Wer sich bisher der Illusion hingegeben hat, mit Trump käme ein modernes, selbstbewusst konservatives Amerika, das auch Europa neue Impulse geben könnte, der kann diese Hoffnung jetzt wohl endgültig begraben.
Der Oberste Gerichtshof der USA hat mit 8:1-Stimmen das Verbot von sogenannten Konversionstherapien im Bundesstaat Colorado für verfassungswidrig erklärt. Konkret ging es um das Verbot bestimmter Gesprächstherapien, in denen lizenzierte Berater – oft aus religiöser Überzeugung – versuchen, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität Minderjähriger zu beeinflussen.
Oder anders ausgedrückt: Ab sofort dürfen christliche oder konservative Berater Minderjährigen gegenüber wieder versuchen, ihre sexuelle Orientierung zu verändern – ohne dass der Staat das per Berufsrecht unter Strafe stellen kann. Das ist kein harmloser Sieg für die Redefreiheit. Das ist vor allem ein Freibrief für potenziellen seelischen und geistigen Schaden an Kindern und Jugendlichen, die sich in streng religiösen oder freikirchlichen Milieus ohnehin kaum wehren können.
Für minderjährige Jugendliche in diesen abgeschotteten Kreisen ändert sich damit wenig an der harten Realität, in der sie leben. Der progressive Staat darf nun nicht mehr einseitig nur die affirmative Sichtweise schützen – stattdessen ist der Weg frei für Ansätze, die genau das Gegenteil bewirken können.
Auch in Deutschland gilt seit 2020 ein Verbot solcher „Konversionstherapien“ – viel zu spät, wie manche sagen, oder viel zu früh, wie andere finden. Die Debatte ist ohnehin hochkomplex, weil sie längst nicht mehr nur um Homosexualität geht, sondern massiv um die explosive Zunahme von Trans- und Gender-Identitäten bei Jugendlichen, die oft sozial ansteckend wirkt und zu irreversiblen medizinischen Eingriffen führt.
Genau hier wird das Thema zum Lackmustest für die AfD. Kein anderes Feld trennt so klar Spreu von Weizen. Die sexuelle Orientierung von Parteichefin Alice Weidel hat eine gewisse Feigenblattwirkung – dafür kann sie nichts. Aber die Bundestagsfraktion und die Partei insgesamt müssen ein klares Signal in die Basis und die Wahlkreise senden: Wer Homosexualität als Krankheit, Sünde oder behandlungsbedürftige Störung betrachtet, der hat in einer modernen konservativen Partei nichts zu suchen.
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Hier könnte Tino Chrupalla Führung zeigen. Und hier müssen unangenehme Wahrheiten auf den Tisch: Ja, es gibt latente Homophobie in Teilen der Gesellschaft – und ja, sie ist in manchen AfD-Milieus besonders ungeniert spürbar. Stammtisch-Sprüche, bei denen Homosexuelle pauschal als potenzielle Kinderschänder durch den Kakao gezogen werden, sind nicht nur geschmacklos, sie sind politisch dumm. Die AfD sollte das nicht ignorieren, sondern aktiv mit klaren Worten dagegenhalten.
Es funktioniert übrigens nicht, Konversionstherapien pauschal zu verteidigen, nur weil sie angeblich gegen die links-woke Trans-Ideologie bei Minderjährigen helfen sollen. Wer die rasante Zunahme von Pubertätsblockern, Brustamputationen und medizinischen Geschlechtsumwandlungen bei Kindern kritisiert, braucht keine indoktrinierten Freikirchler als Verbündete. Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen, wäre fataler Kollateralschaden.
Es reicht vollkommen, auf dem klassisch konservativen und liberalen Weg gegen die Zerstörung von Kinderseelen durch Gender-Ideologie vorzugehen – ohne gleichzeitig Homosexualität als etwas zu definieren, das man „heilen“ müsste. Wer das versucht, redet keiner modernen konservativen Gesellschaft das Wort, sondern träumt sich ins vorletzte Jahrhundert zurück.
Polemisch gefragt: Wie weit ist der Weg von der staatlich verbotenen Gesprächstherapie bis zu den Baukränen, an denen therapieunwillige Schwule aufgehängt werden? Gar nicht so weit, wie manche glauben – wenn man erst einmal anfängt, ganze Lebensweisen per Gesetz zu pathologisieren oder zu zensieren.
