Die AfD scheint meilenweit davon entfernt, nur noch Protestpartei zu sein

42 Prozent der FDP-Wähler wünschen eine Regierungsbeteiligung der AfD

von Alexander Wallasch (Kommentare: 59)

Der INSA-Chef persönlich im Studio bei der Präsentation der neuesten Zahlen.© Quelle: Youtube/ INSA-News Screenshot

Woche für Woche moderiert Geschäftsführer Hermann Binkert den „INSA-Meinungstrend“ auf seinem hauseigenen Youtube-Kanal.

Von dem einen oder anderen vielleicht noch unbemerkt, wurde vor einer Weile auf Youtube ein Wochenformat gestartet, dass auch für alexander-wallasch.de zum wichtigen Informationcenter und zum Impuls- und Themengeber geworden ist.

Die Rede ist vom „INSA-Meinungstrend“ auf dem INSA-News-Kanal. Das Format bietet ein paar echte Besonderheiten: Die Sendungen sind kostenfrei, was bedeutet, dass man hier gratis an Informationen kommt, die sonst für die beauftragenden Medien, Sender und Unternehmen kostenpflichtig sind.

Die angebotenen Trends, Prognosen und Ergebnisse basieren auf knackfrischen Zahlen. Aber was uns besonders gefällt: Der Gründer und Geschäftsführer Hermann Binkert serviert hier höchstpersönlich und erklärt verständlich und umfänglich, was es mit den Zahlen aus seinem Haus auf sich hat.

In seiner aktuellen Ausgabe geht er folgenden Fragen nach:

  • Wie steht’s um die Ampel?
  • Wen wünschen sich die Wählerinnen und Wähler nicht im Bundestag?
  • Wen wünschen sie die Wähler der einzelnen Parteien als Bündnispartner?

Hier ein paar der Ergebnisse der INSA Analyse:

Die Ampelkoalition ist weit von einer eigenen Mehrheit im Deutschen Bundestag entfernt. Eine Regierungsmehrheit gibt es für eine Jamaika-Koalition, eine große Koalition und eine Verbindung aus CDU/CSU und AfD.

Diese Kombinationen sind deshalb möglich, so Binkert, weil die Linke aus dem Bundestag flöge, wären jetzt Neuwahlen. So reichen schon 44 Prozent für eine parlamentarische Mehrheit.

Nicht im Bundestag wünscht sich jeder zweite Wähler die AfD und jeder Dritte möchte die Grünen dort nicht vertreten sehen. Zum Vergleich: Bei CDU/CSU und SPD sind es 13 bzw. 14 Prozent der Wähler, die diese Parteien nicht im Bundestag vertreten sehen wollen.

Noch eine spannende Frage bei INSA: Wen wünschen sich die Wählerinnen und Wähler als Bündnispartner?

Bedenkt man, wie intensiv Friedrich Merz seit Einzug in den Bundestag um die Grünen wirbt, sind die Wähler der Grünen davon wenig überzeugt: Nur jeder Vierte will Merz unterhaken und jeder zweite sieht weiter die SPD an der Seite der Ökopartei.

Erstaunlich: 42 Prozent der FDP-Wähler wünschen sich eine Regierungsbeteiligung der AfD.

Und wiederum den AfD-Wählern mangelt es nicht an Selbstbewusstsein: Satte 58 Prozent wollen nicht Juniorpartner von irgendwem sein, sondern wünschen sich ihre Partei mal eben führend an der Regierung.

Insgesamt wünschen sich 92 Prozent der AfD-Wähler eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei, was bedeutet, dass die AfD meilenweit davon entfernt ist, nur noch Protestpartei zu sein. Diese Zahl spricht für eine erstaunliche Festigung des Wählerstamms der AfD. Eine satte Ohrfeige für Christian Lindner zum Dessert: Bei der FDP sind das demgegenüber gerade einmal 78 Prozent.

Hier geht's zur Sendung

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