Es sind nicht nur die knapp 15 Prozent Grün-Wähler, die Mitte der Gesellschaft ist bereit, dieses Land aufzugeben

Widerstandsrecht ist kein pathetisches Larifari: Artikel 20 Absatz 4 gegen woke-grüne Ideologie?

von Alexander Wallasch (Kommentare: 6)

Es fehlte hier nur noch – um den Irrsinn komplett zu machen – nach Black Lives Matter, Fridays for Future und Carola Rackete gleich noch Angela Merkel, nachgereicht, ein Widerstandsrecht zuzubilligen.© Quelle: Pixabay / Clker-Free-Vector-Images / analogicus, Montage Alexander Wallasch

Ist den Deutschen das Schicksal ihrer Kinder und Enkel vollkommen schnuppe, dass sie sich in so einem rasanten Tempo alles vernichten lassen, das ihren Nachfahren an Substanz für einen nachhaltigen Wohlstand mit auf den Weg gegeben wurde? Kann man satt verhungern?

Es ist eine Litanei, so oft wird es als Argument gegen die Dominanz der grün-woken Ideologie wiederholt: Die Grünen wurden von weniger als 15 Prozent der Wähler gewählt. Aber leider ein Trugschluss, der allerdings etwas darüber erzählt, wie bedeutungslos das Parlament inzwischen geworden ist.

Es mag nur eine Minderheit grün gewählt haben. Aber die grüne Ideologie/Politik wird von viel mehr Bürgern akzeptiert; sie ist ihnen längst in Fleisch und Blut übergegangen.

Dass nur 15 Prozent grün gewählt haben und wir dennoch grün dominiert werden, zeigt, wie tief diese Ideologie bald alle Institutionen und Lebensbereiche durchdrungen hat.

Vom Kleinunternehmen bis hoch hinauf zu Großkonzernen wie Volkswagen und Co setzen die Verantwortlichen auf eine woke, grüngefärbte Unternehmenspolitik, die Kirchen setzen auf eine neue Wokeness, die Gewerkschaften, die Bildungsträger von der Kita über die Grundschule bis hinauf in die Universitäten tun dies ebenfalls, unterstützt von Massen von Handreichungen diverser Nichtregierungsorganisationen (NGO).

Und damit sind wir nicht einmal bei den privaten und öffentlich-rechtlichen Medien angekommen. Die woke-grüne Ideologie dominiert alle Bereiche des Lebens bis dahin, wie wir sprechen oder wie wir uns fühlen dürfen.

Wer also kritisch-relativierend anmerkt, dass nur knapp 15 Prozent grün gewählt hätten, der überschätzt den Einfluss solcher Wahlen und unterschätzt den politischen Gegner maßlos.

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Wie alles begann: Angela Merkel beging mit ihrem „humanitären Imperativ“ so etwas wie den Sündenfall, als sie eine von einer Ideologie kontaminierte Moral über das Gesetz stellte. Mit einem Handstreich gewissermaßen hatte die Bundeskanzlerin Recht und Gesetz weggewischt, das deutsche Asylrecht und EU-Abkommen wie Schengen und Dublin außer Kraft gesetzt.

Historiker werden zukünftig Antworten auf die Frage finden müssen, wie leicht es für Merkel war, das Recht außer Kraft zu setzen. Oder mit den Worten des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten und späteren Bundesinnenministers Seehofer ausgedrückt, eine „Herrschaft des Unrechts“ zu installieren.

Im Februar 2016 rückte Seehofer die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel in die Nähe des Vorgehens von Unrechtsstaaten.

Bezogen auf die Geschicke Deutschlands war Merkels Rechtsbruch die Zäsur. Wer heute in düsterem Pathos von einem Epochenbruch oder einer Zeitenwende schwadroniert, der hat das Eigene aus den Augen verloren.

