Während RA Dirk Schmitz für uns im Mai 2026 vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht ein echtes Grundsatzurteil erstritten haben – Az. 10 ME 174/26 –, das Behörden verpflichtet, der Presse die Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen mitzuteilen, und zwar unabhängig von der politischen Haltung des anfragenden Mediums, tun Bundes-CDU, Landes-CDU und Medien wie Focus online so, als wäre die Forderung nach Nennung der Nationalität eine brandneue politische Idee.
Das Urteil vom 20. Mai 2026 stellt allerdings bereits klar: Staatsanwaltschaften und Polizeien dürfen die Auskunft nicht verweigern, sie dürfen keine Gesinnungsprüfung vornehmen und sie müssen alle Medien gleich behandeln.
Seitdem kann jedes Medium, vom lokalen Blog bis zur großen Redaktion, die Nationalität mit Verweis auf dieses Wallasch-Urteil erzwingen. Der Praxistest ist längst bestanden: Nach dem Hinweis auf die Entscheidung musste die Staatsanwaltschaft Karlsruhe die Herkunft eines Tatverdächtigen offenlegen. Die Rechtslage ist also klar – und trotzdem schreibt Focus über Alexander Throm, den innenpolitischen Sprecher der CDU und über Manuel Hagel, CDU-Innenminister von Baden-Württemberg, so, als würden die beiden etwas Bahnbrechendes fordern.
Throm will eine bundeseinheitliche Regelung, Hagel kündigt an, Baden-Württemberg gehe „voran“ und nenne künftig grundsätzlich die Staatsangehörigkeit. Beide präsentieren sich als Vorreiter der Transparenz. Dabei wissen sie oder müssten sie wissen, dass das juristische Fundament bereits vom Wallasch-Urteil gelegt ist.
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Hagel folgte dem Urteil praktisch unmittelbar, ohne es zu nennen. Nachdem die Karlsruher Staatsanwaltschaft unter dem Druck des Wallasch-Urteils nachgegeben hatte, erklärte der baden-württembergische Innenminister plötzlich, man werde die Verwaltungsvorschrift ändern und die Nationalität aktiv nennen. Er fordert sogar eine bundesweite Regelung und beklagt, dass in Baden-Württemberg das eine und in Berlin das andere gelte.
Das klingt mutig, ist aber in Wahrheit eine politische Frontbegradigung. Was er als eigenen Vorstoß verkauft, ist der Vollzug einer gerichtlichen Entscheidung, die freie Journalisten ohne große Rechtsabteilung und ohne Parteiapparat erkämpft haben.
Beispielsweise Focus online übernimmt diese Erzählung ungeprüft. In dem Artikel vom 20. Juli 2026 liest man viel über Hagel, Throm, den Pressekodex und die unterschiedlichen Länderpraktiken – kein Wort über das OVG-Niedersachsen-Urteil, kein Wort über das Medium, dass diese Auskunftspflicht durchgesetzt hat. So entsteht der Eindruck, die Politik entdecke gerade erst die Transparenz, während sie in Wahrheit den Erfolg anderer erntet.
Das ist mindestens unredlich gegenüber RA Schmitz und uns. Und es ist ein symptomatisches Beispiel dafür, wie etablierte Medien und Parteien die Geschichte umschreiben wollen, sobald ein Ergebnis politisch opportun erscheint.
Die Forderung nach Nennung der Nationalität ist seit dem Wallasch-Urteil in einem entscheidenden Punkt anachronistisch: Sie muss nicht mehr mühsam politisch erstritten werden, weil jedes Medium sie bereits jetzt gerichtlich durchsetzen kann. Dafür haben wir gestritten und sind in Vorleistung gegangen.
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Kommentar von Mathias Markert
Sorry, Kommentar unter den falschen Beitrag geschrieben.
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Kommentar von Mathias Markert
Das ist gut dargelegt und für mich auch zweifelsfrei richtig, was der Kollege ausführt. Nur und allein gebe ich zu bedenken, wir sind nicht nach Recht und Gesetz im Kampfe gegen die unterwegs, sondern wir sind gezwungen, nach den Regeln und Gesetzen des Krieges zu kämpfen, was wir aber nicht tun, und all das auch noch auf deren Spielfeld. Ein Beispiel ist das immer das Klassische:
Wenn ihr ein Schuss auf ein Tor abgeht, und es sieht alles danach aus, der Ball geht rein, dann nehmen die das Tor weg. Und ihr habt kein Tor geschossen. Da hilft aller Ärger und alles jammern nichts.
Schießen die auf das Tor und sichtbar ist, der Ball wird nie reingehen, stellen die das Tor halt dorthin, wo der Ball hinfliegt. Und dann haben die das Tor geschossen und führen das Spiel an. Und schon dieses eine bildhafte Beispiel aus den Lehren des Krieges und Kampfes macht sehr viel klar. Und -leider- unter diesen Aspekten muss man ein mögliches AfD Verbotsverfahren und ein folgendes Verbot betrachten: Die werden sich Tore hinstellen, wie und wo und wann sie es brauchen. Machen die immer so. Und ihr ärgert Euch dann immer. Ich denke, die rücken irgendwann mit einem solchen Projekt an. Würde ich jedenfalls an deren Stelle tun. Da ihr aber von all dem mehr Ahnung habt als ich, insbesondere die AfD, werdet ihr und die AfD sicher in einer Antizipation Gegenfronten aufgestellt haben, so dass ein solche Prüfverfahren oder Schnellverbot sofort ins Leere läuft und verpufft. Wenn nicht, dann ist es jetzt zu spät. Das werdet ihr leider dann bereuen! Ihr denk immer noch, die müssen Recht und Gesetz anwenden. Nein, müssen die nicht. Es wehrt sich ja niemad. Wer Interesse an dem Thema hat, ich stelle hin und wieder davon ins Netz. Viel Spaß beim Lesen.
Vom Kriege und vom Kampfe, die Taktiken und Strategien eines aufmerksamen Beobachters, der NICHTS verbrämt:
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https://x.com/MathiasMarkert/status/2075117672522502411?s=20
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https://www.facebook.com/RechtsanwaltMarkert/posts/pfbid033AdAFfhXWeJ33cqAc5JbkTu2VakRzZiNrS1hqs98qkPmzP2sJRGxR8zeXynvG6Fcl
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https://t.me/Kick_die_Ampel_weg/26075
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Kommentar von Kira M. 8samkeit
Ja, Herr Wallasch, dieses PARASITÄRE Verhalten beobachte ich auch oft im Alltag.
Beispiel im Supermarkt: Der Laden ist voll, lange Schlange an der Kasse. Ich fordere, dass eine weitere Kasse besetzt wird und spreche das Personal darauf an. Schließlich öffnet eine zweite Kasse.
Selbstverständlich gehe ich davon aus, daß ich jetzt auch als Erste drankomme. Tatsächlich stellt sich der Letzte aus Schlange 1 dreist vor mir an.
Ich will damit sagen, daß dieses parasitäre Verhalten scheinbar "normal" ist. Man lässt andere die Arbeit tun und erhebt dann obendrein Anspruch auf die Früchte.
Im politischen Feld kommt noch die Maxime hinzu:"Kannst du etwas nicht verhindern, dann stelle dich an die Spitze der Bewegung."
Besonders Merkel hat immer wieder danach gehandelt.
Einige
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Kommentar von T S
Wallasch wirkt.
Lorbeeren & Lohn gibt es von den Lückenpresslingen aber keine, dafür muß dann schon die eigene Leserschaft sorgen.