Der Hass frisst sich durch die Firniss der Zivilisation – Grüne Hetzer marschieren auf

Schmutzkampagne auf Rädern: Julian Reichelt wird diffamiert – Berlin ist wieder Schauplatz von Hetzjagden

von Alexander Wallasch

Schmähwagen direkt aus dem Museum© Quelle: @ErikMarquardt) / Posts / X, Screenshot

Grüne Netzwerke und pseudo-anonyme Aktivisten fahren Beleidigungen durch Berlin – und feiern es als genialen Schachzug. Der grüne EU-Abgeordnete Erik Marquardt ist via X vorn mit dabei. Aus seinem Umfeld kommt der Hauptinitiator.  

Inmitten des Superwahljahrs 2026 rollt eine mobile Hetzkampagne durch Berlin: Große LED-Wände auf Anhängern zeigen ein riesiges Porträt von Julian Reichelt, flankiert von harten Beleidigungen wie „Das ist kein Chefredakteur, das ist ein geistig zurückgebliebener Menschenfeind“ oder „Herr Reichelt ist limitiert und das beweist er praktisch täglich“.

Die Initiatoren nennen sich „Edelweiß-Netzwerk“ – ein Name, der historisch mehrdeutig ist und von Widerstandsgruppen bis zu SS-Gebirgstruppen reicht. Die Aktion wird als besonders clever verkauft: Alle Zitate stammen angeblich direkt aus den Kommentarspalten des Portals Nius.

Die Kampagne ist kein spontaner Akt von Einzelpersonen. Als Initiator wird Peter Jelinek genannt, der dem Verein TGmedia / The Good Forces vorstehen soll und früher Pressereferent der Grünen-Fraktion im Europaparlament war.

Der grüne Europa-Abgeordnete Erik Marquardt postete stolz ein Foto des fahrenden Wagens samt Kommentar, dass dieser „heute um den Bundestag“ fahre – ohne jedoch klar zu benennen, dass die Aktion aus seinem politischen Umfeld stammt. Marquardt gilt neben dem Soros-starfinanzierten Gerald Knaus (ESI) als einer der zentralen Souffleure der illegalen Massenzuwanderung seit 2015.

Die „taz“ feiert die Aktion als so etwas, wie einen gelungenen Coup gegen „rechte Medienmacht“ und „Frauenhass“. Besonders perfide: Bereits im Vorfeld hatten die Aktivisten einen sogenannten „Honeypot“ aufgestellt – Droh-Mails an Nius-Mitarbeiter mit der Ankündigung versandt, sie künftig zu „beobachten“. Hier wird Journalisten gezielt Angst eingejagt.

Was daran nun eine Honigfalle sein soll, wissen nicht einmal die Initiatoren, hier geht es offenbar nur darum, möglichen strafrechtlichen Konsequenzen schon im Vorfeld aus dem Weg zu gehen, wie schon bei den genannten Zitaten auf den Plakatwänden. Die Logik dahinter ist atemberaubend dünn. Denn wenn jetzt jede Beleidigung zulässig ist, solange sie als „Zitat“ aus Kommentarspalten gekennzeichnet wird, könnte man morgen jeden als Arschloch beschimpfen, angelehnt etwa an Joschka Fischers legendäres „Mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch“, das dieser wiederum bei Götz von Berlichingen entliehen hatte.

Der Verdacht liegt zudem nahe, dass man sich die besagten Kommentare unter den "Nius"-Artikeln ebenfalls selbst geschrieben hat – passend zur Hetze- und Verfolgungsaktion.

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Eine solche Relativierung von Diffamierung öffnet Tür und Tor für jede Form von Denunziation und Verfolgung. Im umgekehrten Fall – wenn rechte Akteure etablierte Politiker oder Journalisten mit ähnlich harten Zitaten aus deren eigenen Leserforen plakatierten – würden Meldeportale, Staatsanwaltschaften und NGOs sofort aktiv. Hier bleibt es still.

Aber warum ausgerechnet Nius und Reichelt? Das Portal hat sich pro-ukrainisch positioniert, man gab Kanzler Merz anfangs durchaus eine Chance und wollte zwar als oppositionelle Stimme, aber doch unbedingt innerhalb des bürgerlichen Spektrums verstanden werden. Gerade deshalb scheint „Nius“ als „Scharnier“ zwischen Etablierten und außerparlamentarischer Rechten wahrgenommen zu werden – und genau das macht Reichelt und seine Crew nun für manche zum bevorzugten Ziel.

Im Superwahljahr 2026 zählt jede mediale Deutungshoheit, fahren – möglicherweise bereits staatlich alimentierte – links-grün vernetzte Akteure unbehelligt durch die Hauptstadt und diffamieren Oppositionelle mit Methoden, die an dunkle Kapitel der Geschichte erinnern: Plakatwagen, öffentliche Denunziation, Entmenschlichung.

Wer diese Aktionen finanziert – etwa über Programme wie „Demokratie leben!“ oder verwandte NGO-Strukturen – bleibt ungeklärt. Aber die Frage muss gestellt werden.

Julian Reichelt und sein Team bei Nius verdienen in dieser Stunde volle Solidarität. Wer heute mit mobilen Plakatwänden durch Berlin fährt und Menschen wieder als „geistig zurückgebliebene Menschenfeinde“ brandmarkt, nur weil sie eine andere Meinung vertreten, der betreibt keine Aufklärung – der betreibt eine klassische Schmutzkampagne samt gruppenspezifischer Menschenfeindlichkeit.

Damit wird am Ende nicht nur ein Portal, sondern die Grundlagen offener Debattenkultur getroffen.

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