Die Klimafrage, das Corona-Regime, der Ukraine-Krieg – all diese Krisensituationen sind vor allem davon gekennzeichnet, dass deutsche Regierungen einen dringenden Handlungsbedarf reklamieren, um Demokratie, Grundrechte und nicht zuletzt unseren Wertekanon teilweise vakant zu stellen.

Es sind nicht nur knapp 15 Prozent; die Mitte der Gesellschaft ist bereit dazu, dieses Land aufzugeben.

Deutsche Richter billigen Klimaklebern ein Widerstandsrecht zu, weil der Klimawandel die Menschheit bedrohen würde. Gleichzeitig werden Millionen, nein, Milliarden Euro in die Hand genommen, zu verhindern, dass so ein Widerstandsrecht von den falschen Deutschen für sich in Anspruch genommen wird.

Der „Kampf gegen Rechts“ ist ein Kampf gegen jene Kräfte geworden, die sich erdreisten, noch an Heimat, Volk und Nation festzuhalten.

Noch ist es nicht auf dem Index der verbotenen Schriften gelandet: In  Artikel 20 Absatz 4 der Deutschen Verfassung heißt es weiterhin:

„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Gemeint ist die Ordnung der parlamentarischen Demokratie, des sozialen und föderalen Rechtsstaates, die in Artikel 20 Absatz 1 bis 3 genannt werden.

Ein Treppenwitz der Geschichte geht so, dass sich seit Gründung der Bundesrepublik vornehmlich linke, linksradikale und linksextremistische Kräfte auf den Widerstandsparagrafen berufen haben.

Im Juli 2020 formulierte Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung in Erinnerung an Graf Stauffenberg und das Attentat gegen Hitler 1944 einen Satz, der die Begriffe Heimat und Widerstand zusammenführt, aber ganz anders gemeint ist:

„Nein, Ruhe ist nicht die erste Bürgerpflicht. Der kleine Widerstand braucht in Deutschland eine große Heimat.“

Für Prantl gehört Artikel 20 Absatz 4 mit zu den „wichtigsten und wertvollsten“ Absätzen des Grundgesetzes.

Prantl kommentiert weiter:

„Es gibt Staatsrechtler, die diesen Widerstandsartikel für ein pathetisches Larifari halten: Wenn der Widerstand erfolgreich sei, so sagen diese Staatsrechtler, dann brauche man doch hinterher keine große Rechtfertigung durch ein ausdrückliches Recht; und wenn der Widerstand scheitere, dann helfe so ein Recht auch nichts mehr. Eine solche Bewertung ist falsch. Sie verkennt die Kraft des Symbols.“

Und weiter befindet das Mitglied der Chefredaktion der SZ, dass in Artikel 20 Absatz 4 sowohl eine Forderung als auch eine Mahnung versteckt sei: Die Forderung, so Prantl, „nicht so lange zu warten, bis andere Abhilfe nicht mehr möglich ist". Und eine Mahnung, ein Appell an die Courage der Demokratinnen und Demokraten, „es nicht so weit kommen zu lassen, dass man den großen Widerstand braucht, wie er in Artikel 20 Absatz 4 benannt ist.“

Prantl sprach 2020 den üblichen linken Verdächtigen dieses Widerstandsrecht zu, er nannte ihn diesem Zusammenhang groteskerweise „Carola Rackete, Fridays for Future und Black Lives Matter“.

Zwar ging es Prantl hier explizit auch um Maßnahmen des Corona-Regimes, aber im Moment, wo er der illegalen Massenzuwanderung das Wort spricht, in dem er einer Kapitänin eines Schiffes einer NGO zubilligt, auf dem Mittelmeer ein deutsches Widerstandsrecht wahrzunehmen, weiß Prantl nicht mehr, wovon er eigentlich redet.

Der Journalist war nach 2015 einer der großen Verfechter und Verteidiger der merkelschen illegalen Massenzuwanderung. Hier mag er keine Abbitte leisten und verheddert sich erwartbar wie furchtbar.

