Ich bin gerade voller Bewunderung für den Journalisten Roland Tichy. Heute hat der Blattmacher sich selbst übertroffen: Tichy veröffentlichte einen eiskalten wie sozialneidischen Artikel über ukrainische Wehrpflichtige.
Das kann ja von Tichy nur ein selbstloser Akt einer maximal ausgeschöpften Presse- und Meinungsfreiheit zugunsten des Leipziger Autors Olaf Opitz sein, anders ist nicht zu erklären, dass dieser die Gnade des Verlegers gefunden hat.
Zunächst liest man die Überschrift zum ‚Ukraine-Krieg‘ und denkt sich: Okay, gut so: „Deutschland liefert keine Wehrpflichtigen aus“.
Aber schnell wird klar, dass Opitz es anklagend meint. Er bedauert den Schutzraum Deutschland für ukrainische Kriegsdienstverweigerer, die nicht im Zweifel in wenigen Stunden oder Tagen in der ostukrainischen Hölle verrecken wollen!
„Sie dürfen hier bleiben, während ihre Kameraden an der Front kämpfen“, beschwert sich der 66-jährige Autor bei Streuselkuchen und Bohnenkaffee über seinem Laptop gebeugt im mollig-warmen Wohnzimmer. Keine Sorge, der Sozialneid schlägt gleich noch brutal zu.
In den Neuen Medien ist die Haltung zum Ukrainekrieg die große verschleierte Unbekannte. Man weiß um die Anti-Krieg-Grundhaltung der gemeinsamen Leser: Wer sich in den vergangenen Kriegsjahren für deutsche Waffenlieferungen aussprach, der musste mit massivem Schwund an Lesern rechnen. Ex-Journalist Ulf Poschardt hat an der Stelle mit seinem Ukraine-Verdienstorden für Propaganda die engsten Schnittmengen zu den neuen Medien und ihren Vertretern.
Tichys Einblick traut sich jetzt immerhin mit der Menschenverachtung von Opitz aus der Deckung. Aber was die „Unity Hubs“, diese getarnten geheimen ukrainischen Feldjäger-Behörden auf deutschem Boden angeht, hat bisher niemand der Neuen Medien berichtet – dieses Thema überlässt man lieber Alexander-Wallasch.de, wo beim Weimer nur so der Lefzensabber floss.
Landserheft-Romantik pur bei Olaf Opitz:
„Noch verteidigen ukrainische Soldaten tapfer ihre Heimat im tiefsten Winter in kalten Schützengräben gegen die russische Interventionsarmee. Doch die Reihen lichten sich.“
Die jahrelange Verweigerung jedweder Bemühungen um diplomatische Lösungen und der Wunsch nach einem Ende des Verreckens findet hier einfach nicht statt. Stattdessen ein gäriges Grauen bei Opitz, wie ein schmuddeliges Zitat aus der Bahnhofskneipe 1959, wo sich die Wehrmachtshelden in der hinteren Ecke unter den Gleisen ihre alten Geschichten aufwärmten:
„„Wenn es hart auf hart kommt, halten Soldaten eben zusammen“, heißt es an der Front. Aber das gilt längst nicht für potenzielle Kameraden in der Etappe. Immer mehr wehrpflichtige Männer an der Heimatfront fliehen ins europäische Ausland, weil sie nicht in diesem Krieg sterben möchten.“
Entschuldigung, ich muss mich übergeben. Junge ukrainische Männer fliehen in Massen vor dem finalen Kopf-, Bauch- und Rückenschuss, vor der von Drohnen fallengelassenen Granate.
Wer wirklich hinschaut, sieht die verängstigten Männer im Alltag. Das sind jene stillen Typen, die immer nach unten schauen, die im Supermarkt schnell durch die Gänge huschen, immer eng am Regal lang, und eben nicht jene Südländer, die mit lauter Stimme den Gang versperren, während sie ihre Rachenlaute in die Handys brüllen.
Ungerührt von allem schreibt der Sofakrieger Opitz bei Tichys Einblick:
„Viele suchen auch ihr Heil in Deutschland, weil hier das lukrative Bürgergeld lockt, selbst wenn es ab 1. Juli dieses Jahres dann ‚Grundsicherungsgeld‘ heißt.“
Allerdings: Nicht Afghanistan und nicht Syrien grenzen an die europäische Gemeinschaft, es ist die Ukraine! Und gleich hinter Polen kommt Deutschland. Und Polen hat weniger als halb so viele Einwohner als Deutschland, aber noch deutlich mehr Ukrainer im Land.
