Der Huthi-Angriff auf die saudische Ölroute und die Kontrolle über Bab al-Mandab waren der Auslöser.
Der Krieg ist keine ferne Nachricht einer fernen Region mehr. Er ist an jeder Tankstelle und vor jeder Zapfsäule angekommen. Sprit, Diesel, Heizöl: Mit den gestiegenen Preisen stand die Frage im Raum, wie dünn die westliche Energieversorgung tatsächlich geworden ist – und wie schnell ein ferner regionaler Konflikt zur wirtschaftlichen Schockwelle quer durch den motorisierten Speckgürtel der belebten Welt werden kann.
Interviewpartner Sascha Rauschenberger kennt solche Lagen aus militärischer und sicherheitspolitischer Praxis. Der 60-jährige Wattenscheid, ging nach dem Abitur zur Bundeswehr. Er diente als Panzeraufklärer und Nachrichtenoffizier. Unter anderem als Reservist war er in vier Auslandseinsätzen, zuletzt als Militärberater in Afghanistan.
Als exzellenter und gefragter Analyst für Sicherheitspolitik hat er unter anderem zum Ukrainekonflikt und zur inneren Sicherheit geschrieben. Seit 2000 arbeitet Rauschenberger als Unternehmensberater für strategisches Projektmanagement und die Arbeitswelt der Zukunft, vor allem zu Demografie und Future Work.
Mit Oberstleutnant d. Res. Sascha Rauschenberger spreche ich über den Huthi-Schlag, die Energiepreise – und darüber, was daraus für Sicherheit, Lieferketten und politische Handlungsfähigkeit folgt.
Sie haben sich jetzt umfangreich zu Saudi-Arabien geäußert. Sie waren in der näheren Region militärisch tätig, mit dem Kontingent der Bundeswehr in Afghanistan. Ist das so richtig?
Das ist richtig. Das Hauptinteresse an der Region rührte von meiner Tätigkeit als Nachrichtenoffizier her, der im Bereich MENA auch mal gearbeitet hat, also Middle East and North Africa. Insofern ist mir die Situation in Saudi-Arabien natürlich relativ geläufig.
Was genau ist Ihnen da jetzt aufgefallen mit Blick auf Saudi-Arabien?
Saudi-Arabien kämpft schon einige Jahre gegen den Jemen und dort gegen die Huthis. Die Huthis sind eine schiitische Miliz, die hauptsächlich vom Iran gesponsert wird. Und im nun aufgelegten israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran – vorgeblich wegen des Atomprogramms – hat der Iran die Huthis weiter aufgerüstet.
Die Huthis haben vor ein paar Tagen einen bedeutenden Erfolg gegen Saudi-Arabien errungen. Es gelang ihnen, drei komplette Brigaden der saudi-arabischen Armee zur Aufgabe zu zwingen, zur Kapitulation, und wichtige Inseln im Roten Meer zu besetzen, die maßgeblich dafür sind, die Meerenge zu sperren. Aus dem Irak heraus wurde die einzig verbliebene Pipeline, nämlich vom Golf ins Rote Meer, zerstört, sodass Saudi-Arabien jetzt von jetzt auf gleich keinerlei Öl mehr exportieren kann.
Das ist ein großes Fanal. Denn der Islam ist keine in sich geschlossene Gesellschaft, es existieren dort zwei große Strömungen: die der Schiiten und der Sunniten. Das geht auf den Tod Mohammeds zurück, der keinen Nachfolger benannt hat, weil er plötzlich verstorben ist. Die Sunniten glauben an die Blutnachfolge des Propheten durch seine einzige damals noch überlebende Tochter. Und die Schiiten glauben, dass die Nachfolge des Kalifen entsprechend hergestellt werden muss und somit dann auch der Führungsanspruch im Islam so definiert wird.
Man kann sich vorstellen, wie das wird, wenn Saudi-Arabien als der weltgrößte Schutzherr der Sunniten jetzt in ein finanzielles Desaster gerückt wird, weil sie ihre laufenden Ausgaben nicht mehr bezahlen können. Der reichste Staat der Welt ist in dem Fall de facto jetzt pleite und bittet die Weltbank um Hilfe. Und sie haben auch die Verbündeten um Hilfe gebeten, und alle haben abgelehnt.
Saudi-Arabien hatte ich als Freund der USA abgespeichert …
Ja, das ist ja genau das Versprechen, das der Familie Saud gegeben wurde, dem Herrscherhaus von Saudi-Arabien: Liefert uns Öl und wir unterstützen euch. Das kommt noch aus den 50er-Jahren, als dort große Ölfunde gemacht wurden. Ihr liefert uns Öl, ihr kriegt von uns die Technik dazu, das zu tun, und wir beschützen euch. Dieser Schutzstatus wurde ganz deutlich, als Kuwait damals vom Irak eingenommen wurde. Da war ein Hilferuf, und die USA rückten an. Aber genau das ist diesmal nicht passiert.