Es fehlte hier nur noch – um den Irrsinn komplett zu machen – nach Black Lives Matter, Fridays for Future und Carola Rackete gleich noch Angela Merkel, nachgereicht, ein Widerstandsrecht zuzubilligen.

Das ist tatsächlich die Pervertierung von Artikel 20 Absatz 4, deutete man ihn dahingehend, dass die Bundeskanzlerin sich rückwirkend auf Absatz 4 beruft und einen Widerstand der Bundesregierung gegen das eigene Volk und das Grundgesetz reklamiert.

Demonstrationen sind heute nicht mehr oppositionelles Aufbegehren gegen Regierungspolitik, sondern von Regierungsparteien organisierte Versammlungen gegen Rechts, was hier bedeutet, gegen jedwede Form von Protest gegen die Politik der Bundesregierung.

Wenn die Außenministerin der Bundesrepublik Deutschland im Eilverfahren eine ehemalige Greenpeace-Chefin einbürgert und die Ex-Spitzenfunktionärin einer der einflussreichsten NGOs weltweit zur Staatssekretärin für Klimaverhandlungen ins Auswärtigen Amt holt, dann müssten bei den Medien, bei Staatsrechtlern und nicht zuletzt beim Deutschen Volk selbst alle Alarmsirenen läuten. Dann darf hier zumindest der Gedanke aufkommen, wie dagegen Widerstand zu leisten sei.  

Jennifer Morgan, so heißt die Dame, steht hier exemplarisch für Personen in einem hohen Amt der Bundesrepublik Deutschland, die keinerlei Interesse an diesem Land und seiner Bevölkerung haben. Staatssekretärinnen leisten den gleichen Amtseid wie Bundesminister. Im Falle von Frau Morgan ist das in etwa so grotesk wie ein Wintermantel in der Sauna. Aber vor allem entbindet es Außenministerin Baerbock nicht von ihrem Eid, den sie bereits gebrochen hat, als sie Morgan einbürgern und einstellen ließ.

Und es kam, wie es entlang der antinationalen woke-grünen Ideologie hatte kommen müssen, der vorläufige Höhepunkt einer konzertierten Allianz gegen Deutschland: Baerbock und Morgan fügten Deutschland auf der UN-Klimakonferenz in Scharm asch-Schaich großen Schaden zu.

Einen Schaden, der vom Hamburger Magazin Spiegel postwendend als Erfolg dargestellt wurde:

„Baerbock und ihre umstrittene Staatssekretärin Morgan auf der COP27. Die Einpeitscherin und ihre Brückenbauerin. Einen Durchbruch gibt es bei der Klimakonferenz: Arme Staaten sollen Reparationen bekommen. Durchgedrückt hat das ein Powerduo aus der deutschen Außenministerin und der ehemaligen Greenpeace-Chefin – mit einer riskanten Doppelstrategie.“

Das muss man sich erneut und ganz langsam vorlesen, um den Irrsinn zu begreifen: Der Bill-Gates-finanzierte, regierungsnahe Spiegel findet es positiv, wenn sich die deutsche Außenministerin zur Marionette einer NGO-„Einpeitscherin“ machen lässt.

Und der Spiegel lobt ausdrücklich, dass die Deutsche Außenministerin es „durchgedrückt“ hätte, dass Deutschland nun endlich „Reparationen“ an arme Staaten zahlen muss, wegen deutscher Klimasünden.

Nein, das muss man nicht mehr kommentieren. Aber man könnte Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung fragen, was er meint, wer jetzt gemäß Artikel 20 Absatz 4 aufstehen sollte, das deutsche Volk oder Carola Rackete?

Aber wenn es schon gegen die Bundesregierung geht, also um eine Delegitimierung des Irrsinns, dann sollte Artikel 20 Absatz 4 auch gegen solche Protagonisten wie Carola Rackete angewendet werden als Vertreterin einer weiteren NGO, welche die amtierende Ampel-Bundesregierung mittlerweile – siehe Greenpeace/“Einpeitscherin“ – geentert haben: Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat jüngst der NGO des Ehemannes der grünen Katrin Göring-Eckardt jährlich zwei Millionen Euro zugesagt, um damit noch mehr Migranten nach Deutschland zu schippern.

