Die aktuelle Debatte um Martin Sellner, den Gründer der Identitären Bewegung, Antaios-Autor und Kubitschek-Intimus, ist zuletzt nichts anderes als ein Auslaufgefecht. Die eigentliche Schlacht ist für Sellner erfolgreich geschlagen.
So hatte unter anderem Welt-Herausgeber Ulf Poschardt den Daumen über Sellner gehoben und ihn nicht mehr als „rechtsextrem“ geframt, sondern als „rechtsradikal“ und „interessanten Autor“ von „Remigration“ beschrieben. Eine klare Aufforderung zum Dialog: Sellners Migrationsidee soll diskutiert werden.
All das hat Ulf Poschardt in der „Zeit“ noch vor wenigen Wochen geäußert und hat dafür aus etablierten Politik- und Medienkreisen keine ernstzunehmende oder wahrnehmbare Kritik geerntet. Um was geht es tatsächlich? Verhandelt werden hier weiterhin die Ausläufer des sogenannten Potsdamer Geheimtreffens in Villa Adlon, eine Schmutzkampagne der staatlich geförderten linksideologischen Aktivisten der Plattform Correctiv.org.
Die hatten nämlich verbreiten lassen, Martin Sellner habe in der Villa vorgeschlagen, massenhaft Deutsche mit Migrationshintergrund auszuweisen – eine Lüge, wie sich später herausstellte. Dennoch gelang es, Hunderttausende über Wochen „gegen Rechts“ auf die Straßen zu treiben. Hier bekam dann auch die Forderung nach einem AfD-Verbot Flügel.
Der damals ebenfalls in Potsdam als Zuhörer anwesende Staatsrechtler und Rechtsanwalt, Professor Ulrich Vosgerau, CDU-Mitglied, hatte in mehreren richtungsweisenden Prozessen durchsetzen können, dass eine Remigration von Deutschen überhaupt nicht diskutiert wurde.
Wie unsinnig diese Debatte letztlich ist, kann man zudem daran abmessen, wie viele illegale Migranten zur Abschiebung ausgeschrieben sind, aber weiterhin im Land bleiben und wie viele Illegale weiterhin täglich nach Deutschland einreisen, nur um zu den Abschiebekandidaten von morgen zu werden.
Sellner soll auch nicht assimilierte Staatsbürger genannt haben. Also jene eingebürgerten Deutschen mit Migrationshintergrund, die sich nicht anpassen wollen, nicht assimiliert sind, die kriminell werden usw. Diese Klientel soll zur freiwilligen Rückkehr bewegt und animiert werden, so Sellner. Und Deutschland soll sich von einer unattraktiven Seite zeigen.
Das hat allerdings rein gar nichts mit staatlicher Verfolgung oder Ähnlichem zu tun, sondern beginnt schon da, wo Geldleistungen in Sachleistungen umgewandelt und wo finanzielle Anreize zur Rückkehr geschaffen werden. Auch die Forderung nach konsequenter Umsetzung der Dublin-Regelungen gehört dazu. Dass sich all das in einem strengen rechtlichen Rahmenbewegen muss, ist auch Sellner sonnenklar. Niemand kann hier das Gegenteil unterstellen.
Schaut man aktuell auf die polit-ideologische Entscheidung in Spanien, wo mit einem Schlag 500.000 illegale Migranten legalisiert werden sollen, um damit das Migrationsproblem zu vertuschen, dann wird der Ansatz von Sellner noch plausibler – positiv betrachtet von Welt-Herausgeber Ulf Poschardt.
Dieser Sellner-Poschardt-Ansatz wird da noch einmal interessanter, wo jetzt dringend Entscheidungen fallen müssen. Denn demnächst steht zu befürchten, dass sich 500.000 Neu-Spanier im Rahmen der Freizügigkeit für EU-Bürger ebenfalls auf den Weg nach Deutschland machen, schon deshalb, weil das Sozialsystem deutlich attraktiver ist als in Spanien.
Wer jetzt meint, so einfach sei das nicht, der vergisst, wie ideenreich und flexibel die deutsche etablierte Politik ist, wenn es darum geht, möglichst viele überwiegend muslimische Migranten in Deutschland anzusiedeln. Die Ampel hat dafür Gesetze geschaffen, die wohl noch wenige Jahre zuvor für einen Volksaufstand gesorgt hätten.