Olaf Opitz orientiert sich hier blind – Faulheit oder AfD-Einvernehmen? – an einer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag, die den schlimmen Titel trägt: „Fahnenflucht ukrainischer Staatsangehöriger – Rückführungsfähigkeit durch deutsche Behörden“.
Die von Weidel und Chrupalla unterzeichnete Anfrage der AfD befindet in einem den Fragen vorangestellten erklärenden Text:
„Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ist eine hohe Zahl ukrainischer Männer im wehrfähigen Alter nach Deutschland eingereist. Angesichts der in der Ukraine geltenden allgemeinen Wehrpflicht und Mobilmachung besteht der begründete Verdacht, dass sich unter diesen Personen auch Männer befinden könnten, die fahnenflüchtig sind.“
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Autor Olaf Opitz hinterfragt nicht – kein Bock – und macht sich lieber mit der Aussage des von ihm befragten „AfD-Sicherheitsexperten Zerbin“ gemein, als wäre, was der zur Sache äußert, hinreichend zur Einordnung. Zerbin kommentiert für Opitz die schlechten Chancen einer Rückführung von „fahnenflüchtigen“ Ukrainern:
„Das muss sich nach meiner Überzeugung ändern. Entsprechend fordere ich die Bundesregierung auf, die rechtlichen Möglichkeiten nochmals zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.“
So in etwa bei Opitz und Zerbin: Wehrfähige Ukrainer? Kann weg, ab in den Schützengraben als Kugelfang. Jeder tote Wehrpflichtige ist ein potenzieller Bürgergeldschnorrer weniger.
Weil Opitz nun weiß, was er sich da zusammenschießt, heuchelt er noch ein bisschen Verständnis, sicher könne man es jungen Ukrainern nicht verdenken, „sich nicht für den selbst in der Heimat inzwischen umstrittenen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj trotz russischer Bedrohung zu opfern.“ Aber das war vorgeschoben:
„Dennoch lassen Hunderttausende wehrpflichtige Männer im europäischen Ausland auch Zweifel am Verteidigungswillen von Teilen der ukrainischen Bevölkerung aufkommen.“
Und zuletzt muss dann der ganze auf dem Sofa aufgestaute Sozialneid noch mal rausgedrückt werden. Olaf Opitz endet, wie er angefangen hat:
„Vor allem wohlhabende junge Männer im wehrpflichtigen Alter fallen hierzulande vielen deutschen Bürgern mit ihren teuren und großen Geländewagen immer mehr auf. Das schadet der Solidarität mit der angegriffenen Ukraine.“
Das sagt alles über eine so eiskalt daherkommende Neiddebatte aus der deutschen Wohlstandsblase, die schwindelig macht. Neben den Landserfantasien von Kameradschaft und Schützengraben-Weihnachten, wie es der Opa dem Opitz erzählt haben mag, ist nichts geblieben. Hat nichts stattgefunden.
Der weggeschossene Schädel ist immer der Schädel der anderen. Blut, Angst, Urin und Scheiße – das große Verrecken zweier Weltkriege, zweier Zeitenwenden, die sich so tief in die Geschichte und Kultur der Deutschen gerammt haben, müssen vor der Wohnzimmertür der Opitz’ dieser Republik kehrtgemacht haben, hier kann man mit keinem Mitleid rechnen. Zurück an die Front zum Verrecken!
Und die AfD muss sich fragen, was die Drucksache 21/2923 vom 26. November 2025 für eine verstörende Kleine Anfrage sein soll, wenn es da heißt:
„Fahnenflucht ist in der Ukraine während des Kriegszustands strafbar und kann mit mehrjährigen Freiheitsstrafen geahndet werden; auch in Deutschland stellen Fahnenflucht (§ 16 des Wehrstrafgesetzes) sowie eigenmächtige Abwesenheit vom Dienst (§ 15 des Wehrstrafgesetzes) Straftatbestände dar, was die besondere Bedeutung rechtsstaatlicher Handhabung solcher Fälle unterstreicht.“
Sozialneid ist der beste Wahlhelfer? Zum Aufbau einer geheimen ukrainischen Behörde in Berlin (Unity Hub) mutmaßlich zur Verfolgung der ukrainischen Wehrpflichtigen hingegen kein Wort. Alexander-Wallasch.de hat dazu seit Anfang 2025 regelmäßig berichtet.
Es ist so grauselig, dass einem schwindelig wird vor Wut und Schmerz und Mitgefühl mit diesen von allen Seiten verlassenen Hunderttausenden ukrainischen Männern, die nicht nach ihren Müttern schreiend elend im Dreck verrecken wollen.
