Nach dem Desaster auf der immer dünner werdenden Teilnehmerliste des Ludwig-Erhard-Gipfels hat „dpa“ der Familie des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer umfassend Gelegenheit gegeben, ihre Veranstaltung am Tegernsee schönzureden.
Und wer mit seiner Geschichte bei „dpa“ unterkommt, der landet bei einer Reihe von Zeitungen, die zu parteiisch, zu faul und zu unkritisch sind, selbst zu recherchieren. Und welche die Gelegenheit nutzen, auch zu den Weimer-Recherchen von Alexander-Wallasch.de Distanz zu halten. „dpa“ konnte so mit seiner Christiane-Goetz-Weimer-Selbstabsolution etwa bei der „Süddeutschen Zeitung“ landen ebenso wie bei der „Welt“.
Die „Welt“ ist hier interessanter, weil dort Weimer-Sohn Valentin vom gestürzten „Welt“-Chef Jan-Philipp Burgard im zeitlichen Zusammenhang zu Weimers Ernennung zum Kulturstaatsminister vom Neuling-Politredakteur in die Position des Chief of Staff der Chefredaktion gehievt wurde – in touch with Burgard gewissermaßen (dazu heute im Laufe des Tages noch weitere Details bei Alexander-Wallasch.de).
Frau Goetz-Weimer beklagt via „dpa“ fehlenden „Anstand“ der Kritiker des Gipfels und eine Diffamierung der Veranstaltung durch die AfD. Das ist schon deshalb falsch, weil bei der AfD überhaupt keine Kampagne gegen Weimer erkennbar ist. Im Gegenteil: Man fragt sich, warum über die gestellten Entlassungsforderungen – ein Automatismus im politischen Geschäft – hinaus nichts passiert. Selbst die von Weimer ohne Einwilligung als Autorin mit bald einhundert Artikeln geführte AfD-Chefin Alice Weidel spielt diese Karte kaum aus.
Zum angemahnten „Anstand“ gleich noch mehr und warum er ein Schuss ins Knie ist. Entlarvend ist ebenfalls, dass Frau Weimer sich ausschließlich auf den Vorwurf konzentriert, der Ludwig-Erhard-Gipfel verkaufe Kontakte zu Politikern. Das will sie entkräften. Die Süddeutsche Zeitung („Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.“) schreibt:
„Kern der Kritik waren Berichte, wonach auf der Veranstaltung gegen Geld exklusiver Zugang zu Bundesministern samt ‚Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger‘ möglich sei, wie es zugespitzt auch in früheren Broschüren stand. Goetz-Weimer weist den Vorwurf kategorisch zurück: ‚Wir haben selbstverständlich zu keinem Zeitpunkt Kontakte zu Politikern verkauft, wie es fälschlicherweise in diversen Medien berichtet wurde.‘“
Und weiter sagt Frau Goetz-Weimer gegenüber „dpa“ und den Vorwürfen:
„Der Staatskanzlei sind wir keine Antwort schuldig geblieben. Rechtlich und ethisch ist schlichtweg alles in Ordnung.“
Wichtig sei Frau Goetz-Weimer, so dpa/SZ weiter, „dass sowohl die Prüfung der Staatskanzlei als auch eine eigene interne Überprüfung des Verlages keine Beanstandungen ergeben habe“.
Und hier wird nun eine interessante Entwicklung deutlich, die ursächlich auch einem Wettbewerb zwischen den Medien selbst innewohnt: Die Staatsaffäre Weimer wurde von Alexander-Wallasch.de aufgedeckt. Über bald zwei Monate hinweg kamen immer neue Enthüllungen auf dem Portal dazu. Anfangs waren es so viele Informationen, dass wir eine Reihe exklusiver Enthüllungen etwa an „Nius“ weitergaben. Auf Tichys Einblick wurden weitere Wallasch-Enthüllungen veröffentlicht.
Weil nun mittlerweile aus der exklusiven Berichterstattung zu Wolfram Weimer die vielbeachtete „Staatsaffäre Weimer“ wurde, machten sich weitere Redaktionen ans Werk. Der Spiegel ebenso wie T-Online steigen zunächst umfassend und investigativ ein, aber dem folgte nichts, die Affäre Weimer wurde bei den Etablierten auf Eis gelegt. Bei Spiegel und T-Online ging es um die Wallasch-Enthüllungen zum Schrott-Unternehmen Weimer Media Group, deren Geschäftsgebaren und Auftritt von Wolfram Weimer selbst, den wir als lupenreine Hochstapelei entlarvten.
