200.000 Dollar Soros-Förderung für die Entkriminalisierung irregulärer Ausreise und die Erleichterung von Aufenthaltstiteln

Soros und die marokkanischen Schwimmreifen

von Alexander Wallasch

Auffällige Einheitlichkeit oder Indiz für Vorbereitung und Wegschauen?© Quelle: https://x.com/AlexanderSoros/Screenshot, Wallasch, Montage: Wallasch

Zehntausende Menschen schwammen Ende Juli 2026 nach Ceuta – und hinterließen auffällig viele schwarze Reifen-Schwimmringe. Ist das nur Marktdynamik, oder deutet es auf Orchestrierung und gezieltes Wegschauen hin?

Ende Juli 2026 erlebte Ceuta eine der größten Migrationsbewegungen der jüngeren europäischen Geschichte. Schätzungen sprechen von über 70.000 Menschen, die innerhalb weniger Tage bzw. Stunden die Grenze überquerten, die meisten schwimmend um den Molenkopf von Tarajal herum.

Die Bilder von den Stränden zeigten hunderte zurückgelassener Schwimmhilfen – und besonders auffällig waren hier schwarze Schwimmringe im realistischen Autoreifen-Design. Das warf schnell die Frage auf: Warum gerade dieses eine Modell so dominant? Sieht das nicht nach einer größeren, vorbereiteten Bestellung und Verteilung aus – und damit nach einem Indiz für orchestrierte Abläufe?

Bei dem Produkt handelt es sich um den klassischen Intex „Bouée gonflable pneu“ – unter anderem Referenz 59252NP, 91 cm Durchmesser –, übersetzt etwa „Autoreifen-Schwimmring“. Es gibt baugleiche Versionen von Bestway und zahlreichen No-Name-Herstellern. Das Design ist schlicht, schwarz-grau mit Profilnachbildung, oft mit Griffen und für Jugendliche und Erwachsene geeignet.

In Europa wird es unter anderem beim niederländischen Discounter Action für ein paar Euro verkauft. Action hat jedoch keine Filialen in Marokko. Auf dem marokkanischen Markt ist das Produkt dennoch massenhaft verfügbar: Auf Jumia.ma finden sich unter dem Suchbegriff „Bouée pneu“ dutzende Angebote – Originale von Intex, Bestway und Generika – zu Preisen zwischen etwa 70 und 210 Dirham. Lokale Bazare und Strandläden in den Küstenregionen führen solche Artikel saisonal in großen Mengen. Eine klare offizielle Intex-Vertriebsstruktur für Marokko ist in der Recherche kaum nachweisbar. Die Ware kommt typischerweise über allgemeine Importeure von chinesischen Konsumgütern über die Häfen Casablanca und Tanger Med.

Die These einer Orchestrierung der Invasion könnte sich aus dieser Beobachtung ergeben: Deutet die optische Einheitlichkeit auf mehr als spontanen Einzelkauf hin? Bei einer so massenhaften Bewegung müssten größere Mengen vorab beschafft und in der Grenzregion verteilt worden sein – durch Schleppernetzwerke, Social-Media-Gruppen oder mit stillschweigender Duldung marokkanischer Stellen.

Berichte und Videos zeigen marokkanische Sicherheitskräfte, die zunächst passiv blieben, Menschen durchwinkten oder gar ermutigten – „Schwimm, schwimm“ –, Lastwagen, die junge Männer nahe der Grenze absetzten, und eine verzögerte Intervention, obwohl die Mobilisierung über Facebook-Gruppen und WhatsApp mit landesweiter Reichweite und unter Schlagworten wie „Karyaj-Angriff auf Ceuta“ Tage vorher sichtbar war.

Spanische Quellen und Analysten halten es für unmöglich, dass Zehntausende aus dem ganzen Land unbemerkt und ungehindert anreisen und die Grenze überqueren, ohne dass marokkanische Behörden zumindest weggeschaut oder erleichtert hätten. Einige Zeugen und Medienberichte sprechen von infiltrierten Geheimdienstlern unter den Migranten und von einer möglichen politischen Signalwirkung – etwa im Zusammenhang mit spanisch-algerischen Annäherungen. Marokko bestreitet jede absichtliche Förderung und verweist auf Schleuser und Gerüchte, doch die anfängliche Passivität bleibt ein zentrales Indiz für gezieltes Wegschauen.