Die AfD steht in der Sache nahe am Abgrund, fern jeder Menschlichkeit. Autor Olaf Opitz ist schon mal vorausgesprungen zwischen – Sie wissen schon: – Streuselkuchen und Käffchen. Die AfD in ihrer kleinen Anfrage:
„Gleichzeitig stellt sich in Deutschland die Frage, ob und in welchem Umfang deutsche Behörden – insbesondere die Bundeswehr, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Ausländerbehörden oder die Polizei – in der Lage sind, solche Fälle zu erkennen, zu dokumentieren oder entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.“
Und als wahrhafter letzter Held bleibt dann einzig Verleger Roland Tichy übrig. Diesen Opitz abzudrucken, dafür muss man Eier haben. Dafür muss man die Presse- und Meinungsfreiheit mit der Muttermilch aufgesogen haben. Gewissermaßen als Magenbitter gegen diesen alltäglichen verachtenswerten Wahnsinn.
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Kommentar von Detlef Piel
@ Lebensreformer:
"Nötig ist eine sozialkonservative Politik."
Gott bewahre. Staatsgläubige gibt es nun mehr als genug.
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Kommentar von Detlef Piel
@ stephan manus:
In einer modernen Armee wird der größte Teil des Personals nicht in der unmittelbar kämpfenden Truppe benötigt. Wenn Frauen in der Logistik bei UPS arbeiten können, dann auch in der Logistik der BW. Israel liefert ja das Beispiel, daß es eben doch geht. Auch wenn der Wehrdienst für beide Geschlechter unterschiedlich lang ist.
Der für mich entscheidende Punkt, ich kann nicht einen auf Geschlechtergerechtigkeit machen und zwänge dann nur Männern eine Kriegsdienstpflicht auf. Gleichzeitig sollen Frauen aber freiwillig dürfen und sich die Pralinen rauspicken. Bei einem solchen Denken bin ich raus.
@ Eugen Karl:
Wie ich schon andeutete, alles wäre anders, wenn man ein gutes Gemeinwesen hat. Dann sollte jener Wehrdienst aber auch nur Landesverteidigung beinhalten und nicht Auslandsabenteuer. Wer das Land verteidigen soll, muß natürlich auch immer die Chance haben welches zu erwerben und selber zu besitzen und er muß als mündiger Bürger betrachtet werden. Am besten nimmt er wie in der Schweiz die Waffe mit nach Hause, dann ist der Bürger nämlich die Armee.
Vom guten Gemeinwesen kann ich nichts erkennen. Von Chancengleichheit beim Immobilienerwerb für deutsche Jugend ohne großes Erbe auch nichts. Und als mündiger Bürger wird man hierzulande auch nicht betrachtet, zumindest wenn man sich abweichende Ansichten erlaubt.
Prinzipiell verteten Sie und ich aber Minderheitsmeinungen. Die AfD würde ja schon Wehrpflicht wollen und nur deswegen nicht, weil sie nicht regiert. Die linksliberale Parteivorsitzende Weidel hatte ursprünglich kein Problem mit einer bis zu zwei Jahren dauernden Wehrpflicht nur für Männer.
Rein prinzipiell ist eine Pflicht zum Kriegsdienst auch nicht viel anders als der Besitzanspruch der DDR, mit dem sie arbeitsfähige Insassen an der Ausreise hinderte.
Die Kehrseite der Medaille, beim Militär kann man eventuell Ausbildungsinhalte vermittelt bekommen, für die man privat viel bezahlen muß und in Zeiten wie diesen weiß man nie wozu man es mal brauchen kann. Im Übrigen wird im V-Fall eh jeder einberufen, egal wie tauglich er vorher getestet wurde, egal ob er verweigert hat oder nicht.
Ich votiere also selber für nein, wenn dann aber alle oder man kehrt zu einem traditionellen Rollenverständnis zurück.
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Kommentar von stephan manus
@ Detlef Piehl
"Interessant finde ich, daß sich außer mir keiner daran stört, daß nur Männer kämpfen sollen, nur Männer Pflichtdienst leisten müssen..."
Das kann ich nachvollziehen. Zum einen wegen physischer Konstitution, zum anderen wegen dem demographischen Fortbestand der jeweiligen Länder. Beispiel: 100 Frauen und 1 Mann bedeuten 100 Kinder innert eines Jahres. 100 Männer und 1 Frau bedeutet 1 Kind innert eines Jahres.