Aber auch weitere Neuen Medien recherchierten zum Fall Weimer. Hatten wir von den enormen Kosten für die Tickets bei den Weimer-Veranstaltungen in Frankfurt und am Tegernsee berichtet, ließ sich Daniel Gräber für Apollo von der Weimer Media Group die Preisliste für Unternehmer zusenden. Und auch mit Hilfe von Reichelts „Nius“ bekam die obszöne Zahl von 80.000 Euro für Politiker-Kontakte besondere Beachtung.
Das passierte etwa zwei Tage nach der Aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag zu den Weimer-Enthüllungen von Alexander-Wallasch.de mit zwölf Rednern im Plenum und dem Versuch der CDU, das Portal auf übelste Weise zu diffamieren, indem man uns mit einer faustdicken Lüge im Bundestag zu vom Verfassungsschutz beobachteten Putin-Gehilfen machte.
Nun hatte unter anderem Prof. Ulrich Vosgerau schon früh via X kritisiert ( „An sich macht Herr Weimer nichts Neues, Besonderes oder Illegales“), was sich jetzt Christiane Goetz-Weimer zunutze machte und was zur Generalverteidigungslinie der Weimers und auch zu jener von Kanzler Merz für Weimer wurde: Die Konzentration allein auf den Vorwurf, auf dem Gipfel gegen Geld Einfluss auf Politiker nehmen zu können.
Hier machen sich die Weimers also den aus einem Wettbewerb der Neuen Medien entstandenen Versuch zunutze, die von Alexander-Wallasch.de aufgedeckte Staatsaffäre Weimer vergessen zu machen und daraus allein eine Affäre „Ludwig-Erhard-Gipfel“ zu stricken. Denn das ist – so Prof. Vosgerau – die angreifbarste Stelle der Staatsaffäre.
Unter anderem auch deshalb – Kanzler Merz hatte es damals von Südafrika aus schon angesprochen –, weil, was die Weimers da machen, längst zu den lukrativsten Geschäften großer Verlage wie Springer gehört. Auch dazu hat Alexander-Wallasch.de umfassend veröffentlicht.
Beispiel: Der Springer-eigene (gemeinsam mit Mitbewerber Funke Mediengruppe) Vermarkter „Media Impact“ organisiert viele dieser Events – laut Online-Enzyklopädie generiert die Springer-Funke-Tochter mit ihren Unternehmungen eine halbe Milliarde Euro jährlich. „Media Impact“ wirbt für sich mit dem Satz: „Wir sind Media Impact, die schnellsten und kreativsten Kundenversteher Deutschlands.“
Was die Weimers vergessen machen wollen – und hier kommt ihnen der erwähnte Wettbewerb der Neuen Medien zugute –, ist die eigentliche „Staatsaffäre Weimer“, die ein angebliches Medienimperium und seinen Chef, der sich über Busenfreund von Merz bis zum Kulturstaatsminister hochgearbeitet hat, entlarvt und als Scharlatan und notorischen Hochstapler dechiffriert.
Was hat Alexander-Wallasch.de alles herausgefunden, was das Bild eines Hochstaplers Wolfram Weimer offenbarte?
Weiterlesen nach der Werbung >>>
Ihre Unterstützung zählt
Zur Erinnerung, was Christiane Goetz-Weimer jetzt in Verteidigung ihres Mannes vergessen machen will. Wolfram Weimer in Persona ist der erste Skandal dieser von Alexander-Wallasch.de aufgedeckten Staatsaffäre:
Alexander-Wallasch.de hat in einer umfangreichen Serie investigativer Berichte zahlreiche Vorwürfe gegen Wolfram Weimer erhoben und untermauert, die ihn als Hochstapler darstellen. Die Recherchen begannen im Oktober 2025 und führten zu einer breiten Debatte, die als „Staatsaffäre Weimer“ bekannt wurde.
Sie umfassen systematische Täuschungen in seinem Medienimperium (Weimer Media Group), insbesondere beim Magazin „The European“, sowie persönliche Lebenslauf-Falschdarstellungen, Plagiate und dubiose Geschäftspraktiken.
Hier eine chronologische und thematische Übersicht der zentralen Enthüllungen, basierend auf den veröffentlichten Artikeln und ergänzenden Recherchen:
Im Oktober 2025 wurde aufgedeckt, dass „The European“ Inhalte ohne Erlaubnis prominenter Personen übernahm und sie als „Autoren“ auflistete. Beispiele: Knapp 100 Artikel wurden Alice Weidel (AfD-Chefin) untergeschoben, ohne ihr Wissen.
