Feige bis ins Finale: Merz will sich keinen unerwarteten Uppercut vom zu Boden gedrückten Gegner abholen

CDU fordert Parteiausschluss: Maaßen hat bei Wallasch unerwünschten Klartext gesprochen

von Alexander Wallasch (Kommentare: 23)

„Merz ist kein Konservativer – Ich hatte von Anfang an vor ihm gewarnt“, sagte Maaßen gegenüber alexander-wallsch.de im August 2022© Quelle: Pixabay / FelixMittermeier / Youtube / ZDF / privat, Montage Alexander Wallasch

Die CDU will jetzt offiziell prüfen, den ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Dr. Hans-Georg Maaßen aus der Partei auszuschließen. Als ausschlaggebend werden Äußerungen von Hans-Georg Maaßen gegenüber www.alexander-wallasch.de genannt.

Wenn es nach einer Reihe führender CDU-Parteifunktionäre geht, soll Dr. Maaßen in der CDU das gleiche Schicksal ereilen wie Thilo Sarrazin in der SPD.

Anstatt nun endlich nach über einem Jahr die Rolle als Oppositionspartei und Oppositionsführer im Deutschen Bundestag anzunehmen, hat Parteichef Friedrich Merz vom Tag seines Einzuges in den Bundestag an die Rolle einer Reinigungsfachkraft übernommen: Alles soll aus dem Weg geräumt werden, das einer Rückkehr der CDU auf die Regierungsbank im Wege steht.

Wegen seiner prominenten wie kritischen Kommentierungen hier besonders im Visier: Dr. Hans-Georg Maaßen.

Man kann es auf wenige Sätze herunterbrechen: Wer weiterhin die Grundwerte der CDU aus der Zeit vor Merkel befürwortet und nicht bereit ist, den von der ehemaligen Bundeskanzlerin geplanten und begonnenen öko-sozialistischen Umbau der Partei mitzugehen, der gilt als Feind.

Dr. Maaßen kommentiert bei alexander-wallasch.de seit Juni 2022 Woche für Woche das Tagesgeschehen und zeigt wie nebenbei oft auch ganz konkret seine Idee auf, wie eine christdemokratische Partei aufgestellt sein sollte, um fit zu sein für ein Deutschland mit Zukunft.

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Eines darf und muss man ganz sicher feststellen: CDU-Parteichef Friedrich Merz hat gegenüber Hans-Georg Maaßen niemals mit offenem Visier, etwa um eine politische Deutungshoheit, gekämpft.

Merz hat es gemacht, wie er es gelernt hat: Von hinten durchs Auge, die Ellenbogen erst in jenem Moment ausgefahren, wo er vermeintlich sicher war, den Kontrahenten in der ungünstigeren Position zu sehen. Oder er hat ängstlich andere vorgeschickt, für seine Sache zu insistieren, um sich, wenn es schief geht, gleich auch von diesem zu distanzieren.

Dr. Maaßen hat nicht aufgesteckt, sondern seinerseits im Gespräch auf alexander-wallasch.de kräftig ausgeteilt: „Merz ist kein Konservativer – Ich hatte von Anfang an vor ihm gewarnt“, sagte Maaßen im August 2022.

Und Merz wäre nicht Merz, wenn er nicht auch in dieser Situation peinlichst darauf achtet, sich keinen unerwarteten Uppercut vom vermeintlich unterlegenen Gegner abzuholen. Vortrefflich beschrieben ist hier die Merz von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zugedachte Rolle des zunächst vermeintlich Zögerlichen, wenn es darum geht, mit schwerem Kaliber in die eigenen Reihen zu schießen. Was für ein defizitärer Charakter:

„CDU-Chef Friedrich Merz sagte am Dienstag vor einer Sitzung der CDU/CSU-Abgeordneten in Berlin: ,Die Äußerungen von Herrn Maaßen sind erneut inakzeptabel'. Er ergänzte: ,Wir werden uns mit diesem Fall weiter beschäftigen und ihn auch unter diesem Aspekt beurteilen.'“

Entlarvend dafür, wie der Black-Rocker Merz tatsächlich tickt, ist seine Formulierung „erneut“.

Anstatt sich zur rechten Zeit mit einer Position auseinanderzusetzen und diese parteiintern zu debattieren, wie es die Parteibasis und der Wähler erwarten dürfen und sollten, erwartet die Parteispitze stattdessen blinde Gefolgschaft und die Einhaltung einer Parteidisziplin, die an ein zu enges Stahlkorsett der Inquisition erinnert, wenn sich konservative Abgeordnete und Parteimitglieder grünen und öko-sozialistischen Positionen unterwerfen sollen.

Merz hat seine Rolle eingenommen: Er ist der Pfaffe, der vor dem Henker mit leidvoll verlogenem Gesicht die letzten Worte spricht. Die Figur des Scharfrichters an Maaßen übernahm CDU-Generalsekretär Mario Czaja. Der ist den meisten Bürgern noch kein Begriff, kaum talkshow-tauglich, also muss sich der ehemalige Berliner Gesundheitssenator anderweitig Gehör verschaffen. Wieder dpa:

„Generalsekretär Mario Czaja hatte Maaßen zuvor zum Parteiaustritt aufgefordert. ,Für seine Äußerungen und das damit zum Ausdruck gebrachte Gedankengut ist in unserer Partei kein Platz', schrieb Czaja bei Twitter.“

Besonders perfide natürlich, dass Maaßen ausgerechnet mit dem Vorwurf, Antisemit zu sein, ausgeschlossen werden soll. Wer Dr. Maaßen kennt, wer bald fünfzig Gespräche mit Hans-Georg Maaßen auf alexander-wallasch.de gelesen hat, der weiß, dass das wohl der idiotischste Vorwurf ist, den man Maaßen überhaupt machen kann.