Die AfD steht in der Frage an einem Scheideweg. Als derzeit größte Oppositionspartei und potenzielle Volkspartei wäre es klug, genau dieses Thema zu ihrem Lackmustest zu machen. Wer hier ausweicht oder schönredet, verspielt langfristig Glaubwürdigkeit bei allen, die echte Freiheit und keine neuen Tabus wollen.
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Kommentar von Ombudsmann Wohlgemut
@Jospeh Conrad
Damit komme ich klar.
Ich bin für eine ordentliche Streitkultur, also schonungslose Ehrlichkeit, aber gegen ungerechte Pauschalisierung.
Auch wenn man es sich vielleicht anders wünscht, die Realität passt sich nicht uns an, da ist moralisches Phrasengedresche nicht nur fehl am Platz, sondern führt zu genau den gespaltenen und aufgeladenen Zuständen, wie wir sie seit geraumer Zeit erleben.
Man muss sich einfach klar machen, dass die Menschen für größere Veränderungen oft mindestens eine Generation benötigen, manche schaffen es vielleicht nie. Wir kriegen jedoch gefühlt pausenlos irgendwelche neuen Gesellschaftsideen ungefragt übergestülpt, da ist es kein Wunder, dass es kracht.
Außerdem wäre es asozial, würde man einfach Leute, die früher "zu uns" gehörten, plötzlich zurücklassen oder ausgrenzen, weil sie es nicht schafften, sich anzupassen.
Deswegen darf man gerne regelmäßig sensibilisieren, aber sollte trotzdem ohne Beleidigungen akzeptieren, dass es genügend Leute gibt, die, aus welchen Gründen auch immer, weiterhin so denken wie früher.
Ich stimme mit Ihnen überein, aber mit Ausgewogenheit meinte ich auch definitiv keine erzwungene Haltung, immer einen Konsens zu finden oder alle irgendwie befrieden zu wollen und eine leere Hülle ohne eigene Meinung zu werden.
Es wäre nur schön, selbst bei größeren Differenzen eine respektvolle Grundhaltung zu erfahren und zu sehen, dass man auch weitere Sichtweisen beherzigt.
Im linken Lager trifft man schon oft genug auf blinde und hasserfüllte Leute, die absolut diskussionsunfähig sind, davon wollen wir uns ja sicherlich abheben. Ich bin auch absolut nicht eingeschnappt oder nachtragend.
Wie gesagt, es bleibt Herrn Wallasch überlassen, wie er sich geben will. Ich habe auch nichts gegen gelegentliche Spitzen kontra heuchlerischer Aspekte der katholischen oder auch evangelischen Kirche, aber allein aus wirtschaftlicher Sicht wäre es doch bereits ratsam, im christlichen Abendland nicht ständig einseitig pauschal über Christen herzuziehen, die im rechten Lager einen großen Anteil haben und auf die das Geschriebene sehr häufig nicht zutrifft. :-)
Beste Grüße
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Kommentar von Joseph Conrad
@Ombudsmann Wohlgemut
Schlechtes Verhalten bereuen wir, und wollen uns hoffentlich, damit ist auch der bisweilen überreaktive Blog-Veranstalter gemeint, bessern ...
Grundsätzlich ist die Situation wie an einem Stammtisch oder einem literarischen bzw. politischen "Salon":
Den Wirt oder die Gastgeberin beschimpft man nicht, auch wenn er Unrecht hat oder alles emotional verdreht.
Im Gegenzug ist - hoffentlich weiterhin - Meinungsfreiheit in Form einer rationalen, auch schonungslos-rationalen Argumentation/Diskussion erwünscht.
Wohin der Wunsch nach Ausgewogenheit führt, kann man am Zwangsfunk ÖRR sehen.
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Kommentar von Ombudsmann Wohlgemut
@Joseph Conrad
Wieso sollte nur der Journalist Meinungsfreiheit und Emotionsfreiheit haben?
Außerdem ist das kein Freibrief für schlechtes Verhalten.
Wie gesagt, eine Diskussion kommt eigentlich nicht zustande, wenn man regelmäßig nur total abfällig über eine bestimmte Gruppe herzieht und gar nicht erst versucht, sich dem Gesprächspartner irgendwie anzunähern und andere Sichtweisen zu verstehen.
Natürlich kann er als "Hausherr" hier frei walten, aber dann braucht man sich auch nicht über die Reaktionen wundern und dass ihm immer mehr den Rücken zuwenden. Sollte doch eigentlich klar sein, oder?
Ich stimme z.B. mit Herrn Reitschuster auch nicht immer überein, aber er hat sich meines Wissens zumindest noch nie so im Ton vergriffen und ist in dem Thema deutlich ausgewogener.