Beim Bürgergeld läuft in der Tat einiges total schief. Das liegt m.E. daran, dass viele wehrpflichtige ukrainische Männer (23Jahre+) der Oberklasse und oberen Mittelklasse dort angehören. Andere könnten sich die erforderlichen hohen Schmiergeldzahlungen für eine (offizielle) Ausreisegenehmnigung nicht leisten.
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Kommentar von Eugen Karl
@D. Piel: "Interessant finde ich, daß sich außer mir keiner daran stört, daß nur Männer kämpfen sollen, ...."
Das ist nicht der Fall. Da ich den Wehrzwang, wie es richtig heißen muß, grundsätzlich ablehne, ist das jedoch nachgeordnet. Wenn aber Kriegsdienst, dann selbstverständlich für beide Geschlechter. Alles andere widerspricht GG Art. 3.2.
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Kommentar von Lebensreformer
Auch viele Russen entziehen sich dem Wehrdienst. Das ist gut. Nötig ist eine sozialkonservative Politik. Bitte googeln: Jesuanische Lebensreform und Traumyoga
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Kommentar von Detlef Piel
Nun ja, jetzt müßte man ja erst einmal klären, wie ein jeder zur Wehrpflicht steht, wer selber womöglich seiner Wehrpflicht nachgekommen ist und sich heute womöglich nicht mehr erinnern will.
Ich habe es mit meiner freiheitlichen Perspektive einfach, für mich sind Bürger nie Eigentum ihres Staates und ein Staatswesen, welches unfähig ist genügend geeignete Freiwillige zu rekrutieren nicht wert verteidigt zu werden. Ich ziehe auf Freiwilligkeit basierende Milizsystem vor. Ein System in der Schweiz war angebracht, als der Wehrdienst dort noch das Wahlrecht garantierte.
Jetzt sind Ukrainer aber keine Deutschen und obliegen in ihren Pflichten auch nicht deutschen Regeln. Übrigens die Regierung schummelt bei den Freiwilligenzahlen. Die liegen nämlich höher als man tatsächlich einplanen könnte.
Aber zu den Ukrainern. Wo im Völkerrecht findet sich die Anerkennung von Desertion als Fluchtgrund? Wo finde ich, daß ich als Flüchtling durch einen halben Kontinent reisen darf? Neulich war das Völkerrecht doch noch Maß der Dinge, warum hält man sich nicht ans Recht, wenn es um dieses Thema geht? Es sollte sich doch herumgesprochen haben, daß man nach Deutschland nur über sichere Drittländer kommt. Deutschland grenzt weder an Syrien, auch nicht an die Ukraine, habe ich da was verpaßt?
Gleichfalls kann ich nicht erkennen, daß in der gesamten Ukraine tatsächlich Kämpfe stattfinden. Warum lassen sich jene Flüchtlinge nicht zum Teil im eigenen Land unterbringen? Komischerweise, Deutschland konnte das sogar im Zweifrontenkrieg.
Hier beißt sich doch einiges. Die Luxuslimos kann ich bestätigen. Bei meiner Partnerin Maserati vor der Tür und der Besitzer ein junger Mann mit Puffpudel. Was hat der hier zu suchen und vor allem, warum muß der Steuerzahler dafür aufkommen? Gehören die Ukrainer jetzt etwa auch zum Eigenen, gehört die Ukraine etwa jetzt auch zu Deutschland? Gleichfalls sehe ich wie bei den Syrern kaum alte Leute. Haben alte Leute keine Angst vor Krieg?
Was soll ich jetzt eigentlich alles? Die eigenen Söhne sollen wieder zum Militär, die fremden Söhne dürfen hier Sozialhilfe beantragen, gleichzeitig soll ich mehr Steuern zahlen, damit man mehr Waffen an die Ukraine liefern kann, deren Kosten niemals wieder zurückgezahlt werden?
Ich gestehe den Ukrainern ja ihren Widerstand zu. Für mich ist Rußland tatsächlich der Angreifer. Vermutlich sind die besten Ukrainer nicht hier, sondern dort wo ihr Land sie braucht, gleich wie korrupt deren Regierung ist. Als ob nur die Ukraine eine korrupte Regierung besitzt. My Country, Right or Wrong.
Interessant finde ich, daß sich außer mir keiner daran stört, daß nur Männer kämpfen sollen, nur Männer Pflichtdienst leisten müssen, dann aber wieder zuschauen dürfen, wenn per Quote Führungspersonal oder Personal für Druckposten gesucht wird.Wenn man schon von Gerechtigkeit reden will, fangen wir doch mal mit dieser Ungerechtigkeit an.