Weiterlesen nach der Werbung >>>
Ihre Unterstützung zählt
Und klar, diese Weiterreise, diese Bewegungsfreiheit im europäischen Raum ist für einen eingebürgerten Spanier deutlich einfacher als für einen Asylbewerber, der noch die Dublin-Vereinbarung überstehen oder aussitzen muss. Diese Dublin-Vereinbarung über Rückführungen entlang der Ersteinreise in die EU gilt noch für Spanien. Sie wurde bisher nur gegenüber Griechenland ausgesetzt.
Spanien muss nach wie vor beantragte Rückführungen durchführen, unabhängig davon, ob dem nun regelmäßig oder nur unregelmäßig entsprochen wird. Was bei dieser so schwer kontaminierten Debatte nicht vergessen werden darf: Wir stehen nicht – und standen nie – vor einem Naturereignis illegaler millionenfacher Migration! Hier sind politische Entscheidungen am Werk, beginnend mit Kanzlerin Merkel, diese Menschen ins Land zu lassen, sie anzusiedeln unter dem Vorwand, Fachkräfte zu sein.
Die Millionen wurden 2015 ins Land geholt und einer damals noch überwiegend homogenen Gesellschaft von Menschen mit parallelen Familiengeschichten entgegengestellt. Besonders gravierende Folgen sind Jahr für Jahr in den Kriminalstatistiken nachzulesen. Die Sicherheitsarchitektur erodiert Jahr für Jahr mehr, die Uhr tickt.
Aber was soll eine Gesellschaft tun, wenn eine politische Klasse massenhaft solche Einbürgerungen vornimmt bzw. erleichtert? Mit der Ampelregierung wurde das so beschleunigt, dass binnen Jahren Hunderttausende von Syrern einen deutschen Pass bekommen haben. Die ganze Debatte um doppelte Staatsbürgerschaft mit all ihren Risiken wurde ad acta gelegt, als habe es sie nie gegeben.
In drei Jahren Ampel-Regierung wurden die Deutschen vor unveränderbare Tatsachen gestellt, über die man jetzt nicht einmal mehr debattieren darf. Eine Enteignung in ganz großem Stil.
Und um das deutlich zu sagen: Selbstverständlich ist es verfassungswidrig, Deutsche ausbürgern zu wollen. Das lehrt uns die Geschichte. Aber es geht um etwas ganz anderes. Es geht darum, dass hier Migranten gezielt aus dem Asylsystem – einem Aufenthalt auf Zeit – in eine Ansiedlung auf Dauer überführt wurden und werden – die radikale Umsetzung einer antideutschen politischen Ideologie der vollendeten und unumkehrbaren Tatsachen.
Dass Aktivisten und politische Köpfe wie Martin Sellner und Journalisten wie Ulf Poschardt hier zusammenkommen, ist zunächst eine Überraschung. Aber ist es auch eine folgenschwere? Auf Nachfrage bestätigt Martin Sellner, dass es bisher von Poschardt selbst noch keinen direkten Debattenaustausch gegeben habe.
Und wieder mit Blick auf die Unvereinbarkeitserklärung der AfD gegenüber Martin Sellner mag es der aktuell größten Volkspartei um einen Sicherheitsmechanismus gehen, der ein von den Etablierten angestrebtes Verbot unschädlich machen soll.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Bundestag, Bernd Baumann weiß es aber besser: Er hatte zuletzt in einer Pressekonferenz daran erinnert, dass Martin Sellner nicht der AfD angehöre und natürlich alle mit allen reden könnten.
Baumann erinnerte daran, dass der Unvereinbarkeitsbeschluss der Partei nur besage, dass es keine gleichzeitige Mitgliedschaft in der AfD und in der Identitären Bewegung geben darf. Von Gesprächen mit Sellner, die damit verboten wären, kann demnach nicht die Rede sein. Eine Tatsache, welche die regierungsnahen etablierten Medien nicht bereit sind, in der ganzen Wahrheit zu formulieren.
