Die Luft wird dünner: Der Spiegel formuliert trotzdem weiter Hetz-Narrative gegen „Die Corona-Gekränkten“

Hetzer des Corona-Regimes: Sascha Lobos Hassattacken werden immer schriller

von Alexander Wallasch (Kommentare: 28)

„Menschen wie Sascha Lobo sind zu Sprechrobotern mutiert, die gleich eines Chatbots nur das ausplappern, was man vorher eingegeben hat.“© Quelle: Youtube / ZDF Screenshot

Spiegel-Kolumnist Sascha Lobo hat zu hoch gepokert: Während des Corona-Regimes gehörte er Kolumne um Kolumne zu den schlimmsten Hetzern des Landes gegen Ungeimpfte und Maßnahmen-Kritiker. Jetzt bleibt er dabei bis zum bitteren Ende.

Irgendwann in der letzten Zeit – vollkommen gleich wann – muss Lobo einen für ihn besonders schmerzhaften kurzen Moment geistiger Klarheit gehabt haben. Da hat der Pseudopunker aus Berlin kapiert, dass er sich übel vergaloppiert hat.

Die Fragen nach Verantwortlichen und Tätern des Corona-Regimes werden immer lauter, sie sind längst bei den etablierten Medien angekommen. Aber wie wird Mitschuld in diesem Bereich gemessen? Möglicherweise nach Auflage und Klickzahlen. Der Spiegel hat immer noch besonders hohe Lesezahlen. Also auch Sascha Lobos Kolumne. Und deswegen muss ihm unwohl geworden sein.

Das kennt Lobo womöglich noch vom Berliner Schulhof: Wer auf dicken Maxe macht und austeilt, sollte sicher sein, dass das Gegenüber nicht mehr aufsteht. Aber noch viel mehr sollte er sich vergewissern, dass die Kumpel und Claqueure seiner Quälereien noch hinter ihm stehen und nicht das Weite gesucht haben, während man weiter die Backen unter der roten Bürste aufbläht.

Lauterbach vorneweg, aber auch Vertreter der Corona-Regime-Medien suchen ihr Heil bereits in der Flucht: Der gescheiterte Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) forderte jüngst schon einen Corona-Untersuchungsausschuss. Dieser Wind of Change hat ein paar Wendehälsen tüchtig ins struppige Gefieder geblasen. Aber der Obergockel oben auf dem Mist bleibt, wo er ist. Hat er von all dem noch nichts mitbekommen?

Hämisch dreckig titelte Sascha Lobo gestern: „Pandemie-Verschwörungserzählungen - Die ewige Wut der Corona-Gekränkten“. Höhnisch trompetet Lobo, die Pandemie sei doch längst vorbei, das hätte doch auch Staatsvirologe Drosten gesagt.

Aber Lobo nennt ihn nicht so, bei ihm ist Drosten der „Deuter und Wissenschaftskommunikator der Coronapandemie“. Das klingt noch lustiger - vor allem deshalb, weil Lobo das ernst meint. Weil Drosten das Ende verkündet hatte, war es auch für den Kolumnisten „in der Wahrnehmung irgendwo zwischen Erkältung und Grippe angekommen“.

Dummheit schützt vor Schuld nicht? Großkotzigkeit allerdings auch nicht. Lobo meint, dass Corona nur für zwei Gruppen nicht vorbei sei: Für Long-Covid-Patienten und … nein, die mRNA-Geschädigten (PostVac) lässt der Hetzer natürlich weg. Er meint „ ... die Menschen, die während der Pandemie umgezogen sind in eine düstere Fantasiewelt, also Querdenker*innen, Verschwörungstheoretiker*innen, Esoteriker*innen“.

Das muss man nicht mehr kommentieren, psychologisch entspricht das dem Bild des Ertappten, der jene noch lauter anbrüllt, die ihm auf die Schliche gekommen sind. Charakterlich ist das drei Etagen unter dem Gully. Aber wer hätte hier etwas anderes erwartet?

Geradezu lachhaft ist der Versuch einer reflexartigen Schuldumkehr, wenn Lobo über die Corona-Maßnahmenkritiker schreibt:

„Für sie wird die Pandemie tragischerweise mutmaßlich niemals vorbei sein, denn sie sind ausweislich der Drastik und der emotionalen Betroffenheit in ihrer Kommunikation in den tiefsten Sphären ihrer Persönlichkeit gekränkt: die Corona-Gekränkten.“

Aber es kommt noch besser: Als einer der maßgeblichen Hetzer gegen Ungeimpfte und Maßnahmenkritiker meint Lobo, diesen Menschen fehle „vielleicht eine Kategorie wie ,Schicksal', was auch ihr derzeitiges Aufdrehen erklärt: Jemand muss schuld sein“.

