Geschäftsführer der Mortimer English Club Franchise GmbH beleidigt ein ganzes Volk

Strafanzeige: Kinder-Englisch-Franchise-Chef hetzt öffentlich gegen „Drecksrussen“

von Alexander Wallasch (Kommentare: 4)

Eltern vertrauen ihm täglich ihre Kleinkinder an.© Quelle: X/@jurgen_nauditt, Screenshot

Während sein Unternehmen mit spielerischem Englischunterricht für Tausende Kinder Werte wie Respekt und Völkerverständigung vermittelt, postet Jürgen Nauditt auf X: „Widerstand gegen die Drecksrussen.“ Anzeige erfolgt.

Wir wollen nicht dem Beispiel bekannter Politiker folgen und Strafanzeige gegen Jedermann stellen. Aber im Fall Jürgen Nauditt machen wir gern eine Ausnahme:

Nauditt ist Kinder-Englisch-Franchise-Chef. Und er hetzt öffentlich gegen „Drecksrussen“ Der Managing Director eines der größten deutschen Franchise-Systeme für frühkindlichen Englischunterricht hat am 3. Mai 2026 unter seinem X-Account @jurgen_nauditt den Beitrag „Widerstand gegen die Drecksrussen“ veröffentlicht.

Das Mortimer English Club-System existiert seit 1990 und betreibt mit über 300 Franchise-Partnern weltweit spielerische Englischkurse für Kinder ab Kleinkindalter.

Mit Figuren wie „Ritter Morty“, Liedern und Bewegungsspielen sollen die Jüngsten nicht nur die Sprache, sondern auch Toleranz und internationale Verständigung lernen. Das Unternehmen hat wohltätige Aktionen für Flüchtlingskinder durchgeführt.

Nauditt selbst ist mit über 113.000 Followern ein bekannter pro-ukrainischer Aktivist und Mitglied der NAFO-Community. Sein umstrittener Post bezog sich auf einen Aufruf zu einer Gegendemonstration am 8. und 9. Mai in Berlin gegen russische Veranstaltungen zum Gedenken an den Sieg über Nazi-Deutschland.

Statt konkreter Kritik an der russischen Regierung oder Propaganda wählte Nauditt eine pauschale, entwürdigende Kollektivbeleidigung.
Der Begriff „Drecksrussen“ stuft über 140 Millionen Menschen pauschal als „Dreck“ ein. Solche Äußerungen erfüllen den Tatbestand der Beleidigung (§ 185 StGB) und können auch Volksverhetzung (§ 130 StGB) darstellen, da sie zu Hass und Verachtung gegen eine nationale Gruppe aufstacheln.

Der Beitrag war öffentlich, erreichte mehrere hundert Interaktionen und ist weltweit abrufbar.

Eltern, die ihre Kinder in Mortimer-Kurse schicken, vertrauen darauf, dass die Verantwortlichen Werte wie Respekt und Weltoffenheit vorleben. Wenn genau dieser Unternehmer öffentlich ein ganzes Volk kollektiv entwürdigt, entsteht ein eklatanter Widerspruch zu den eigenen Unternehmenswerten.

Viele sehen darin ein Signal, dass auch einflussreiche Persönlichkeiten in der Kinder- und Jugendbildung nicht über dem Gesetz stehen. Die Strafanzeige wird gemäß § 158 StPO gestellt. Die Staatsanwaltschaft wird nun prüfen müssen, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.

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