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Kommentar von Joseph Conrad
@ Ombudsmann Wohlgemut
Sehe ich anders:
Der veranstaltende Journalist (A. Wallasch) hat Meinungsfreiheit und Emotionsfreiheit.
Im Gegenzug haben Kommentatoren Diskussionsfreiheit und Argumentationspflicht; letzteres um argumentative Schwächen, sachliche Fehler und insbesondere emotional überlagerte Verwirrungen im vorgestellten journalistischen Artikel aufzuzeigen!
Deshalb Schimpfverbot für Kommentatoren!
Der Blog-Veranstalter greift als Journalist aktuelle, vorzugsweise kontroverse Themen auf, welche die Leserschaft interessieren und ggf. zur Diskussion anregen könnten.
Viele Nachrichten werden von deren Urhebern bereits emotional aufwühlend in Umlauf gebracht. Dies um Aufmerksamkeit zu erregen, oder um das Publikum — möglichst effektiv — politisch bzw. weltanschaulich zu beeinflussen.
Auch der weitermeldende Journalist ist meist nicht frei von dieser Emotionalisierung; Provokation und Sensation sind Teile seines Berufs.
Es ist m.E. nicht die Aufgabe eines Nachrichten-Blogs, Themen aus der Nachrichtenwelt für die Leserschaft — und damit auch für Herrn Lange, Ombudsmann Wohlgemut oder mich — emotionsfrei zu sterilisieren. Das wäre schon eher die Aufgabe der Diskussion ...
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Kommentar von Ombudsmann Wohlgemut
@Joseph Conrad
Da muss ich Ihnen deutlich widersprechen.
Zwar gibt es auch durchaus gute Artikel, aber die Anschuldigung von Herrn Lange ist durchaus berechtigt, denn in letzter Zeit spürt man deutlich, wie sich Herr Wallasch vor allem beim Thema Christentum komplett Vorurteil behaftet in etwas hineinsteigert und keine Widerrede duldet.
Wie kann man es als schlimme Beleidigung aufnehmen, wenn man subjektiv etwas an der Qualität der kürzlichen Beiträge auszusetzen hat, aber selbst so derb und unfreundlich in die Unterhaltung geht und gleichzeitig mit extremen Strohmännern um sich wirft, um jede Gegenmeinung im Keim zu ersticken. Nichts an diesem Verhalten hat etwas mit einer kritischen Diskussion zu tun.
Mein Konto hat er übrigens bereits 2x gelöscht, weil ihm meine kritischen Beiträge nicht gefielen.
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Kommentar von Joseph Conrad
@Nils Lange
A. Wallasch ist einer der wenigen deutschsprachigen Blogs, welcher eine kritische Diskussion der fast immer provokativen, teils auch emotional vorgebrachten, journalistischen Beiträge zulässt!
Sie haben Ihren - m.E. ansonsten ziemlich vernünftigen Kommentar - leider schon mit einer quasi Beleidigung bzw. Herabwürdigung begonnen, womit Sie den berechtigten Zorn des Hausherren auf sich gezogen haben! (… wenn man unbedingt jemand beleidigen muss, dann als X- oder Youtube-Kommentar ...; hier stört das die Diskussion.)
An sich wäre eine dezidiert christliche Stimme auch in hiesigen Diskussionen durchaus eine Bereicherung.
Frohe Ostern am 2. Osterfeiertag!
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Kommentar von Eddy Nova
Ein schwieriges Topic : zumal ein point im Artikel nicht erwähnt wurde ! Grade in unsicheren Zeit spielt Wehrfähigkeit eine große Rolle ! Moral ,Klerus - da stimme ich dem Autor zu ...Aber irgendwo werte ich Homosexualität , insbesondere Homolebenssart Propaganda auch als Verweigerung der Wehrfähigkeit kommender Generationen.
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Homosexualität steht irgendwo conträr zu jeder Landesverteidigung - Homosexualität leistet keinen Beitrag zu den 10 % Soldaten jeder Generation die es nun einmal braucht. Irgendwo ist Homolebensart eine zur Show getragene Ablehnung jedweiliger Verteidigungsbereitschaft über die eigene Generation hinaus.
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Durchaus möglich das das 8 zu 1 Ergebnis auch von dieser Argumentation getragen wurde. Als ich hörte das München einen BürGAYmeister 'gewählt' hatte ( 60 % Briefwahl ) versspürte ich sofort extreme Ablehnung und verband das Ganze mit dem Wir schaffen das Wahn - dem Gedanken das die Wahl als Wehrunfähigkeit angesehen werden könnte / wird.