„Beugt euch eurem Schicksal“ zieht sich allerdings durch alle totalitären Regime. Das ist der nahe Verwandte von Erich Mielkes „Ich liebe doch alle Menschen“. Es ist – und das ist die Beruhigung – ein letztes Aufheulen an Gemeinheiten jenen gegenüber, an denen man sich schuldig gemacht hat.

Dabei ist es einerlei, ob es Sascha Lobo irgendwann aufgegangen ist, dass er die Ideale von Demokratie und Meinungsfreiheit verraten hat, als er zum Hetzer wurde. Nein, Recht kann man nicht beugen, indem man Unwissenheit vorschiebt. Und selten war der Vorsatz so deutlich wie bei den Hetzartikeln von Sascha Lobo während der Corona-Jahre.

Am Rande: Lobo titelt „Die ewige Wut der Corona-Gekränkten“. Dass man Kombinationen mit „ewig“ im besten Deutschland aller Zeiten historisch allerdings besser weggelassen hätte, wenn man sich in gruppenspezifischer Menschenfeindlichkeit versucht – auch das ist dem waidwunden Hetzer Sascha Lobo in seinem düsteren Furor gegen jeden und alles schon vollkommen gleich.

Die Psychologisierung des Opfers aus der Täterperspektive – Sascha Lobo hat Angst, er weiß, was er getan hat. Immerhin ist er schlau genug, zu kapieren, dass er – natürlich umgangssprachlich – den Kopf nicht mehr aus der Schlinge bekommt, also hetzt und hasst er einfach weiter, als wäre er der erste Barackenarzt im Gulag:

„Jemand muss schuld sein. Irgendeine Person, irgendeine Gruppe muss die Schuld daran tragen, dass so viele Leute leiden mussten, nicht nur unter der Pandemie selbst, sondern natürlich auch unter den Maßnahmen. Alles andere, jede andere Erklärung als die Existenz von Schuldigen ist für sie unerträglich – übrigens typisch für Kränkungen, psychologisch definierbar als "Verwundung der seelisch-psychischen Integrität". Interessanterweise unterscheidet die Psychologie zunächst nicht, ob diese Verwundung „vermeintlich oder tatsächlich“ stattgefunden hat: Kränkung ist subjektiv.“

Besonders verwerflich und endgültiger Hinweis auf den desolaten Charakter des Kolumnisten ist der Versuch, in seiner Kolumne noch einen Begriff zu prägen, der seinen Stempel trägt. Saskia Eskens „Covidioten“ sind bei Lobo „Corona-Gekränkte“, beide Begriffe beleidigen, indem sie den Gegenüber pathologisieren.

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Was Lobo aber nicht davon abhält, weiter zu hetzen. Wenn sich der Kolumnist den Inhalten der Kritik der Corona-Maßnahmenkritikern zuwendet, zeigt seine Kolumne allerdings immer wieder auch unfreiwillig komische Passagen.

Man spürt einfach in jedem Wort das Defizit desjenigen, der sich sein Wissen über Corona von den Lippen von Drosten und Lauterbach abgelutscht hat.

Sascha Lobo weiß instinktiv, dass er den Zug verpasst hat, dass er es verpasst hat, sich umfassend über ein Thema zu informieren, über das er hier fabulieren will. Und so wirkt es allenfalls verzweifelt, wenn Lobo Narrative stur weiterverwendet, die selbst seinen Heroes des Corona-Regimes nicht mehr über die nun vom Irokesen abgeleckten Lippen kommen.