Nichts wird hier präzisiert, alles ist nur hingeraunt, wie von irgendeinem hasszerfressenen anonymen Wikipedia-Autoren diktiert. Irgendwer wird den diffamierenden Müll schon fressen und vor der nächsten Haustür verlieren und so weiter.

Dieser Mario Czaja steht dabei stellvertretend für diese neue Generation Politiker:Innen, denen eine schmissige linke Position immer lieber ist, als einmal im Leben für etwas einzustehen und dafür zu kämpfen, ohne den eigenen Vorteil automatisch mitzudenken.

Insbesondere deshalb sind solche Tweets, wie sie Czaja jetzt zur Causa Maaßen veröffentlichte, so durchsichtig, wenn er twittert:

„Ihm ist offenkundig nicht am Wohl der #CDU gelegen. Seine wiederkehrenden Provokationen sollen nichts anderes bewirken, als seine eigene Egoshow zu bewerben.“

Wenn Hans-Georg Maaßen allerdings irgendetwas nicht ist, dann ein Egoshooter. Ich kann Ihnen sagen, Dr. Maaßen ist ein Antifaschist und ein deutscher Patriot in exakt dieser Reihenfolge. Und Hans-Georg Maaßen ist ein Arbeiter. Einer, der sich die Arbeit aus dem Büro mit nach Hause nimmt und froh ist, wenn er noch den halben Sonntag für sich Zeit hat.

Erlauben Sie mir an der Stelle noch eine persönliche Anmerkung:

Was ich an Dr. Maaßen besonders mag, ist sein feiner Humor, sein Anstand und eine unbestechliche Korrektheit im allerbesten Sinne. Deutschland braucht solche Menschen, wenn es wieder auf die Beine kommen will. Und das weiß Friedrich Merz genau. Deshalb bekämpft Merz, der Black-Rock-Vertreter, Dr. Maaßen auch mit dieser Vehemenz und Ausdauer. Für Merz ist Maaßen der Feind. Für Deutschland ist es möglicherweise Friedrich Merz.

Hier noch ein Pressespiegel zum geforderten Parteiausschluss ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

https://www.bild.de/politik/2023/politik/nach-twitter-eklat-cdu-prueft-parteiausschluss-von-maassen-82665592.bild.html
"...gab er dem Publizisten Alexander Wallasch ein Interview für dessen Blog. Darin spricht Maaßen ebenfalls von Rassismus, der ,gegen die einheimischen Deutschen betrieben' werde. ,Dieses Denken ist Ausdruck einer grün-roten Rassenlehre, nach der Weiße als minderwertige Rasse angesehen werden und man deshalb arabische und afrikanische Männer ins Land holen müsse', sagte Maaßen."

https://www.berliner-zeitung.de/news/berliner-cdu-chef-kai-wegner-fordert-parteiausschluss-von-hans-georg-maassen-li.310302
„Alexander Wallasch fiel in den vergangenen Jahren durch die Verbreitung von Verschwörungsmythen auf. Er schrieb zudem für die umstrittene Plattform von Boris Reitschuster.“

https://www.derstandard.de/story/2000142867731/cdu-generalsekretaer-fordert-maassen-zum-parteiaustritt-auf
„Zudem gab er dem Publizisten Alexander Wallasch ein Interview für dessen Blog. Darin spricht Maaßen ebenfalls von Rassismus, der ,gegen die einheimischen Deutschen betrieben' werde."

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.parteien-cdu-generalsekretaer-fordert-maassen-zum-parteiaustritt-auf.8f66a552-30b5-412b-b838-860b8cfdcacd.html
„Häufige Themen auf Wallaschs Blog sind unter anderen eine vermeintlich außer Kraft gesetzte Rechtsstaatlichkeit während der Corona-Pandemie und Einwanderung, die als ,illegale Massenzuwanderung' betrachtet wird."

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100117192/cdu-prueft-parteiausschluss-von-maassen-nach-rassenlehre-aeusserungen.html
„Ein Interview über die Silvesterkrawalle brachte das Fass zum Überlaufen. Bereits Mitte Januar hatte der Autor Alexander Wallasch (er schreibt unter anderem für ,Tichy's Einblick') für seinen Blog Hans-Georg Maaßen zu den Ausschreitungen in der Berliner Silvesternacht befragt. Mit Verspätung zog das Interview seine Kreise in den sozialen Netzwerken. Doch für viele in der CDU ist damit endgültig die Linie überschritten."

Frankfurter Rundschau
https://www.fr.de/politik/hans-georg-maassen-cdu-parteiaustritt-rechtsextremismus-rassismus-twitter-czaja-92046223.html

Die Zeit
https://www.zeit.de/news/2023-01/24/cdu-chef-wegner-maassen-hat-keinen-platz-mehr-in-der-partei

Welt
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/Politik__Inland_/article243401543/CDU-will-Maassen-nach-neuen-umstrittenen-Aeusserungen-loswerden.html

FAZ
https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/cdu-will-maassen-nach-neuen-umstrittenen-aeusserungen-loswerden-18625869.html

ntv
https://www.n-tv.de/politik/CDU-prueft-Maassens-Parteiausschluss-article23866545.html

Süddeutsche Zeitung
https://www.sueddeutsche.de/panorama/cdu-generalsekretaer-maassen-soll-aus-der-partei-austreten-1.5738515

Spiegel
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-prueft-moeglichen-parteiausschluss-von-hans-georg-maassen-a-ae1ce203-a24f-4a37-911a-7d9c8503fc40

Regional-Heute
https://regionalheute.de/cdu-prueft-parteiausschlussverfahren-gegen-hans-georg-maassen-1674566824/

Und das bisher Mieseste zum Schluss:

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