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In US America hat die Army einen hohen Stellenwert - auch das könnte zur 8 zu 1 Entscheidung beigetragen haben.
Auch bin ich nicht sicher ob die 'Berater' mit dem 'Christkind' oder der 'Landesverteidigung' argumentieren - lehnen sie Homosexualität per se ab oder nur öffentlich propagierte ?
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Ich glaube das Homolebensartpropaganda auf dem Rücken Deutscher Schulbuben ausgelebt wird , Muslime werden den Repekt vor dem Wirtevolk verlieren und in ihre Heimat posten 'Kommt alle her ,das Land ist so kaputt das wir es übernehmen können' ...Und US America hat ja auch Muslimproblemas ...Vielleicht spielte das bei der Entscheidung eine grössere Rolle als gedacht.
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Meine Frage wäre 'Wie hätte die 8 zu 1 Entscheidung' ohne die Islamproblemas ausgeschaut ? Vielleicht muss ein Land mit zuviel Muslimen im Land so reagieren.
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Kommentar von Nils Lange
Ihr Hass auf das Christentum ist mir nun mit Ihrer Rückantwort evident. Ich werde Ihren Blog künftig meiden, dazu will ich aber sagen, dass ich seit mehr als einem Jahr treuer Leser bin. Ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute und werde für Sie beten. Ich wünsche einen gesegneten Karfreitag und bald ein gesegnetes Osterfest! Seit Ostern steht der Himmel offen durch Jesus Werk am Kreuz, für alle die Ihre Sünde bereuen und das wunderbare Werk der Rettung annehmen. Halleluja!
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Kommentar von Nils Lange
Sie irren gewaltig mit ihrem Artikel. Ich muss auch feststellen, dass die Qualität ihrer Beiträge seit einigen Wochen/Monaten stark abnehmen. Was ist los? Ich kann also biblischer Christ nur sagen was die Bibel sagt und das ist eindeutig: Homosexualität ist Sünde. Punkt. Das kann in der freien Gesellschaft jeder auch anders sehen. Aber wenn es zahlreiche Therapien gibt, welche z.B. trans oder homo empfinde den Kindern immer nahelegt, dass ihre Empfindungen gut und richtig sind. Warum sollte es dann nicht Therapien geben, welche den Kindern sagt, dass ihre Empfindungen nicht schlimm sind, aber dass Homosexualität trotzdem Sünde ist und man es nicht ausleben darf und dass ihre Empfindungen vermutlich tiefere Ursachen und Probleme, oft mit Erfahrung aus früher Kindheit haben, z.B. fehlende/schlechte Vaterfigur. Natürlich gibt es auch Konversionstherapien die auf schräge Methoden setzen und Kinder traumatisieren, das ist natürlich abzulehnen. Aber nicht grundsätzlich alles über einen Kamm scheren!
Antwort von Alexander Wallasch
Alles an diesem Kommentar ist abstoßend. Beginnend mit dem Versuch,m erst einmal die Arbeit generell zu diffamieren um dann Homosexualität als Sünde darzustellen, als wären sie die Vorhut der Taliban und kämen mit dem Baukran ums Eck. Und wo es dann um Kinder geht, wird es erst richtig abstoßend mit Blick auf die christlichen Kinderschänder.
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Kommentar von Joseph Conrad
Jetzt mal im Ernst...,
und abgesehen vom fehlenden Zusammenhang zwischen dem Urteil des Obersten US-Gerichtshofs und der AfD,
ist der Themenkomplex aus sogenannter, bzw. lediglich derart geframter "Konversionstherapie" und dem — im Zuge dieses Framings behaupteten —medizinisch-wissenschaftlichen Konsensus zugunsten einer ausschließlich "affirmativen" Gesprächstherapie für Jugendlichen mit selbstempfundenen Problemen bezüglich homosexueller Gefühle oder Verhaltensweisen
durchaus auch einer Diskussion in unserem deutschen Zusammenhang bedürftig.
Hier geht es darum, ob eine professionelle Therapie/Beratung ausschließlich klientenzentriert sein soll, also den notwendigerweise vom Therapeuten wahrgenommen Interessen des Patienten dienlich sein soll, oder ob gesellschaftliche oder religiöse Ideen wie "Fortschritt" und "Befreiung" bzw. "gottgefälliges Leben", ggf. staatlich sanktioniert, zum Tragen kommen sollen.
Insoweit ist es sehr zu begrüßen, dass Alexander Wallasch hier in gewohnt stürmischer Art wieder mal ein wichtiges Thema zur Diskussion stellt!