Die Organisation und Rackete sind ganz dick im Geschäft.  Und ein Chefredakteur der SZ meinte 2020 noch, solche Racketen hätten ein Recht auf Widerstand. Wenn man das so liest, dann müsste Artikel 20 Absatz 4 explizit auch gegen die Süddeutsche Zeitung angewendet werden.

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Kommentare

Kommentar von Miriam

@Claus-Peter Dr. Pfeffer from Sildonia, Gibt man in eine Suchmaschine Klimawandel und Sozialismus ein, bekommt man Ergebnisse, die „Verschwörungstheoretiker“ seit Jahren äußern. Klimawandel hängt eng mit dem Sozialismus und auch Kommunismus zusammen. Liest man sich dann auch die von der UNO beschlossene Agenda 2030 genau durch (nicht nur die Überschriften), tun sich unmissverständliche Parallelen auf.

Links:
Kapitalismus, ökologische Zerstörung und kommunistische Strategie
https://kommunistische.org/wp-content/uploads/2019/09/Klimawandel_Kurzthesen.pdf

Was ist Ökosozialismus? Was der soziale Kampf mit dem Kampf gegen den Klimawandel zu tun hat
https://sozialismus.ch/oekologie/2019/oekologie-was-ist-oekosozialismus-was-der-soziale-kampf-mit-dem-kampf-gegen-den-klimawandel-zu-tun-hat/

„Das plündernde Naturverhältnis nimmt, wie zum Beispiel auch Adorno-Exegeten wie Martin Jay oder Jay Bernstein betonen, geradezu den Platz ein, der im klassischen Marxismus dem Proletariat zukam. Also dem wichtigsten Dreh- und Angelpunkt der Weltgeschichte. Der Planet ist quasi das neue Proletariat.“
Eva von Redeckers in einem Interview bei der WELT, ihre Forschungsthemen sind die Kritische Theorie und feministische Philosophie. Frankfurter Schule und Feminismus, muss man noch mehr zu den ganzen „woken“ Aktivisten und NGO`s sagen?

Kommentar von Claus-Peter Dr. Pfeffer from Sildonia

@Miriam -in der Tat ein interessanter, langer Artikel der Welt, ein halbes Buch - hier auf der Ebene des dt. Staates und den diesen beinflussenden wirtschaftl. Interessen beschreibt er die SYMBIOSE zw. "Oeko-Industrie" und das diese maestende Staatsgeld.
Diese Form der Symbiose gibt es auch in der Migrations/Sozialindustrie.
Es gibt sie auch auf internat. Ebene (s. die Links unten in meinem Kommentar).
International spezifisch im ganz grossen, globalen Pharma-EU-WHO-IMF-Staatsgeld Zyklus (GAVI/CEPI etc.).
Der sog. Militaerisch-Industr. Komplex war die erste grosse Manifestation dieser neuen Symbiose von Staat und Lobby-Wirtschaft - die im 20. Jh. maechtig werdenden Staaten, mit viel Staatsgeld zum verprassen, ihre Vertreter, die Politiker, finden auf der privatwirtsch. Seite quasi-polit. Lobby-Institutionen als natuerliche Geschaeftspartner vor, um mit denen gemeinsame Sache zu machen, das "Saatsgeld" fliesst, und alle Beteiligten werden reich, dass es nur so kracht.

Wie wir gerade erleben, ist diese Symbiose mittlerweile so maechtig, dass sie tatsaechlich das polit. Ziel verfolgt, etwa mit der Lockdown-Politik Ressourcen von der freien, nicht politischen, mittelstaendischen Wirtschaft umzuverteilen zu genau diesem symbiotischen Komplex der 'politischen Wirtschaft'.

