Öffentlich-rechtliche Hass-Doppelbotschaft

Kleine doofe Tagesschau: „Hass ist keine Meinung“ – „Alle hassen Nazis“

von Alexander Wallasch (Kommentare: 17)

„...da hatten wir schon einen gewissen missionarischen Eifer“© Quelle: Tagesschau ARD Mediathek Screenshot

Wenn mehr Menschen vom Staat leben und mehr NGOs subventioniert werden, dann sind auch mehr Menschen bereit, zu erledigen, was der Staat von Ihnen verlangt – soweit die Analyse der „Gegen Rechts“-Demonstrationen des letzten Aufgebots der Ampel.

Der Witz ist so offensichtlich, dass man länger braucht, um in ganzer Tragweite zu begreifen, wie lächerlich ist, was die öffentlich-rechtlichen Nachrichten übersehen und die Demonstranten „gegen Rechts“ nicht begreifen können.

Mitunter sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Wenn Propaganda auf Betriebsblindheit trifft, dann rennt öffentlich-rechtlicher Hate-Speech offene Tore ein. Der blinde Fleck des polit-medialen Komplex wird sichtbar. Diese Tagesschau-Bildauswahl muss man sacken lassen, um die ganze Tragweite dieses Offenbarungseids zu begreifen. Ein großer umfassender Orientierungsverlust:

Hass ist zwar keine Meinung, aber alle hassen Nazis.

Dazu passt ganz wunderbar ein aktueller, mindestens ebenso orientierungsloser X-Kommentar des ARD-Politmagazin-Chefs Georg Restle. Der teilte zunächst einen Satz des thüringischen AfD-Chefs Björn Höcke:

„Eine Quasiregierungsdemonstration ruft zur Bekämpfung der Opposition auf. Wie absurd ist das bitteschön?“

Anschließend kommentierte Restle:

„Wenig überraschend, dass der rechtsextreme Chef einer verfassungsfeindlichen Truppe als anti-demokratischer Geisterfahrer unterwegs ist. Offenbar steigt die Nervosität.“

Nein, das lässt sich auch mit einem gesunden Menschenverstand nicht mehr erklären. Das ist der nächste Level des öffentlich-rechtlichen Kadavergehorsams. Und es muss etwas Ideologisch-Religiöses sein, eine Chiffre, die nur eingefleischte Profiteure des Systems begreifen. Oder nicht begreifen, aber nichts mehr dabei finden, nichts zu begreifen.

Vielleicht ist es aber auch der abgeschmackte Versuch von Georg Restle, vom Gegenüber eine Art Zustimmung für Höcke zu erzwingen – was bleibt einem über? Aber dann hätte Restle auch schreiben können: „Höcke mag Hundewelpen.“ Hier wäre es noch schwerer, zu widersprechen. Die Ampel ist am Ende, aber der Hofnarr spielt weiter auf der Laute, das Hoforchester erwartet duldsam und in zunehmender Schräglage den Untergang der Titanic.

An der Stelle lohnt es übrigens, auf Kai Gniffke zu verweisen. Der ist heute Chefdirigent der ARD, war aber mal Chef der Tagesschau. Und Gniffke sagte einmal auf einem Forum in einem Anfall von Wahrhaftigkeit ein paar bemerkenswerte Sätze über den Umgang der Öffentlich-Rechtlichen mit der Opposition bzw. dem damaligen Oppositionsführer AfD.

Moderiert wurde das Forum damals von Georg Restle, ebenfalls auf dem Podium saß Dunya Hajali, die heute die Nachrichten des ZDF spricht.

Kai Gniffke sagte über den Umgang der Öffentlich-Rechtlichen mit der AfD:

„Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass wir niemals belehren wollen und ich glaube auch nicht, belehrend waren. Dass wir aber gerade zu Beginn der ganzen AfD, des AfD-Großwerdens – Pegida-Phase – da hatten wir schon einen gewissen missionarischen Eifer. Ich glaube, wenn man sich unsere Texte anguckt, sind die alle irgendwie unangreifbar. Aber zwischen den Zeilen kam es aus jeder Pore: Ihr sollt die bitte doof finden. Das hatten wir, das hat eine ganze Weile gebraucht. Deshalb haben wir das immer noch wie so ein Stigma mit hinten dran geklebt: Die rechtspopulistische AfD."

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Schön und gut – aber was nutzt so ein Geständnis des journalistischen Versagens, wenn es heute alle Beteiligten am liebsten vergessen haben wollen?

Ein Gedanke noch: Warum gehen überhaupt ein paar tausend Leute auf die Straßen, wo doch offensichtlich ist, dass der drohende Machtverlust der Ampel das große Problem ist und nicht das inhaltliche Programm der AfD? Was treibt diese Leute an? Hier mag ein Moment der Bequemlichkeit wirken, der inneren Beruhigung. Aus der Zerrissenheit zurück in die Klarheit der gelernten, öffentlich-rechtlichen Inhalte.

Denn tatsächlich war zuvor etwas geschehen, das man als ein großes Raunen der Erkenntnis bezeichnen könnte: Durch den Dunstschleier der Diffamierungen und Diskreditierungen der Opposition hindurch wurde die Propaganda aus Politik und Medien immer deutlicher.

Aber vor allem spürten – nein, erlebten! – immer mehr Bürger am eigenen Leib, dass die Politik der Ampel ihr Leben deutlich zum Schlechteren hin verändert hat. Die Überlegungen gingen dann in etwa so:

Eigentlich ist ja teilweise richtig, was die AfD sagt. Und eigentlich ist es unerträglich, wie die Opposition von Politik und Medien unterdrückt wird. Und auf diese Erkenntnis fiel dann die Propaganda von den Nazis, der Bundeskanzler war sich nicht zu blöd, in die Kameras von einem Szenario zu sprechen, das eigentlich Anlass für lautes Gelächter sein müsste: „Rechtsextremisten greifen unsere Demokratie an!“.

Die Ampel durchdringt mit ihrer Ideologie alle Bereiche des Lebens und diffamiert in nie dagewesener Art und Weise ihre Kritiker – der Angriff auf unsere Demokratie könnte kaum größer sein.

Die Erlösung für die neuen Zweifler kam dann von Correctiv: Die AfD veranstaltet Wannsee 2.0, die Endlösung der Migrationsfrage – Oh nein! Die, welche jetzt demonstrieren, wurden mit einem Schlag von allen inneren Skrupeln befreit und kehrten reumütig zurück in ihren linken Heimathafen.

Und jetzt alle zusammen:
„Hass ist keine Meinung – Alle hassen Nazis!“

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