Es wird eben alles reflexartig genutzt, was der AfD schaden kann. Hier sind die Medien in zehn Jahren kein Stück weitergekommen. Das Gleiche gilt für die illegale Massenmigration. Jetzt kommt es auf die prominenten Protagonisten an. Auch wenn Sellner weiter gegen Windmühlen ankämpft, vielleicht steht ihm demnächst ja überraschend Ulf Poschardt als Sancho Panza im Ferrari zur Seite.
Einen Kommentar schreiben
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen. Aufgrund von zunehmendem SPAM ist eine Anmeldung erforderlich. Wir bitten dies zu entschuldigen.
Zur Anmeldung
Kommentare
melden
Kommentar von Schwar Zi
Der Drops ist doch längst gelutscht, sind wir doch mal ehrlich. Und wir sehen an den USA, wie sinnfrei und ideologisch verblendet hier die links-grüne Bubble agiert. ICE befördert Stratäter aus dem Land, man sollte meinen, dies ist im Interesse aller, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Das sollte eigentlich die Akzeptanz steigern, doch wir sehen hier wie dort eine Horde, ja Horde, von Leuten die verzweifelt versuchen Absschiebungen grundsätzlich zu verhindern. Nicht die Menschen die zu uns kamen sind das Problem, sondern wir!!!
Ein Türke sagte mal zu mir, Ihr Deutschen habt selbst keinen Respekt vor eurer eigenen Kultur, aber ihr erwartet das andere Euch gegenüber Respekt zeigen. Fangt mal bei Euch an...ich bin ein stolzer Türke, bei allen Problemen die die Türkei hat, ich bin stolz Türke zu sein. Die Mehrzahl der Deutschen würde so etwas nicht einmal zu denken wagen.
melden
Kommentar von Carl Peter
Zuerst ist festzuhalten, wenn man Menschen einlädt, dann hat man sich auch um sie zu kümmern - ein paar antidemokratische Schwachköpfe werden jetzt sagen, aber ich habe sie doch garnicht eingeladen.
Doch, hast du, jeder einzelne Bundesbürger tut seit mindestens 10 Jahren im weiten Feld der Migration nichts anderes als einladen, und nur wenige hatten und haben was dagegen, das ist demokratischer Konsens und unzählige Wahlen haben zu keinem anderen Ergebnis geführt.
Jetzt passiert etwas wirklich ekelhaftes, während man weiter lustig Einladungen verteilt: Die Eingeladenen werden einem lästig, man hat nicht einfach nur Spaß miteinander, so manchesmal wird man gemessert, betrogen, ausgenommen, vergewaltigt und oft noch wegen seiner Tischsitten und seinen Gesetzen der Gastfreundschaft ausgelacht.
Aber das ist garnicht das Ekelhafte, das ich meine: Jeder einzelne Bundesbürger ist das Ekelhafte, wenn er die Eingeladenen, die er ans Feuer gelockt hat, wieder klammheimlich zurück in die Kälte schicken möchte, obwohl es dem Bundesbürger da meist selbst zu warm wäre.
Ich aber sitze verschreckt zu Hause und erinnere mich an Telemach, der auf seinen Vater Odysseus wartet und der dann blutige Rache an den frechen Gästen nimmt - Gäste, die den herrschenden Gesetzen nach von Telemach und seiner Mutter Penelope eingeladen und bewirtet werden mussten, weil das Volk nach einem Herrscher, und seine Mutter nach einem Mann an ihrer Seite verlangte.