Dazu muss man wissen, dass auch bei den Sunniten eine sehr radikale Glaubensrichtung existiert, die das Königshaus de facto duldet. Man sagt auch: Saudi-Arabien ist ein fundamentalistischer islamischer Staat, und der leistet sich ein Königshaus. Das Königshaus wurde von den Islamisten deshalb geduldet, weil es de facto für Vollbeschäftigung gesorgt hat und für Wohlstand. Keiner musste beispielsweise Steuern zahlen. Und diese Grundlage des Burgfriedens fällt nun weg.
Welche Rolle spielt Trump da? Der Angriff auf den Iran – offensichtlich ist das ja die Neuordnung – gefährdet damit die Energieversorgung weltweit.
Die Öl- und Gaslieferungen aus dem Golf fallen aus. Und man schaut auf die eigenen Gasspeicher. Ich habe gestern mal nachgeguckt: 55 Prozent. Das ist für September nicht hinreichend, um es mal so zu sagen.
Kommentar von Friedrich Merz im Bundestag dazu war in etwa: Wenn wir weiter öffentlich darüber reden, wird alles noch viel, viel teurer. Wir müssen das ein bisschen mauscheln.
Wenn die Benzinpreise steigen, können wir uns gerne vor die Tankstelle stellen und anfangen, über die Höhe der Benzinpreise zu diskutieren. Die werden dadurch nicht billiger.
Wenn man irgendetwas verändern will, muss man immer an die Ursache heran, nicht an die Folge. Und wenn wir nur über die Folgen diskutieren, dann wird das nichts. Und die Folgen dessen, was Israel dort letztendlich über die USA initiiert hat im Iran, sind ein Verlust von 25 Prozent der Gaslieferungen, 30 Prozent der Öllieferungen, vor allen Dingen 25 Prozent der Kunstdüngerlieferungen, gerade nach Afrika. Die Ernte dort wird auf jeden Fall geringer sein als letztes Jahr. Und das wird zu Hunger führen. Und der Ferne Osten, ist auf Öl- und Gaslieferungen aus dem Golf angewiesen und jetzt auch aus dem Roten Meer. China und Japan werden Probleme bekommen.
Wer hat denn ein Interesse daran, Saudi-Arabien auszutrocknen? Und wer ist denn dann der große Gewinner?
Der große Gewinner sind die USA. Die USA produzieren weltweit mittlerweile fast so viel Öl über das Fracking wie die halbe OPEC zusammen. Saudi-Arabien ist nicht mehr, wie viele Leser vielleicht noch im Hinterkopf haben, der größte Ölproduzent der Welt. Das sind mittlerweile die USA, und zwar fast doppelt so groß. Die USA können jetzt teuer exportieren. Das heißt, der große lachende Gewinner ist Trump bzw. die Wirtschaft der USA. Aber ob auch Trump noch lange lachen wird, das wage ich zu bezweifeln. Denn die Auswirkungen, die dort im Nahen Osten und im Mittleren Osten angezettelt wurden, sind weltweit zu spüren und werden dann als Bumerang auf die USA zurückkommen.
Welchen Vorteil hat Israel aus Ihrer Sicht? Saudi-Arabien als Erzfeind – kann man ja nicht sagen. Die Amerikaner haben ja Saudi-Arabien immer ein Stück weit eingehegt.
Ja. Israel und Saudi-Arabien sind sich sogar politisch näher gekommen. Aus der Not macht man: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Und Saudi-Arabien war der größte Feind des Iran – oder der Iran war der große Feind von Saudi-Arabien. Ein schiitischer Konflikt. Und aus dem Grund gab es dort schon einen Schulterschluss, der politisch zu beobachten war.
Israel hatte sich vorgestellt, mithilfe der USA – wobei die USA sozusagen ins Boot gelockt wurden –, den Iran ein für alle Mal aus dem Spiel zu nehmen und die Bedrohung zu reduzieren.
Bedingt durch die neue Technik, die im Ukrainekrieg aufgekommen ist – Drohnen, Marschflugkörper, billig herzustellende ballistische Raketen –, ist es leider so, dass die gesamte Militärmacht der USA im Golf als Schutzmacht verpufft ist. Und Israel selbst hat massiv unter ballistischen Angriffen gelitten, die nicht abgewehrt werden konnten. Anders als hier in den Medien kolportiert, ist es so, dass die ballistischen Raketen, gerade die der letzten Wellen, wirklich durchgekommen sind. Die Iron Domes als das viel gerühmte Verteidigungsmittel gegen ballistische Raketen konnte diese Bedrohung nur unzureichend abwehren.
