Mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ist ein von Alexander-Wallasch.de enttarnter lupenreiner Hochstapler Teil der Bundesregierung. Und Kanzler Merz beschäftigt ihn einfach weiter.
In seiner Verteidigung beschränken sich Weimer , Merz und die regierungsnahen Medien darauf, abzuwehren, dass die Weimer Media Group politische Kontakte verkauft habe – dieser Vorwurf müsse dann auch für die großen Verlagshäuser gelten, lautet die Verteidigungslinie.
Daran mag sogar einiges richtig sein. Viel richtiger ist aber, dass Weimer bis tief in seine Familie hinein ein notorischer Hochstapler ist, sein Tegernseer Kumpel Merz das weiß und ihn weiterhin deckt.
Zur Erinnerung hier Weimers Hochstapler-Biografie entlang der Recherchen von Alexander-Wallasch.de .
Eine besonders dreiste Lügengeschichte von Hochstapler Weimer hatte der Schriftsteller und Künstler Ingo Niermann (Co-Autor „Deutscher Sohn“) aufgedeckt. Entlang der Investigativ-Recherche von Niermann hatte Alexander-Wallasch.de ausführlich darüber berichtet, dass Weimer 2023 im Deutschlandfunk interviewt wurde und dort eine faustdicke Lügengeschichte aufgetischt hatte.
Konkret geht es darum, dass Weimer im Deutschlandfunk-Format „Mein Demokratiemoment“ behauptete, er sei als Kind bei der Nelkenrevolution dabei gewesen, er wohnte damals allerdings längst wieder in Deutschland. Der Moderator beendete das Gespräch seinerzeit mit den Worten:
„Wolfram Weimer, der damals, man kann es so sagen, wirklich dabei war.“
Nein, das kann man eben nicht so sagen, weil es gelogen ist!
Ingo Niermann hat jetzt, ein Vierteljahr später, noch einmal beim Moderator der damaligen Sendung nachgefragt, warum diese Relotius-Sendung weiter online steht ohne einen Warnhinweis an die Hörer. Und Niermann wollte wissen, warum der Moderator in weiteren Deutschlandfunk-Gesprächen, die er mit Weimer führte, diesen nicht mit der von Niermann recherchierten Lüge konfrontiert hatte.
Der Moderator ist spätestens nach Bekanntwerden der Hochstapelei verpflichtet, entsprechend kritisch mit seiner Sendung umzugehen, die sich an so einer sensiblen Stelle – Demokratiemoment – als Fake-Format entpuppt hat.
Niermann fragte jetzt noch einmal nach und titelte dazu via Facebook:
„Deutschlandfunk Kultur hält wider besseres Wissen an einer Fake-Geschichte Wolfram Weimers über die Nelkenrevolution fest“
Niermann erinnert zunächst daran, dass es aktuell große Aufregung um einen ZDF-Bericht gebe, der mit falschen und KI-generierten Bildern unterlegt sei. Für Niermann ist Weimer und die Nelkenrevolution aber die „weitaus brisantere öffentlich-rechtliche Fake-Geschichte“.
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Anfang letzten Monats schaute Ingo Niermann noch einmal nach, ob der Deutschlandfunk Kultur in der Sache mittlerweile tätig geworden war. „Doch“, so stellt er fest, „der Beitrag war weiterhin abrufbar, ein Hinweis auf die Unstimmigkeiten fehlte.“
Niermann schrieb daraufhin dem Hörerservice, ob man von den Zweifeln an Weimers Zeitzeugenschaft Kenntnis genommen und um Klärung gebeten habe. Keine Antwort. Aber er ließ nicht locker:
„Als ich nach mehreren Wochen nachhakte, bekam ich am 2. März endlich Antwort von Korbinian Frenzel, Redaktionsleiter des Formats Studio 9. (…) Weimer war über die Jahre mehrmals Gast im Studio 9 gewesen und hatte sich zuletzt am 6. November 2025 eine Stunde lang von Frenzel befragen lassen.“
Und weiter:
„In seiner Antwort bestätigte Frenzel nun, damals von den Vorwürfen bezüglich Weimers Zeitzeugenschaft Kenntnis gehabt, sie in dem einstündigen Gespräch aber bewusst nicht angesprochen zu haben: ‚Konkret über diese Äußerungen aus der Sendung von 2023 haben wir nicht gesprochen, weil andere Streitfelder für die Allgemeinheit uns als ergiebiger und interessanter erschienen.‘“
Für Niermann ein starkes Stück:
„Ein Redaktionsleiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erklärt mir offen heraus, dass die Klärung der Frage, ob er in einem didaktischen Format (‚Mein Demokratiemoment‘) einer Lügengeschichte eines heutigen Kulturstaatsministers aufgesessen ist, ‚für die Allgemeinheit‘ nicht interessant genug sei, um sie bei Gelegenheit persönlich zu klären.“
Ingo Niermanns Nachfrage, ob denn nicht zumindest eine schriftliche Anfrage bei Weimer gestellt worden sei, blieb bis heute unbeantwortet. Der Beitrag ist weiter unverändert abrufbar.
Alexander-Wallasch.de hat jetzt ebenfalls bei Deutschlandfunk Kultur und Korbinian Frenzel unter anderem nachgefragt, wie lange diese mutmaßliche Lügengeschichte noch online bleiben soll, wenn doch der Redakteur nach Selbstbekunden von den Anwürfen wusste und sogar weitere Interviewgespräche mit Weimer führte.
Es ist Korbinian Frenzel sogar dringend angeraten, diese Nachfragen zu stellen und die Sendung dann offline zu stellen oder mit einem Warnhinweis zu versehen:
Vorsicht: Hier lügt der Kulturstaatsminister!
Denn wenn Frenzel davon absieht, erhärtet er noch den Verdacht, dass er selbst wissender Teil der Produktion dieser Fake-Geschichte ist. Und das ist schlimmer als das, was Relotius mit dem Spiegel gemacht hat: Dort war die Lüge wenigstens nicht Teil einer Propagandarbeit für einen zukünftigen Kulturstaatsminister.