Wir wollen nicht dem Beispiel bekannter Politiker folgen und Strafanzeige gegen Jedermann stellen. Aber im Fall Jürgen Nauditt machen wir gern eine Ausnahme:
Nauditt ist Kinder-Englisch-Franchise-Chef. Und er hetzt öffentlich gegen „Drecksrussen“ Der Managing Director eines der größten deutschen Franchise-Systeme für frühkindlichen Englischunterricht hat am 3. Mai 2026 unter seinem X-Account @jurgen_nauditt den Beitrag „Widerstand gegen die Drecksrussen“ veröffentlicht.
Das Mortimer English Club-System existiert seit 1990 und betreibt mit über 300 Franchise-Partnern weltweit spielerische Englischkurse für Kinder ab Kleinkindalter.
Mit Figuren wie „Ritter Morty“, Liedern und Bewegungsspielen sollen die Jüngsten nicht nur die Sprache, sondern auch Toleranz und internationale Verständigung lernen. Das Unternehmen hat wohltätige Aktionen für Flüchtlingskinder durchgeführt.
Nauditt selbst ist mit über 113.000 Followern ein bekannter pro-ukrainischer Aktivist und Mitglied der NAFO-Community. Sein umstrittener Post bezog sich auf einen Aufruf zu einer Gegendemonstration am 8. und 9. Mai in Berlin gegen russische Veranstaltungen zum Gedenken an den Sieg über Nazi-Deutschland.
Statt konkreter Kritik an der russischen Regierung oder Propaganda wählte Nauditt eine pauschale, entwürdigende Kollektivbeleidigung.
Der Begriff „Drecksrussen“ stuft über 140 Millionen Menschen pauschal als „Dreck“ ein. Solche Äußerungen erfüllen den Tatbestand der Beleidigung (§ 185 StGB) und können auch Volksverhetzung (§ 130 StGB) darstellen, da sie zu Hass und Verachtung gegen eine nationale Gruppe aufstacheln.
Der Beitrag war öffentlich, erreichte mehrere hundert Interaktionen und ist weltweit abrufbar.
Eltern, die ihre Kinder in Mortimer-Kurse schicken, vertrauen darauf, dass die Verantwortlichen Werte wie Respekt und Weltoffenheit vorleben. Wenn genau dieser Unternehmer öffentlich ein ganzes Volk kollektiv entwürdigt, entsteht ein eklatanter Widerspruch zu den eigenen Unternehmenswerten.
Viele sehen darin ein Signal, dass auch einflussreiche Persönlichkeiten in der Kinder- und Jugendbildung nicht über dem Gesetz stehen. Die Strafanzeige wird gemäß § 158 StPO gestellt. Die Staatsanwaltschaft wird nun prüfen müssen, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.
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Kommentar von stephan manus
"Drecksrussen" oder Drecksukrainer und/oder Drecksdeutsche.
Monitor 29.7.2014/Tagesthemen/Georg Restle:
Ukraine: "Dies ist Krieg. Mitten in Europa. Und es ist einer der schmutzigsten, den dieser Kontinent in den letzten Jahrzehnten gesehen hat. Was die Menschen in Donezk oder Lugansk in diesen Tagen erleben, ist ein Albtraum, den die meisten von uns nur noch von den Erzählungen ihrer Eltern oder Großeltern kennen: Kein Strom und kein Wasser, kaum noch Brot zum Essen und die tägliche Angst, schon morgen unter den Trümmern des eigenen Hauses begraben zu werden.......
Denn der Bericht der UN ist unmissverständlich. Auch das ukrainische Militär terrorisiert die Zivilbevölkerung. Es trägt den Krieg mit Artilleriefeuer in Wohn- und Schlafzimmer. Es nimmt kaum Rücksicht auf die Not der Menschen, und auf deren Leben offenbar noch weniger. Dies kann und darf Europa nicht dulden. .....
Europas Regierungen tragenm Mitverantwortung für das rücksichtslose Töten einer Regierung, der sie selbst zur Macht verholfen haben. Deshalb braucht es jetzt eine klare Botschaft an die Machthaber in Kiew. Der Terror gegen die Zivilbevölkerung muss beendet, der Artilleriebeschuss von Wohngebieten sofort eingestellt werden. Wenn nicht, macht sich Europa mitschuldig: Dann sind die getöteten Zivilisten im Häuserkampf von Donezk oder Lugansk auch unsere Toten.""
Drecksukrainer und Dreckeuropäer/Drecksdeutsche passt möglicherweise besser, wenn ich die Tagesthemen vom 29.7.2014 und Restle/Monitor, und danach, und die UNO damals richtig verstehe.
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Kommentar von Hans Krüger
Es ist immer wieder erschreckend wie der Ukraine Krieg gesehen wird .Da wird der 24.2.22 als Überfall der Russischen Föderation gesehen ; ohne die Vorgeschichte ab 2014.
Wir brauchen Frieden und Freundschaft mit Russland.
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Kommentar von stephan manus
So sprechen Kriegsanheizer. Von der Sorte gibt es einige in Deutschland.
"I stand with Ukraine". Bis zum letzten Ukrainer. Grausam.
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Kommentar von Max Meier
Korrekt. Eindeutiger Fall von Volksverhetzung laut Definition. Ein paar Jahre Haft wären sicher angemessen und würden helfen, diesen von Hass durchdrungenen Menschen vor sich selbst zu schützen. Aber wir ahnen, dass ein deutsches Gericht diesen speziellen Fall vermutlich anders beurteilt, sofern überhaupt ermittelt wird ... Es lebe der Rechtsstaat.