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Kommentar von Joseph Conrad
Die AfD muss, um als echte Volkspartei deutscher Prägung zu gelten, dringend noch weitere Lackmustests bestehen:
1. Verbot jeglicher Ansiedlung von Marsianern in der Antarktis durch Elon Musk.
2. Einführung des bayerischen Reinheitsgebots für Bier im belgischen Brauwesen.
3. Hissen von Deutschland- und Regenbogenfahne auf Kilimanjaro und Mount Everest als Zeichensetzung weltweiter deutscher Solidarität.
4. Internationale Ächtung des Umsturzes von Säcken Reis in China.
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Kommentar von Alfons Hagenau
Bei aller Wertschätzung, Herr Wallasch, aber mit obigen Artikel liegen Sie doch reichlich weit daneben!
Zunächst einmal ist das Colorado-Gesetz nicht grundsätzlich und vollständig angefochten und aufgehoben worden, sondern nur eine bestimmte Anwendung des Gesetzes, die mit dem First-Amendment ("Freedom Of Speech") kollidiert, und zwar bezogen auf qualifiziertes medizinisches Personal und minderjährige Patienten. Die Einzelheiten kenne ich nicht, jedoch denkbar wäre es, daß ein Arzt sich nach dem Gesetz strafbar machen könnte, wenn er bei einem Jugendlichen eine Gender-Dysphorie diagnostiziert - also eine Unzufriedenheit mit dem biologischen Geschlecht, die psychische Ursachen hat und in der Regel vorübergehend ist - und entsprechend psychotherapeutische Maßnahmen verschreibt. Es bliebe dann als einzige sicher straffreie Therapiemöglichkeit die Einleitung einer Geschlechtsumwandlung - und zwar bei Minderjährigen! Es geht eben NICHT um die Wiederzulassung von religiös motivierten Umerziehungen von Homosexuellen, die ich ebenso für Quacksalberei halte wie die massenhafte Verspritzung von dubiosen Substanzen gegen eingebildete Pandemien, und deshalb selbstverständlich als Straftaten verboten gehören! Übersetzt in deutsche Rechtsbegriffe bedeutet das Urteil des SCOTUS also nichts anderes, als daß die ärztliche Therapiefreiheit gewahrt werden muss - ein Grundsatz, der gerade in Bezug auf Corona (nicht nur!) in Deutschland mit Füßen getreten wurde, und zwar vor deutschen Gerichten bis heute, siehe Bianca Witzschel u.v.a.!
Das Gesetz ist durch den SCOTUS auch nicht aufgehoben, sondern an den Bundesstaat Colorado zurückverwiesen worden, welcher nun aufgefordert ist, es dergestalt zu überarbeiten oder auf andere Weise klarzustellen, daß eben dieses First Amendment gewahrt bleibt.
Im Übrigen sitzen im SCOTUS lediglich 3 durch Trump ernannte Richter, und auch diese sind keine Befehlsempfänger, sondern - anders als im heutigen Deutschland - qualifizierte Juristen. Ohne diese hätte es immer noch ein 5:1-Votum gegeben! Drei weitere Richter wurden durch die beiden Bushs ernannt (bekanntermaßen scharfe Gegner Trumps!), und sebst die drei duch Obama und Biden ernannten Richter haben 2:1 gegen das Colorado-Gesetz gestimmt. Sie können bereits daran erkennen, daß dies kein parteiliches Urteil ist!
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Kommentar von T S
Vieleicht sollte man es zum besseren Verständnis so formulieren: "Teufelsaustreibung in Colorado wieder erlaubt!"
Der Großteil der Bürger hierzulande hat aber genug ganz andere dringlichere Themen.
Erzreligiöse jeglicher Glaubensrichtung werden sich ohnehin nicht darum scheren, sondern das treiben was sie selbst für unfehlbar alleinzig richtig halten.
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Kommentar von Joachim Winter
Konversion Therapien anzubieten, ist Teil einer freien Gesellschaft. Das muss nicht verboten werden.
Antwort von Alexander Wallasch
Es geht um Umerziehung schon von Jugendlichen/Kindern. Es ist das Gegenteil einer freien Gesellschaft. Und es passiert überwiegend in geschlossenen freikirchlichen Parallelgesellschaften. Wer Homosexualität nicht als Krankheit betrachtet, muss sich auflehnen gegen diese Umwerziehungsirren. Freie Menschen müssen sich auflehnen. Nur engstirnige unfreie Charakter halten das für Freiheit.