Als politischer Hebel dient die sog. "gruen-woke" Ideologie (engl. ESG).
Und das funtioniert deswegen so gut, weil er den Schuldkomplex der Buergerkinder, des Establishments, als politischen Hebel benutzt.
So schliesst sich der Kreis.
Als (ehemalige) Proletarier so wie ich teilen viele diesen Schuldkomplex nicht, aber die Politik wird eben, wie wir erleben, Top-Down vom Establishment gemacht. Der Plebs wird von deren Lautsprechern beschallt und folgt.

Frueher, in der wirtsch. Hochzeit der alten Bundesrepublik war es auch schon so, nur waren in der damaligen "Deutschland-AG" die Interessen von Kapital (mehr Umsatz) und Arbeitern (mehr Lohn, daher mehr Umsatz) gleich ausgerichtet.
Das ist jetzt im globalen, ausbeuterischen Staats-woke-Lobby-Staatsgeld-Kapitalismus NICHT mehr so.

Jetzt bluten die lokalen 'Somewheres' und Steuerzahler fuer das Wohlleben der nationalen & internationalen politisierten Bourgeoisie, und wir muessen uns von denen auch noch beschimpfen lassen.
Richtig, Herr Wallasch.
Nicht nur das, sie nehmen ja auch gerade unsere Grundrechte weg.
Ach so, noch was - "Widerstand ist zwecklos", natuerlich - das GG ist doch nur noch ein Haufen Papier, Zensur findet natuerlich sehr wohl statt usw., Paragraph 16 (Asyl) koennse ja auch vergessen, Paragraph 20 sowieso - noch ein bisschen mehr davon, und die machen Ihnen Ihre Webseite hier dicht ;-)

Wenn ueberhaupt dann kann man nur friedlich-argumentativ seine Sache vortragen.

Wie unten von mir ausgefuehrt hilft aber kein rationales gegenan-argumentieren, der Schuldkomplex ist deswegen aber nicht 'irrational', er ist emotional-existenziell.

Ich muss zugeben, die Sache ist gut organisiert - vom ideologischen Ueberbau ueber die wirtschaftliche Korruption des und zum politischen Arm der NWO.

Nur eine neue Generation mit neuen Ansichten, einem neuen sozial-emotionalen Habitus, so in 15/20 Jahren kann das aendern.
Diese neue Generation wird auf dem Scherbenhaufen einer brutalen, korrupten, unsozialen, und immer disfunktionaleren Staatswirtschaft, mit ihren Denkverboten, Repression, und Moralisiererei bis zum erbrechen heranwachsen.

Kommentar von Miriam

Den ausführlichen Artikel von der WELT (dort gibt es immer mal wieder Artikel die nicht dem Mainstream entsprechen, aber leider meist hinter einer Bezahlschranke) hatte ich schon bei der Weltwoche genannt:
Der Filz zwischen NGO`s, Lobby`s, Politik und Journalismus wird dort detailliert berichtet.
Für diesen Artikel braucht man erfreulicherweise kein Abo, obwohl er sehr detailliert und gut recherchiert ist:

"Die unterschätze Macht der grünen Lobby"

Kommentar von Miriam

„Es mag nur eine Minderheit grün gewählt haben. Aber die grüne Ideologie/Politik wird von viel mehr Bürgern akzeptiert; sie ist ihnen längst in Fleisch und Blut übergegangen“

Wer übt am meisten Einfluss auf die Menschen aus?” Das sind die Medien, und es herrscht ein totalitärer und intoleranter - grün-woker - Journalismus.
Die Medien sollten eigentlich dafür sorgen, dass Menschen sich eine eigene Meinung bilden können, aber da sich die Inhalte, die mittels Bild, Schrift und Ton verbreitet werden, kaum mehr unterscheiden, wird ihnen quasi eine Meinung vorgegeben, sie werden beeinflusst.
Medien sollten Kritik an den Machtträgern ermöglichen, indem sie z,B. oppositionelle und andere Interessengruppen zu Wort kommen lassen, allerdings ist das längst nicht mehr der Fall, sondern das komplette Gegenteil findet statt, wer die grün-woke „Religion“ nicht teilt, wird diskreditiert. Und genau davor haben viele Angst, lieber handeln sie im vorauseilendem Gehorsam, um ja nicht zu den Ausgestoßenen zu gehören. Das sind dann die sogenannten Mitläufer und Opportunisten.