Die Schulhofwut auf dem Gipfel: Sascha Lobo beginnt mit der Kannibalisierung innerhalb seiner eigenen Blase. Er ermahnt Kollegen, jetzt nicht abzuschwören. Der gemeine Spieß treibt die Fahnenflüchtigen zurück an die Front, der Krieg ist allerdings längst verloren:

„Der Versuch der Umschreibung des Pandemiegeschehens (…) wäre aber nicht halb so bedrohlich, wenn sich nicht immer wieder Journalist*innen und Entscheider*innen in den Leitmedien finden würden, die ihnen in die Karten spielen. (…) In der "Welt", in der »Zeit« und auch hier auf SPIEGEL.de habe ich solche Einlassungen gelesen. Und ich finde sie problematisch, weil sie zu oft einen toxischen Mechanismus der Corona-Gekränkten bedienen.“

Sascha Lobo tritt um sich. Und dann endet er, wie er begonnen hat: Mit Hass und Hetze und dem Versuch, das Gegenüber zu diffamieren:

„Die Corona-Gekränkten versuchen, dem Rest der Gesellschaft ihre darke Fantasiewelt überzustülpen, die doch vor allem eine Funktion hat: die Produktion von Schuldigen.“

Die Schuldigen allerdings müssen nicht erst produziert werden. Klar, Sascha Lobo hätte es gern, wenn die Opfer unter „Schicksal“ zur Seite geschoben werden könnten. Karma is a Bitch. Aber die Bitch weiß es längst besser, der hysterische Ton von Lobos Kolumne verrät, dass es zu spät dafür ist, seinen Hass und seine Hetze gegen Ungeimpfte, gegen Maßnahmenkritiker und gegen Demokratie und Meinungsfreiheit unter den Teppich zu kehren.

Der Twitter-Account “Dr. Lockdown Viehler” hat sich ebenfalls Gedanken über Sascha Lobo gemacht. Sein Urteil ist im Vergleich noch viel härter. Selten stand einer der verantwortlichen Hetzer gegen Kritiker so nackt da wie Sascha Lobo nach diesem Text. Lobo ist ein durch und durch totalitärer Charakter. Hier der Text von “Dr. Lockdown Viehler” via Twitter:

„Ich erzähle Ihnen einmal eine Geschichte:

Als sich die Frauen endlich gegen Harvey Weinstein wendeten, begann nicht nur die großartige #metoo Bewegung - es gab vor allem viel Hass und Häme.

Hass auf Menschen, denen unsägliches Leid angetan wurde.

Und Häme, weil sie sich nicht „schon früher gemeldet“ hätten und sich nun im Ruhm eines von Hollywoods größten Produzenten sonnen wollten.

Wer weiß, wie vielen Frauen die „Castingcouch“ bei so einem Ekel wie Weinstein hätte erspart bleiben können, hätte er nicht so viel Macht - und vor allem Angst - um sich gesammelt, dass sich seine Opfer nicht trauten, seine Taten früher öffentlich zu machen.

Menschen wie Sascha Lobo sind solche Wesen in unserer Gesellschaft, die Hass- und Häme-Opfern sang- und klanglos mit Worten ins Gesicht spucken dürfen. Ohne Konsequenzen für ihren Arbeitsplatz, die Möglichkeit, ihre Familie zu ernähren oder ihren Status in der Gesellschaft.

Menschen wie Sascha Lobo sind privilegiert. Sie können mit selbst erfundenen Begriffen wie #Friedensschwurbler und „Corona-Gekränkten“ aufwarten, damit ganze Bevölkerungsgruppen in einen Sack stecken und medial darauf einschlagen. Um sich danach zu fragen, „wo denn all der Hass herkommt“, „diese Spaltung in der Gesellschaft“.

In vielen Dingen gleichen Menschen wie Sascha Lobo damit Harvey Weinstein. Auch der Produzent fühlte sich unantastbar. Privilegiert. Unangreifbar. Von seiner treuen Blase geliebt und bewundert.

Sie verdrehen in ihrer kranken Welt Fakten, Argumente und Schlussfolgerungen so sehr, dass sie am Ende in ihr Bild passen. Dass aus dem dadurch entstanden Gemälde eine groteske Fratze entsteht, für die sich selbst Dorian Gray schämen würde, blendet ihr Verstand dabei vollständig aus.

Für Menschen wie Sascha Lobo gibt es nur „ihre“ Wahrheit, die „einzige“ Wahrheit. Menschen wie Sascha Lobo „wissen“ nicht - sie behaupten. Menschen wie Sascha Lobo sind zu Sprechrobotern mutiert, die gleich eines Chatbots nur das ausplappern, was man vorher eingegeben hat.

Und:
Menschen wie Sascha Lobo haben den Respekt vor ihren Mitmenschen verloren.

Harvey Weinstein sitzt inzwischen in einer Zelle, in die er sich selbst durch seine Taten gebracht hat.

Menschen wie Sascha Lobo haben ihren eigenen Verstand in solch eine Zelle gesperrt

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