die „taz“ nun am Fall Weimer.

Die Zeitung behauptet jetzt, eine zentrale Frage des Weimer-Skandals sei „beinahe in Vergessenheit geraten“: „Hat Weimer sein politisches Amt und seine Rolle als Unternehmer stets sauber getrennt?“

Tatsächlich berichtet die „taz“, sie habe bereits Anfang Dezember eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz an Weimers Behörde gestellt. Monatelang sei keine inhaltliche Antwort gekommen. Erst nach einer Klage beim Verwaltungsgericht Berlin habe sie Einsicht in Teile der internen Kommunikation erhalten.

Das bedeutet: Die „taz“ hat sich Anfang Dezember – also eineinhalb Monate nachdem wir über Wochen hinweg dutzende Artikel mit neuen Fakten veröffentlicht hatten – ebenfalls im Hintergrund ein Stück des Skandals zu sichern versucht. Schon am 19. November hatte Alexander-Wallasch.de eine umfassende Chronologie aus über 35 eigenen Texten zur Weimer-Affäre veröffentlicht.

Es geht um nicht weniger als einen der dreistesten politischen Hochstapler der Nachkriegsgeschichte. Wolfram Weimer hat ein Schummelimperium voller Urheberrechtsverletzungen aufgebaut, das er „Media Group“ nennt – ein Fake-Imperium, das in Summe weniger Leser erreicht als unsere Webseite. Mit massenhaft fingierten Werbepartnern, großen Namen und offenbar frisierten Zahlen hat er Werbekunden und Veranstaltungsbesucher getäuscht.

Nachdem Alexander-Wallasch.de am 15. Oktober die Serie mit dem Artikel „Weimers Kreuzzug gegen KI: Aber der Vampir im Kulturminister-Gewand ist ein Beuteritter“ begann, legten wir Woche für Woche weitere schwerwiegende investigative Ergebnisse vor. Weimer reagierte in seinem Fake-Imperium mit einem gigantischen Löschfeldzug. Etwa Lars Wienand von T-Online schrieb damals dazu:

„Im Magazin sind nicht nur Beiträge verschwunden und eine Übersicht ist gelöscht, auf der t-online als Kooperationspartner angegeben war, obwohl keine Kooperation bestand.“

Unsere Recherchen führten schließlich direkt in den Bundestag. Bereits am 15. November 2025 kam es zur aktuellen Stunde, in der der CDU-Abgeordnete Pascal Reddig als Weimers Ausputzer versuchte, Alexander Wallasch im Plenum zu diffamieren.

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Weimers Ausputzer Reddig verkündete dort unter anderem:
 
„Für alle, denen es ähnlich geht, die Herrn Wallasch bislang nicht kannten, empfehle ich jedenfalls einen Blick in die Berichte des bayerischen Verfassungsschutzes, da kam man ja zu dem Schluss, dass ganz viele Berichte russische Narrative bedienen.“
 
Selbstverständlich kein Wort dieses CDU-Sudelprinzen dazu, dass sich der bayerische Verfassungsschutz anschließend korrigieren musste und auch Medien wie die „Berliner Zeitung“ und „Tichys Einblick“ diffamiert wurden.

Auch nach dieser aktuellen Stunde im Bundestag veröffentlichten wir zahlreiche weitere Rechercheergebnisse. Und nun schreibt die „taz“ sieben Monate später, sie habe „bereits“ im Dezember eine Anfrage gestellt. Fürs Protokoll: Wir haben unzählige Anfragen gestellt und Antworten erhalten. Die „taz“ nicht. Stattdessen klagte sie vier Monate später im April 2026. Laut Auskunft des Berliner Verwaltungsgerichts ist dieses Verfahren bis heute nicht abgeschlossen.

Die „taz“ behauptet weiter, eine Presseanfrage vom 18. November bei der Weimer Media Group sei „ein früher Zeitpunkt in dem Skandal“ gewesen. Das ist schlicht falsch. Drei Tage zuvor hatte bereits die aktuelle Stunde im Bundestag stattgefunden.

Warum verschweigt die „taz“ das? Weil sie erst im Dezember begriffen hat, dass der Zug für sie abgefahren war. Sie war früh dabei – allerdings nicht bei der Aufdeckung, sondern bei der Diffamierung des Aufdeckers. Bereits am 20. Oktober 2025, nur fünf Tage nach unseren ersten Veröffentlichungen, veröffentlichte die „taz“ einen Schmähartikel, in dem sie die Weimer-Affäre als „rechte Kampagne“ und „vermeintlichen Raub“ abtat und uns gezielt diffamierte.

Amüsant am Rande: Dass ich auch „ehemaliger Autor“ der „taz“ war, passte damals weniger zur Kampagne gegen die Aufdecker, also verschwieg es die „taz“ einfach.

Erst Wochen später stellte sie selbst Fragen an das Ministerium und die Weimer Media Group – und ließ die Fragen dann wieder monatelang ruhen. Jetzt, sieben Monate später, kommt sie mit angeblich neuen internen Mails daher und tut so, als hätte sie etwas Relevantes entdeckt.

Und jetzt kommt es: Dabei war die enge Abstimmung zwischen Weimer Media Group und dem Kulturstaatsministerium schon am 4. November 2025 von uns öffentlich gemacht worden. Die „taz“ serviert hier den wohl kältesten Kaffee der Affäre und versucht trotzdem, sich ein paar Zeilen Weimer-Affäre zu sichern. Aber das Internet vergisst nicht. Man muss es nur erinnern.

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