Kommentar von Claus-Peter Dr. Pfeffer from Sildonia

In dem Artikel klingt etwas unglaeubiges Staunen durch - um die Vorgaenge richtig einzuordnen fehlt noch die internationale Dimension:

https://tkp.at/2022/11/20/die-verursacher-der-globalen-energiekrise-und-wer-daran-verdient/

Und schauen Sie sich das hier an, von 2008 (!):

https://archive.nytimes.com/green.blogs.nytimes.com/2008/10/14/george-soros-on-the-green-energy-economy/

=> Habeck, Baerbock, Morgan ziehen das durch, was das grosse internat. Kapital von Ihnen will - genau wie Lauterbach - deswegen sind sie unantastbar. Die Umsetzung der 'gruenen' Agenda ist daher sogar der zentrale Aspekt dieser Regierung, sie sind die Koenigsmacher. Soviel dazu.

"die Mitte der Gesellschaft ist bereit, dieses Land aufzugeben" - Ja, genau. Es sind nicht nur 15 %, es ist die Mehrheit - ALLE sind doch 'gruen'. Warum? Dies ist die zentrale Frage, oft gestellt, auch in vielen Leserkommentaren bei alt. Medien, aber selten irgendwo wirklich beantwortet. Was ist die Psychologie dahinter? Warum kommen einem die Leute wie hypnotisiert vor? Wie kann es sein, dass ansonsten intelligente Menschen keiner Vernunft und Argumentation diesbez. zugaenglich sind? Wir reden hier nicht nur ueber hohe Ideale, wo Leute frueher fuer gestorben sind, die jetzt ins Ggt. verkehrt sind, ueber Verlust von Heimat, sondern jetzt auch in der Tat die unmittelbare Zukunft - den Verlust wirtsch. Sicherheit der Kinder. Auch das Ende eines Lebensstils, im Grunde tatsaechlich auch das Ende von Deutschland.
Ich versuche mal eine Antwort.

Emotionen, ein Weltbild, entsteht typischerweise in der Jugend, bleibt meist das Leben lang bestehen, und erwaechst aus einer kleinen Zahl von Grundsaetzen. Im vorliegenden Fall sind dies m.E.:
1) Unkritisches Verhaeltnis zu Autoritaeten, Eltern - nicht perfekt, aber sie wollen das Beste ; die Eltern meinen es gut ;
2) Uns geht's doch gut.
3) Die These dass es uns wg. der Ausbeutung der 3. Welt gut geht.
=> Alles weitere - die Gefuehle, das Weltbild, was daraus erwaechst, ist eine Derivation von diesen Grund-Axiomen, die sich dadurch immer mehr verfestigen.

Kurze Bemerkungen: Punkt (2) heisst nicht, dass das nur fuer die 'haute Bourgeoisie' gilt, sondern fuer alle aus 'gutem Hause'. Auch wenn man keine Kohle hat, bleibt man doch irgendwie Aristorkrat, - man balgt sich nicht um die Reste am Tisch, so will man auch nicht sein. So kenne ich Leute, die glauben, aus dem Beruf aussteigen und jahrelange Sabbaticals machen koennen, und die Welt nur auf sie wartet. Bzw. mit einem Studium der "Geschwaetzwissenschaften" wenn nicht eine Professur, so doch mindestens eine Sinekure im akademischen Mittelbau fuer sie drin sein muss.

