Hat Ministerpräsident Boris Rhein die Reißleine gezogen?

Weimer-Wahnsinn ohne Ende: In Hessen waren Dreihunderttausend Euro im Gespräch!

von Alexander Wallasch (Kommentare: 2)

Metabeschreibung© Quelle: Pixabay/Alexas_Fotos, Weimermedia.de/Screenshot, Montage: Wallasch

300.000 Euro für Wolfram Weimers Gipfel in Frankfurt? Hessen wollte offenbar zehnmal so viel zahlen wie am Ende überwiesen wurde. Was lief wirklich hinter den Kulissen und warum hat die Landesregierung plötzlich kalte Füße bekommen für die ganz große Weimerei? Exklusiv bei alexander-wallasch.de.

Im Wirtschaftsausschuss (WVA) im hessischen Landtag wurden heute im öffentlichen Teil der Sitzung die Verflechtungen zwischen der Weimer Media Group und der hessischen Landesregierung debattiert. Im Mittelpunkt stand die Weimer-Veranstaltung „Frankfurt Finance & Future Summit“ vom 22. bis 23. Oktober 2025 in Frankfurt am Main.

Die hessische Landesregierung war explizit aufgefordert worden, einen größeren Katalog von 21 Fragen zu beantworten, der alexander-wallasch.de vorliegt.

Die Sitzung wurde insgesamt weder schriftlich noch mündlich aufgezeichnet. Allerdings existieren eine ganze Reihe schriftlicher Notizen zum öffentlichen Teil der Sitzung, die alexander-wallasch.de ebenfalls exklusiv vorliegen.

Zu den alarmierenden Antworten der Landesregierung für den hessischen Steuerzahler zählt sicherlich jene gegenüber dem fragenden Abgeordneten Robert Lambrou (AfD), dass die Förderung der Weimer Media Group ursprünglich sogar zehnmal so hoch sein sollte, als die tatsächlich überwiesenen 30.000 Euro, die im Juli bewilligt und Anfang November 2025 an den Tegernsee überwiesen wurde. Die Antwort gab Ulf Homeyer, Leiter der Abteilung 5 der Staatskanzlei.

Der Abgeordnete Lambrou wollte zudem wissen, von wem die Initiative zum Event tatsächlich ausging: vom Land Hessen oder der Weimer Media Group. Zwischen den Zeilen, so berichten übereinstimmend zwei Ausschussanwesende, sei deutlich geworden, dass Boris Rhein persönlich ein Interesse am Zustandekommen des Deals gehabt haben soll.

Der spätere Kulturstaatsminister Wolfram Weimer war bei der ersten Verhandlung persönlich anwesend.

Die Antworten auf die vorab in den Ausschuss eingereichten 21 Fragen las Wirtschaftsminister Herr Mansoori vom Blatt ab. Später half Ulf Homeyer von besagter Abteilung 5 bei der Beantwortung von Nachfragen, die zuvor nicht eingereicht waren.

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Homeyer und seine Abteilung 5 sollen federführend bei den Verhandlungen mit der Weimer Media Group gewesen sein. Der Eindruck einiger Ausschussmitglieder: Der hessische Wirtschaftsminister selbst wirkte kaum informiert und war offenbar nicht involviert in die Verhandlungen mit den Weimers. Aber welche Herrenrunde war es dann? Lief alles über MP Boris Rhein?

Robert Lambrou fragte ebenfalls, von wem eigentlich die Initiative ausgegangen sei, diese Veranstaltung in Frankfurt mit den Weimers ganz groß zu machen – von der Weimer Media Group oder von Merz‘ Parteifreund Boris Rhein der am Main auch sein persönliches Stück Tegernsee haben wollte. Trotz zweifacher Nachfrage gab es darauf keine Antwort.

Warum die Zahlung von 300.000 Euro am Ende nicht zustande kam, konnte die Befragung nicht endgültig klären. Begründet wurde es von Homeyer/Abteilung 5 damit, dass man ein internationales Großevent zeitlich nicht mehr in trockene Tücher bringen konnte.

Es blieb also beim Deal über 30.000 Euro durch die HTAI (Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen). Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Das Klein-Klein-Davos mit grüner Soße sollte nach Aussagen der Befragten Mansoori/Homeyer der „Sichtbarkeit des Landes Hessen“ dienen, hinzu kamen eine Anzahl von Tickets für die Events in Frankfurt sowie das Recht der Landesregierung, eigene Redner (Speaker) zu stellen.

In einem Folgeartikel veröffentlicht alexander-wallasch.de die 21 Fragen an die Landesregierung und die Antworten von Mansoori und Homeyer.

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