Ähnlich betroffen waren Politiker wie Hans-Georg Maaßen, Annalena Baerbock, Alexander Dobrindt und sogar Papst Franziskus oder Brad Pitt. Dies diente mutmaßlich dazu, Anzeigenkunden und Veranstaltungspartner anzulocken, indem ein „Debatten-Portal mit über 2000 Autoren“ vorgetäuscht wurde.
Bis zu eintausend versteckte Autorenprofile wurden identifiziert, die nach der Aufdeckung gelöscht wurden. IT-Forensik bestätigte ein gigantisches betrügerisches Geschäftsmodell, bei dem Inhalte geklaut und unter Tarnkappe versteckt wurden.
Nach den Enthüllungen löschte die Weimer Media Group massenhaft Inhalte – seitenweise Artikel, Autorenlisten und Profile. Dies wurde als Versuch gewertet, Spuren zu tilgen, und führte zu Unterlassungserklärungen.
Beteiligung der Familie: Weimers Söhne (z. B. Valentin Weimer als ehemaliger Webmaster) und Ehefrau Christiane Goetz-Weimer leiteten Teile des Unternehmens. Die Enthüllungen zeigten, wie aus „Luft“ ein Imperium gebaut wurde, inklusive eines Avatars und Verbindungen zu einem Kinderhilfe-Pfarrer am Tegernsee.
Weimer operierte mit falschen Lebenslaufdaten nicht nur persönlich, sondern auch in der Chronologie der Weimer Media Group. Dort wurden etwa die Gründungsdaten zugekaufter älterer Schrottmedien kurzerhand zum Gründungsdatum der Weimer Media Group. Weimer selbst nannte in seinem Lebenslauf unter anderem Preisauszeichnungen, die er in der dargestellten Form so nie bekommen hatte.
Im Dezember 2025 legte der Plagiatsjäger Stefan Weber nach einem Interview bei Alexynder-Wallasch.de zur Staatsaffäre Weimer Beweise vor, dass Weimer in seinem Buch Das konservative Manifest (2018) schamlos abgeschrieben hat. Weber kündigte an, alle acht Bücher Weimers zu prüfen. Dies unterstreicht ein Muster der intellektuellen Unehrlichkeit.
Zweifel an Weimers Behauptung, während der Nelkenrevolution 1974 in Portugal gewesen zu sein – eine Geschichte, die er in Interviews etwa beim Deutschlandfunk unter „Mein Demokratiemoment“ erzählte, aber bisher nicht belegen konnte. Der dringende Verdacht besteht sogar, dass Weimer zum Zeitpunkt der Revolution nicht mehr in Portugal lebte. Dies wurde als Teil eines „größenwahnsinnigen“ Narrativs enttarnt.
Falschdarstellungen im Verlauf der Affäre selbst: Weimer prahlte mit „sechs Millionen verkauften Büchern“, die nie existierten, und mit „AfD-Drohnen“ über seinem Haus, was als paranoider Unsinn entlarvt wurde.
Politische Deckung: Weimer wurde von Institutionen wie Landesmedienanstalten (LMA) geschützt, die stattdessen den Enthüller (Alexander Wallasch) verfolgten. Es gab eine „Prüfgruppe Wallasch“ mit Hunderten Mitarbeitern und KI, um freie Medien zu bekämpfen. Weimer selbst war jahrelang bei der gegen Wallasch vorgehenden Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg beschäftigt.
Die Staatsaffäre „Weimer“ hat Weimers Image als seriösen Medienmogul und Minister zerstört und zeichnet das Bild eines Systems aus Täuschung, um Macht und Geld zu generieren. Die Weimers versuchten ab einem bestimmten Zeitpunkt und mit Unterstützung des Weimer-Freundes Friedrich Merz die Staatsaffäre Weimer unter dem Detail der Unternehmensbroschüre zu vergraben.
Dieses Angebot käuflichen politischen Einflusses halten die Weimers offenbar für die schwächste Stelle der Staatsaffäre. Entsprechend nutzt ihnen das mediale Interesse daran. Und sie könnten tatsächlich damit durchkommen.
Einen Kommentar schreiben
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen. Aufgrund von zunehmendem SPAM ist eine Anmeldung erforderlich. Wir bitten dies zu entschuldigen.
Zur Anmeldung