Punkt (1) wurde auch schon von H. Arendt oder Joost Merloo (eine/r von beiden, oder beide) betont.

Jana war unglaublich stolz auf ihren Vater - er war Medizinmann. Ich erinnere mich gut. Elegant, untersetzt, sonnengebraeunt, durchdringender Blick, herrisch, aufgesetzt herzlich, sehr fester Haendedruck. Sie hatte mich damals nach der Schule eingeladen, ein 'Abend fuer Nicaragua', den sie mit der Kirchengemeinde organisierte.
Witzig fand ich schon damals, dass sie gar nicht wusste, wo Nicaragua liegt.
An der Anrichte im schicken EFH diverse Prospekte, Misereor u.dgl.

So wurde sie sozialisiert. Sie wurde uebrigens auch Aerztin, ich hoffe keine Koronafaschistin.
Im Ggs. zu ihr bin nicht im Vorstadt-EFH, sondern einer Sozialwohnung gross geworden, natuerlich mit vielen 'Auslaendern' in der Siedlung.
Schon damals fand ich es gut, die gleichen Lebenschancen wie sie zu haben - Deutschland war tatsaechlich eine klassenlose, faire Gesellschaft.

Die aus Punkt (2) erwachsende Schuld (auch Langeweile) wird kompensiert durch gewisse Rituale gegenueber den Repraesentanten der 3. Welt/der Umwelt. Das gehoert zur DNA des Besitzbuergertums und ist Markenkern der Gruenen. Alle Parteien haben heute diese DNA, denn sie ziehen Buergerkinder an, denn die haben Zeit - wir haben n Job.

Man kann diese DNA auch nicht jemand 'ausreden' - versuchen Sie mal, Reinhold Messner das Bergsteigen; oder jemand, der auf rothaarige Frauen steht, das auszureden. Das waere natuerlich Quatsch.

Das erklaert die argumentative Unzugaenglichkeit. Es ist nicht in der rationalen, kausalen Dimension angesiedelt, sondern eher in einer vertikalen, hoeheren, der von existenziellem Sein und Sinn.

Und wenn jemand einen bestimmten Fetisch dieser Art hat, dann kommen die Nepper/Schlepper/Bauernfaenger, die das dann ausnutzen - die instinktiv merken, welche Knoepfe sie druecken muessen. Und so verfestigt sich dies zu einer Ideologie - ein Mischmasch aus Bildern und Worten, nun seit Jahrzehnten, je mehr repetiert, desto wahrer erscheint es, und wahr ist, was funktioniert = Politik & Ideologie.

Ja, tatsaechlich, die Suche nach Sinn jenseits eigener Schuld, der besondere Wahnsinn der Bourgeoisie, wird zu einem sehr baldigen Ende unserer einst so fairen und funktionalen deutschen Gesellschaft fuehren.
Ja, es ist jammerschade. Aber mittlerweile unabwendbar.

Die Macher ganz oben - siehe die Eingangsverweise - bekommen fuer ihr Tun Provision. Fuer den Rest brechen harte Zeiten an, mit Verteilungskaempfen, fuer die es keine konsensuellen Loesungen geben wird.
Die Zukunft ist kulturelle Zersetzung, Alltagsrassismus gegen Deutsche, Verarmung - und insbesondere das Gefuehl der Nichtigkeit - es vermasselt zu haben, fuer die Janas, ihre Familien, und die vielen Mitlaeufer.

Kommentar von Stephan Unger

Tja, schön beschrieben. Aber wahrscheinlich wird es beim "hätte, könnte, sollte..." bleiben. Widerstand ist kein Selbstläufer, da braucht es Organisation, Strategie und Vernetzung. Ein paar Feierabend-Rebellen, die Montagabends gerne spazieren gehen, werden da wenig ausrichten.

Antwort von Alexander Wallasch

Meine Aufgabe ist der Journalismus, den berichtenden Teil kann ich leisten. Alles andere bei bestimmten Kollegen der Branche ;)