Und aus dem Grund ist Israel jetzt in einer mehrfachen Zwangslage. Einmal innenpolitisch: Das Parteiensystem in Israel bricht auseinander. Sie sind von vom Iran gesponserten Milizen umgeben, die sie immer wieder drangsalieren, gegen die sie immer wieder Krieg führen müssen. Das kostet Geld, das sie nicht haben.
Und der Irak ist der lachende Dritte. Eine kleine Regionalmacht wurde nun zur wirklichen Regionalmacht mit eigenem Schienenanschluss ans russische Bahnnetz, die gar nicht mehr auf ihren See-Export angewiesen ist, fest in den BRICS verankert, fest in einem Militärbündnis verankert. Und die USA sind mit ihren bisher wenig tragfähigen Kampftruppen nun auf dem falschen Fuß erwischt und zurückgeschlagen worden. So muss man es sagen: Die Supermacht USA verpufft auf diesem Kriegsschauplatz komplett.
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Nochmal zum Anfang zurück bitte: Wir haben hier die Zerstörung einer Pipeline – irgendwie in Stringenz zur Zerstörung der Nord Stream Pipelines. Am Ende nützt es dem Amerikaner. Aber ganz konkret zu dieser Zerstörung: Was hindert denn die Saudis, das in kürzester Zeit wieder aufzubauen? Sie sagten im Vorgespräch, da seien noch irgendwelche Raffinerien bzw. Verarbeitungsindustrien zerstört worden. Was ist denn hier der Super-GAU für Saudi-Arabien, den sie nicht wieder instand setzen können?
Saudi-Arabien haben momentan keine Möglichkeit, das produzierte Öl entsprechend auf Tanker oder in Pipelines zu verschicken. Dadurch kommt alles auf die Lagerkapazität an. Die Lagerkapazität ist voll. Da wurde reingepumpt, was geht. Alle Tanks sind voll, die nicht zerstört oder zu beschädigt worden sind. Auch die Tanker auf Reede sind alle voll. Aber wenn man nichts mehr einlagern kann, muss man die Produktion drosseln, einstellen. Produktion einstellen heißt aber: Das geht nicht so auf Knopfdruck wie Licht an, Licht aus, sondern da liegen Monate dazwischen, um das Ding dann wieder anzufahren, sobald Frieden ist. Und den braucht man, so der Wiederaufbau oder die Reparatur Sinn haben sollen.
Folglich: Saudi-Arabien verdient momentan kein Geld. Alles, was man sich geleistet hat, kam über das Öl zustande. Und jetzt stellen Sie sich mal vor: Ihre Haushaltsmittel zum Bestreiten Ihres Lebens sind von jetzt auf gleich zu. Das Konto ist zwar voll, aber Sie kriegen kein Geld mehr runter. Was machen Sie denn da?
Das ist genau das, was Saudi-Arabien gerade blüht. Sie können nichts machen. Die Geldbestände gehen auf null. Das ganze Land lebt von staatlichem Sponsoring, also fast ein Sozialstaat, so Sie wollen. Sie haben keine alternativen wirtschaftlichen Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Dubai hat es ja mit Tourismus versucht – können wir auch in solchen Situationen vergessen. In der jetzigen Bedrohungssituation geht das ebenfalls pleite. Nein, der gesamte Golfraum hängt an den Tankern und Pipelines. Und diese sind de facto nicht mehr nutzbar für den Export.
Und jetzt kommt schon die nächste Frage: Warum schützen Sie dann nicht eher Ihre Tanker und Pipelines? Weil sie die Tanker nicht schützen können, die müssen durch ein Nadelöhr. Dort werden sie angegriffen und versenkt. Und die Pipeline: Eine Pipeline ist ein überirdisches Gebilde von hunderten Kilometern Länge. Die ist nicht eingegraben, sondern läuft oberirdisch. Und die muss natürlich auf ganzer Länge geschützt werden. Und wenn das nicht gelingt und ich dann auch noch in die falsche Richtung gucke, weil der Angriff aus dem Irak kam – eigentlich aus dem befreundeten Irak, aber auch dort von Milizen initiiert –, dann ist so eine Infrastruktur nicht mehr zu schützen. Genau das ist passiert.
Mir ist gerade Libyen in den Sinn gekommen, und zwar an der Stelle, wo Sie davon gesprochen haben, dass Saudi-Arabien ein Alimentationsstaat ist, wo halt alles bezahlt wird. Das war ja in Libyen teilweise ähnlich, bis hin zum Gesundheitssystem. Welche Parallele sehne Sie da?