Doch eines Tages erschien die Göttin Pallas Athene unerkannt im Palast und Telemach fragte den neuen Gast: „Wirst du mir, lieber Gastfreund, was ich dir sage, nicht verargen? Siehst du, wie diese Menschen hier fremdes Gut ohne Ersatz verprassen? Das Gut meines Vaters, dessen Gebein vielleicht am Meeresstrand im Regen modert oder auf den Wellen umhergetrieben wird? Er kommt wohl nicht wieder heim, sie zu strafen! - Aber du sage mir, edler Fremdling, wer bist du, wo hausest du, wo sind deine Eltern? Bist du vielleicht schon vom Vater her unser Gastfreund?“
„Ich bin“, erwiderte die unerkannte Göttin, „Mentes, der Sohn des Anchialos, und beherrsche die Insel Taphos; ich kam zu Schiffe hierher, um in Temesa Erz gegen Eisen einzutauschen. Frage deinen Großvater Laërtes, den Greis, der, wie man sagt, ferne von der Stadt, in Kummer auf dem Lande sich abhärmt: er wird dir sagen, daß unsere Häuser seit der Altväter Zeiten in Gastfreundschaft miteinander leben. Ich kam, weil ich glaubte, dein Vater sei wieder daheim. Dem ist nun freilich nicht so; aber doch lebt er gewiß noch; er ist wohl irgendwo an eine wilde Insel verschlagen und wird mit Zwang dort festgehalten. Ja, mir sagt es mein weissagender Sinn, er weilt nicht lange mehr, er macht sich bald los und kehrt heim! Du bist doch deines Vaters leiblicher Sohn, lieber Telemach! Wie du ihm am Haupte, zumal an den freundlichen Augen gleichest! Denn wisse, ich habe deinen Vater gekannt, ehe er gen Troja fuhr. Seitdem sah ich ihn nicht mehr. Doch sage mir, was ist denn das für ein Gewühl in deinem Hause? Feierst du denn ein Gastmahl oder ein Hochzeitsfest?“
Telemach antwortete mit einem Seufzer: „Ach lieber Gastfreund, ehemals mochte wohl unser Haus angesehen und begütert heißen, jetzt ist es anders; alle diese Männer aus der Nachbarschaft, die du hier siehest, umwerben meine Mutter und verzehren unser Gut. Sie selbst kann eine verabscheute Wiedervermählung nicht abschlagen und nicht vollziehen. Indessen verwüsten diese Schlemmer mein Haus, und in kurzem werden sie mich selbst umbringen!“
Aber die Göttin Athene gab Telemach einen Rat und so stellte sich Telemach vor die Freier: „Freuet euch immerhin beim Mahle, ihr Freier, aber lärmet mir nicht so, denn das ist eine Lust, dem Sänger in Stille zuzuhorchen! Morgen wollen wir Ratsversammlung halten; da will ich euch frank und frei den Vorschlag machen, nach Hause zu gehen; denn es ist Zeit, daß ihr euch an eurer eigenen Habe wärmet und nicht des fremden Mannes Erbgut vollends aufzehret.“?..................usw.
Gern möchte ich den jungen Menschen hier im Land zurufen: Lest die alten Sagen der Griechen, sie werden euch einiges lehren, und Netflix & Co. schaffen da sowieso einiges aus den alten Sagen ins Unbewusste - aber vielleicht überschreiben sie auch so eure Erinnerungen an die alten Väter und Mütter und verwirren eure Zeitlinien.
melden
Kommentar von T S
Sellner kämpft gegen Windmühlen? Man könnte sagen wer nicht kämpft hat schon verloren.
Aber im Grunde geht es nicht darum die Windmühlen zu besiegen sondern darum den Boden für politisches Vorfeld und kritische Unabhängige im Windschatten freizuräumen. Durchaus mit Erfolg, ob von Dauer bleibt abzuwarten. Auf eine politische Partei allein sollte man sich da nicht verlassen, schon gar nicht wenn sie derart fragmentiert und ambivalent auftritt wie die derzeit einzig echte Oppositionspartei.
melden
Kommentar von winfried Claus
Wenn die AfD verboten wäre? Tausende gehen auf die Straße und der Staat reagiert mit Gewalt?
Die Grundidee "UnSdemoweisichwas" wäre dann obsoltet.
Auch neue Parteien würden dann nichts mehr ändern!
Der Widerstand würde dann sehr breit und vor allem Böse werden, weil der stille Vertrag gekündigt ist!
Für Journalisten wird es dann gefährlich. Echte Faschisten, Kampferfahren und Waffentechnisch, würden dann eine politisierte Mafia bilden, samt einem chaotischer Rückzugszone.
Ob dann dann die Polizei noch agieren kann ist fraglich.
Der Putsch kommt dann nicht von friedlichen Leuten sondern aus dem Militär.
Ignoranz hat seinen Preis! Politische Idioten, werden wie immer die Wendehälse sein.
Die Operation "Deutschlandkaputt" ist dann gelungen!