Auch NGO-Netzwerke spielen in der Debatte eine Rolle. In Marokko ist die Open Society Foundations (OSF) von George Soros über ihr regionales arabisches Büro aktiv und finanziert Organisationen wie den Groupe antiraciste de défense et d’accompagnement des étrangers et migrants (GADEM). Dieser erhielt unter anderem eine 24-monatige Förderung von rund 200.000 Dollar ab 2020.

Und hier wird es interessant: Denn GADEM erhielt das Soros-Geld unter anderem für die Förderung der Entkriminalisierung irregulärer Ausreise und die Erleichterung von Aufenthaltstiteln. Kritiker in Marokko sehen darin eine Strategie, den staatlichen Konservatismus zu untergraben und soziale Brüche zu verstärken. König Mohammed VI. empfing Soros bereits 2014.

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Das regionale Soros-Büro sitzt in Amman (Jordanien) und betreut u. a. Ägypten, Marokko, Tunesien, Palästina und Syrien. OSF selbst gibt an, kein eigenes Büro in Marokko zu unterhalten und „gute Beziehungen zu den marokkanischen Behörden“ zu pflegen. Die Arbeit laufe im legalen Rahmen.

Nabila Mounib, Abgeordnete und ehemalige Generalsekretärin des Partido Socialista Unificado, wird mit der Aussage zitiert, dass Soros globale Vereinigungen finanziere und „mit nur einem Knopfdruck“ Unruhen oder Migrationswellen in jedem Land auslösen könne, indem er die Unterdrückten und Benachteiligten nutze.

Aber die Indizienkette ist noch länger: Auf spanischer Seite werden Organisationen wie No Name Kitchen, die rechtlich gegen Zurückweisungen vorgingen und humanitäre Hilfe in Ceuta leisten, mit OSF-Finanzierungen in Verbindung gebracht. Direkte Beweise, dass OSF oder Soros die Ceuta-Ereignisse 2026 orchestriert hätten, gibt es allerdings bisher nicht – die Förderungen zielen auf Rechte von Migranten und Advocacy. Doch sie tragen zu einem Klima bei, in dem rechtliche Hürden abgebaut und irreguläre Migration normalisiert werden, und nähren Spekulationen über externe Einflussnahme.

Ein Auslöser der Invasion soll ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs gewesen sein, das sofortige Zurückweisungen bei Ankunft zu Wasser erschwerte. NGO’s hatten den konkreten Fall eines algerischen Schwimmers rechtlich bis zum Obersten Gerichtshof getragen und damit die Rechtsprechung erzwungen, die sofortige Zurückweisungen bei See-Ankünften für unzulässig erklärte. Das Urteil selbst ist eine gerichtliche Interpretation des bestehenden Gesetzes – die NGOs haben es durch strategische Klageführung ausgelöst und durchgesetzt. Und wer war hier federführend?  Besagte NGO „No Name Kitchen“. Die NGO wird in der Datenbank DevelopmentAid (Stand Dezember 2025) mit „experience with OSF“ (Open Society Foundations) und OSF als einer der „funding agencies“ gelistet.
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Aber zurück zu den Autoreifen: Das Modell ist seit Jahren ein internationaler Bestseller: robust, erwachsen wirkend, billig in großen Stückzahlen herstellbar. In Marokko gehört es zu den gängigsten verfügbaren Erwachsenen-Schwimmringen. Harte Belege für eine staatliche, eine NGO oder mafiös gesteuerte Großbestellung genau dieses Modells – Zollstatistiken, Lieferlisten oder Zeugenaussagen zu gezielter Verteilung – fehlen in den öffentlich zugänglichen Quellen bislang.

Die Häufigkeit der schwarzen Reifen-Schwimmringe ist auffällig und verdient Aufmerksamkeit. Zusammen mit den Hinweisen auf marokkanische Passivität, organisierte Online-Mobilisierung und die langfristige NGO-Arbeit pro Migration ergibt sich jetzt ein Bild, das über reine Spontanität hinausgeht:

Es gab eine organisierte Vorgehensweise auf der Ebene von Netzwerken, Händlern und Social Media. Wer hat hier die großen Social-Media-Gruppen gegründet und organisiert? Und es gab zumindest Phasen des staatlichen Wegschauens.

Der Sprung zu einer vollständigen, zentralen Orchestrierung inklusive gezielter Materialverteilung bleibt mit den derzeitigen öffentlichen Informationen spekulativ, wird aber durch die geschilderten Indizien plausibler. Oder zusammengefasst: Eine Soros-finanzierte NGO sorgt für das passende Gerichtsurteil, eine weitere NGO macht im Land selbst Stimmung und die sozialen Medien erledigen den Rest.

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