Libyen genau wie Saudi-Arabien und überhaupt die Golfstaaten, waren, was das soziale System angeht sehr alimentierend: also freier Zugang zu Schulen. Junge Familien haben ein Haus bekommen und 50.000 Dollar Starthilfe. Das Krankensystem war frei. Es musste sich im Prinzip niemand elementare Sorgen zur Grundversorgung machen. Aber Libyen war natürlich eine Diktatur sondergleichen, schlimmer als Saudi-Arabien. Und der größte Fehler, den Gaddafi gemacht hatte: Er wollte das Öl nicht mehr in Dollar verkaufen, sondern auch in der Landeswährung seiner Kunden. Und da war er dann fällig.
Wie ist Ihre Zukunftsperspektive für die Region und die Welt?
Durch den Ukrainekonflikt hat sich viel verändert. Die Welt ist nicht mehr durch eine Macht geprägt, sondern durch mehrere, hat mehrere Pole. Und diese Pole suchen wieder einen festen Bezugspunkt zueinander. Das dauert noch ein paar Jahre. Es wird unterschiedliche Zahlungssysteme geben, und das wird natürlich auch uns als Mitglied der G7 tangieren.
Die Zukunftsaussichten sind düster. Wir sind auf das Öl angewiesen. Und wenn die USA letztendlich den Ölpreis immer weiter nach oben treiben, wird das die Deindustrialisierung von Europa, ganz speziell in Deutschland als Hochlohnland, entsprechend fördern. Hier ist dann die Schere zu beobachten: einerseits durch die Ausgaben, die wir haben und uns immer noch leisten oder leisten wollen, und andererseits durch die wegbrechenden Steuereinnahmen – einmal auf dem Einkommenssektor, aber dann auch durch die Gewerbesteuern, die wegfallen, wenn große Industriebetriebe und der Mittelstand schwächeln bzw. ruiniert werden. Diese Schere werden wir nicht ausgleichen können.
Das heißt, der Ausgang von dem, was augenblicklich im Golf stattfindet, wird uns in den nächsten Monaten als Bumerang deutlich treffen. Die Gasspeicher werden nicht aufgefüllt werden können. Woher soll das Gas auch kommen? Und das heißt, wir werden, wenn wir einen kalten Winter haben – nicht einen milden Winter wie letztes Jahr –, in der Winterzeit 15 Prozent eher kein Gas mehr haben. Da werden ein paar Wochen fehlen. Wir waren dieses Jahr schon sehr nah an der Grenze dran, wo Gas da war, zumal die Speicher nicht komplett geleert werden können. Letztes Jahr war ein glückliches Jahr, was den Winter und die Gasversorgung anging.
Das müssen wir uns vor Augen halten. Und durch den Wegfall der Gaslieferungen aus der Golfregion – siehe hier Katar und der Habeck-Deal – werden wir diesen Winter – und damit auch die Industrie in diesem Winter, weil die Industrie ja zuerst abgeschaltet wird gemäß dem Krisenplan werden wir noch tiefer in das reinrutschen, was wir jetzt schon haben.
Und dann ein Punkt, der bisher nicht gefragt wurde, sozusagen der dritte Punkt: der Konflikt, der dann zwischen den Sunniten und Schiiten ausbrechen wird. Über die wahre Führung im Islam. Das wird sich schlussendlich zu einem Religionskrieg mausern, der erst bürgerkriegsähnliche Zustände zeigt, aber dann in einen offenen Religionskrieg übergeht, um die finale Nachfolgefrage des Propheten zu klären.
Problem: wie geht es mit den saudischen Bodentruppen weiter, nachdem fast drei Brigaden kampflos überliefen oder sich ergaben? Es klafft ein Riesenloch in der Front. Die Tür zum Erzfeind hin steht momentan offen…
Und dieser Religionskonflikt zieht sich dann nicht nur durch die Golfregion und die Staaten dort, die hauptsächlich schiitisch oder sunnitisch dominiert sind, sondern durch die gesamte islamische Welt, die ja nun global aufgestellt ist, unter anderem auch bei uns. Und so geht die Trennlinie dann auch durch Europa, durch unsere Länder, durch unsere Städte und durch unsere Gemeinden. Und das wird spürbar sein. Auch wenn es keiner laut sagt.
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Sascha Rauschenberger, geboren 1966 in Wattenscheid, ging nach dem Abitur zur Bundeswehr, wo er als Panzeraufklärer und Nachrichtenoffizier Dienst tat. Er diente, unter anderem auch als Reservist, in vier Auslandseinsätzen, zuletzt als Militärberater in Afghanistan.
Als Analyst im Bereich Sicherheitspolitik schrieb er diverse Artikel u.a. auch zum Ukrainekonflikt und zur inneren Sicherheit.
Seit 2000 ist er als Unternehmensberater im Bereich strategisches Projektmanagement und Arbeitswelt der Zukunft (Demographie / Future Work) tätig und Autor diverser Romane und Fachbücher.
(Bild: Sascha Rauschenberger)
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