Der Bundeskanzler hat Ricardo Lange bei einem persönlichen Treffen versprochen, etwas für die Pflegekräfte zu tun

Wagenknecht und ein Intensivpfleger erinnern Olaf Scholz an sein Ehrenwort „von Mann zu Mann“

von Alexander Wallasch (Kommentare: 1)

Werden auch im Herbst 2022 die Intensivplätze eng, einfach weil die Regierung diese Enge benötigt, um kontaminierte mRNA-Impfstoffe in den Armen der Bürger verschwinden zu lassen?© Quelle: Youtube / Sahra Wagenknecht, YouTube / Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)

So einiges wurde in den letzten zweieinhalb Jahren von Politikern und Medien über die Intensivpflege in deutschen Kliniken berichtet. Die Arbeitsauslastung und die Belegdichte insbesondere auf den Corona-Intensivplätzen bestimmten maßgeblich die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung.

Besonders pervers: Während Milliarden für die Bekämpfung der Pandemie investiert, ausgegeben, verschleudert und sogar unterschlagen wurden, reduzierten sich besagte Corona-Intensivplätze noch.

Mit anderen Worten: Gemessen an der behaupteten Bedrohung fehlte jede Ernsthaftigkeit der Bewältigung. Oder gab es am Ende gar keine Bedrohung?

Weil nun aber keine Plätze dazu kamen, sondern noch welche abgebaut wurden, sogar Kliniken geschlossen wurden, war es der Politik und den Medien überhaupt erst möglich, davon zu sprechen, dass es einen Notstand auf den Corona-Intensivstationen gibt.

So viel zur Vorgeschichte. Aber was den Bürgern – über die hier Maßnahme um Maßnahme verhängt wurde – letztlich vorenthalten wurde, war das direkte Feedback, waren unmittelbare Eindrücke aus den Intensivstationen. Denn selbst, wer dort einen Angehörigen liegen hatte, konnte sich ja wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nicht umschauen.

Diese Informationslücke füllte Mitte 2021 der Berliner Intensivpfleger Ricardo Lange. Er berichtete in den Medien bereitwillig vom Notstand auf den Stationen und Missständen in der Patientenversorgung. Das rüttelte Teile der Bevölkerung auf, sorgte aber beim Arbeitgeber für Unwillen.

Am 2. Oktober 2021 twitterte der Intensivpfleger:

„Bisher haben sich die negativen Auswirkungen meiner Bemühungen für eine bessere Patientenversorgung auf Beleidigungen beschränkt. Nun darf ich in einer Klinik nicht mehr arbeiten, weil ich mich zu medienwirksam für die Pflege einsetze. Ich bin enttäuscht!“

Das war 2021. Im selben Jahr und noch vor der Bundestagswahl traf der Intensivpfleger auf den Kanzlerkandidaten der SPD, den heutigen Bundeskanzler.

Damals bat Ricardo Lange den Kanzler in spe darum, ihm zu versprechen, sich für Pflegekräfte einzusetzen. Und Lange soll Scholz leibhaftig die Ghetto-Faust entgegen gehalten und den Sozialdemokraten um ein Versprechen von „Mann zu Mann“ gebeten haben. Reaktion von Scholz: Er schlägt ein und sagt: „Von Mann zu Mann.“

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Intensivpfleger Lange sieht dieses Versprechen bis heute allerdings nicht eingelöst. Und jetzt schickte er Bundeskanzler Olaf Scholz eine Videobotschaft mit folgendem Inhalt:

„Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrter Herr Scholz!
Auf diesem Weg möchte ich Sie noch einmal an Ihr Versprechen erinnern, welches Sie mir in der letzten Wahlkampfperiode nicht nur als Politiker, sondern wortwörtlich ‚von Mann zu Mann‘ gegeben haben, nämlich dass sie sich stark machen, dass sie sich einsetzen wollen für eine bessere Bezahlung, für eine bessere Patientenversorgung, aber auch für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege.

Und ich möchte, dass Sie auch noch einmal dafür sensibilisieren, dass mit jedem weiteren Tag, an dem wir unsere Arbeit nicht mehr schaffen, an dem wir uns wirklich den Hintern aufreißen, um unseren Patienten nur irgendwie noch gerecht werden zu können, nicht nur Menschen vernachlässigt werden, nicht nur Menschen leiden, sondern zum Teil auch sterben, weil einfach nicht genug Personal da ist. Und daher hoffe ich, dass Ihnen wie mir ein Versprechen, ein Ehrenwort noch sehr viel wert ist. Und deswegen freue ich mich, von Ihnen persönlich zu hören. Lassen Sie uns gemeinsam Lösungen finden. Lassen Sie uns dieses Problem anpacken. Also, ich freue mich, von Ihnen zu hören. Bis bald.“

Keine Geringere als die populäre Linke Sahra Wagenknecht hat die Grußbotschaft des Intensivpflegers zum Anlass genommen, den Bundeskanzler ebenfalls ins Verhör zu nehmen – dieses Mal von „Frau zu Mann“. An Olaf Scholz gerichtet schreibt Sie per Facebook unter anderem:

„Doch was macht Bundeskanzler Olaf Scholz statt sich um die drängendsten sozialen Probleme in unserem Land zu kümmern? Er fährt auf den Nato-Gipfel nach Madrid und verspricht zukünftige Investitionen ins Militär zwischen 70 und 80 Milliarden jährlich. Ich finde diese Politik heuchlerisch! Denn das Geld, das man für neue US-Atombomber und andere Waffen zum Fenster herauswirft, fehlt in den Taschen der Rentnerin oder der Alleinerziehenden, die die steigenden Preise nicht mehr bezahlen kann, und es fehlt, um in der Pflege endlich für Entlastung zu sorgen. Statt immer mehr Geld in Waffen und Kriege zu investieren, braucht es endlich Maßnahmen für eine gute Pflege, anständige Löhne und Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen!“

Die Frage, die zum Schluss bleibt: Was können solche Appelle bewirken? Ist Scholz noch Manns genug für ein Ehrenwort? Oder perlt der Appell an dem Erfinder der großen Zeitenwende einfach ab?

Werden auch im Herbst die Intensivplätze eng, einfach weil die Regierung diese Enge benötigt, um kontaminierte mRNA-Impfstoffe in den Armen der Bürger verschwinden zu lassen, begleitet von der Schwindelei, dass nur der kleine Piks vor einer Intensivbetreuung bei Ricardo Lange schützen kann?

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Kommentare

Kommentar von Hildegard Hardt

Diesen Artikel kann man ganz kurz kommentieren: Wer keine Ehre kennt, an dessen Ehrenwort kann man auch nicht appellieren!