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Kommentar von stephan manus
Die CDU und CSU ist der Meinung, dass die ukrainischen wehrfähigen Männer ihr Land verteidigen sollen. Der Herr hinter der Topfplanze hat in Davos nochmal bekräftigt, dass die Ukraine das wichtigste Interesse Deutschlands ist.
Nichtsdestotrotz werden die ukrainischen Männer m.E. nicht zurückkehren. Möglicherweise können einige angelockt werden. Die ukrainische Infantrie ist ausgedünnt. Ein Einsatz dort bedeutet den sicheren Tod. Der komplette Militärapparat ist bekanntermaßen hochgradig korrupt, Befehle fühlen sich für die einfachen Soldaten an wie die Todesstrafe.
Die Ukraine kann tun und lassen was sie will. Deutschland sollte aber die militärische Realität anerkennen und kein gutes Geld schlechtem hinterherwerfen.
Ich persönlich denke, dass es dieses Jahr, 2026, zu einem Friedensabkommen kommt. Danach zu einem Waffenstillstand. Deutschland und die Nato EU haben m.E. keine Möglichkeit (mehr) diesen Krieg weiter anzuheizen bzw. in das Jahr 2027/2028 hineinzutragen.
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Kommentar von Eugen Karl
Das ist nur konsequent: wer für Wehr"pflicht" ist, muß gegen Fahnenflucht sein. Und da es ja nur Männer betrifft, ist der Aufschrei im Deutschland der Feministinnen erwartungsgemäß verhalten.
Ich selbst denke, man kann das trennen: Schutz vor Verheizung an der Front und Bürgergeld. Dieses sollte nur bekommen, wer Bürger ist, jener steht jedem zu, der sein junges Leben nicht Politikern zum Fraß vorwerfen möchte. Es reicht aber eine Mindestversorgung, und teuere Autos sind zuvor zu Geld zu machen.
Habe den betreffenden Artikel nicht gelesen, von Opitz kenne ich nur das "Buch von der deutschen Poeterey".
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Kommentar von Axel Berger
Es ist vollkommen schizophren, auf der einen Seite ein Land in den Krieg zu treiben und auf der andern es durch offene Förderung der Desertion absichtlich zu schwächen. Genau das tun denn die Bundesregierung und die EU. Mit Waffen und Milliardenzahlungen, von denen ein zweistelliger Prozentanteil in den Taschen einer korrupten Oberschicht, die selbst nichts riskiert, versickern, wird ein Krieg angeheizt und verlängert, der nicht gewonnen werden kann. Auf der anderen Seite wird das Land vorsätzlich mit Anreizen geschwächt. Ist das Dummheit oder doch ein zweiflankiger Zangenangriff, um die Ukraine bewußt und absichtlich zu vernichten?
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Kommentar von Palmström
Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut in unserer Gesellschaft. Zumindest bei den letzten Aufrechten. So kann man nach dem Lesen sein Kommentar darunter setzen. Immerhin. Bei uns in der Gegend sind viele Flüchtige in Lohn und Brot. Die Männer haben den Vorteil das für ihre händischen Arbeiten nicht viel gesprochen werden muss. Die Autos bekommen dann auch neue Nummernschilder. Diese Leute werden später wohl auch hierbleiben. So hört man schon.
Die SUVs vagabundieren wahrscheinlich nur durch die Großstädte. Aber ob die sich Geld vom Amt holen müßte erst ergründet werden, das reicht doch für die nicht. Die leben eher von den geschenkten Milliarden. Wobei die Quelle des Geldes am Ende die Gleiche ist.
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Kommentar von Paul
Sehe ich wie der Autor. Ich freue mich, daß hier niemand gezwungen wird, in diesem Krieg zu sterben. Die Anfrage der AFD, besonders der Teil mit der Möglichkeit einer Rückführung, lehne ich als AFD-Wähler ab. Hofffentlich gelingt es Trump, diesen Krieg zu beenden, ansonsten kümmert es ja niemanden.
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Kommentar von winfried Claus
Vor meiner Haustür stehen schon die fetten ukainischen Autos. Vieleicht ist es nur Propaganda, das jeden Tag 100 Flix Busse in die Ukraine fahren, könnte man leicht nachprüfen. Der Begriff "Flüchtling" erscheint dann doch Unlogisch. Doch würde ich keinen jungen Mann empfehlen, in die Ukraine zurück zukehren. Doch warum geht er nicht nach Russland? Dort leben die meisten Flüchtlinge und sprechen dort ihre Sprache?
Hier seit ihr nicht sicher!