„Wir können hier heute pünktlich starten“

Eröffnungsrede von Tino Chrupalla auf dem Parteitag der AfD: „Die Randalierer von der Antifa haben ihr eigenes Störmanöver verschlafen“

von Alexander Wallasch

„Die Lage ist ernster als je zuvor in der gesamten Bundesrepublik“© Quelle: AfD/X

Die gewaltsame Verhinderung des AfD-Parteitages in Erfurt durch zehntausende von regierungsnahen NGOs herangekarrte Störer, Gewalttäter und Chaoten ist offenbar gescheitert. Co-Parteichef Tino Chruppala eröffnete pünktlich vor vollen Reihen. Auch deswegen dokumentieren wir seine Auftaktrede.

Liebe Freunde. Liebe Delegierte, liebe Frühaufsteher, muss man ja sagen. Sehr geehrte Pressevertreter, guten Morgen und herzlich willkommen hier heute in Erfurt. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Die Randalierer von der Antifa haben ihr eigenes Störmanöver verschlafen. Wir können hier heute pünktlich starten. (Applaus) So ist das eben, wenn man gewohnt ist auszuschlafen während die anständigen Bürger täglich zur Arbeit gehen, liebe Freunde!

Ich danke hier vor allem zuallererst unseren Polizeibeamten, die wieder die Demokratie mit Leib und Leben wirklich geschützt haben, die eine hervorragende Arbeit geleistet haben, die uns wirklich hier vor diesem Parteitag geschützt haben. Vielen herzlichen Dank! Genauso dem gesamten Sicherheitspersonal, auch den Verantwortlichen in der Bundesgeschäftsstelle, die das hier heute organisiert haben, die das wirklich reibungslos zu einem Erfolg schon vorab geführt haben. Deswegen noch mal vielen herzlichen Dank, dass das so super geklappt hat und wir hoffen alle und ich hoffe auch persönlich, dass dieser Tag weiter friedlich bleibt.

Dass wir hier das Signal für Deutschland setzen können, dass wir hier – und so ist unser Leitspruch – die Zeit für Deutschland heute hier beginnen mit der Alternative für Deutschland. Liebe Freunde, hier in Erfurt haben wir unseren größten Wahlerfolg erzielt. Mit 32,8 Prozent wurden vor zwei Jahren hier die ersten Wahlsieger gekürt. Wir müssten in Thüringen eigentlich regieren. Aber die Wahlverlierer haben sich zusammengeschlossen und eine Verliererkoalition der sogenannten Brombeere gebildet. Eine Koalition ohne Mehrheit. Und das ist auch kein Modell für die Zukunft, liebe Freunde.

Demokratie ist die Herrschaft der Mehrheit. Und bald wird in Ostdeutschland wieder gewählt, in Sachsen-Anhalt, in Mecklenburg-Vorpommern und in der Hauptstadt Berlin. Mit Ulrich Siegmund, Leif-Erik Holm, Kristin Brinker haben wir starke Spitzenkandidaten mit Charme, Witz und Verstand und, liebe Kristin, lieber Leif, lieber Ulrich: Bitte steht mal auf, damit wir heute hier euch noch mal begrüßen. Ihr seid unsere Hoffnung dieses Jahr für die Alternative für Deutschland. Mit euch kämpfen wir. Mit euch kämpfen wir und wir werden gewinnen. Vielleicht können wir bald schon allein regieren. Das wäre das richtige Zeichen an die Demokratieverächter, die da draußen unseren Parteitag verhindern wollten.

Wogegen protestieren eigentlich die 50.000 sogenannten Demonstranten, die aus dem gesamten Bundesgebiet von den Altparteien mit Lastwagen hier angekarrt wurden? Sie protestieren gegen die demokratische Willensbildung. Sie glauben, im Alleinbesitz der Demokratie zu sein. „Unsere Demokratie“ sagen sie und meinen nicht eure Demokratie. Diesen Demonstranten sage ich: Diese Demokratie ist genauso unsere Demokratie wie eure. Wir stehen für Einigkeit, nicht für Spaltung. Unser Ziel ist, dass in Deutschland alle gemeinsam „wir“ sagen können. Dafür werden wir kämpfen, liebe Freunde. Luise Neubauer, die Grünlobbyistin und Vielfliegerin wollte mit Sitzblockaden unseren Parteitag so lange wie möglich aufhalten.

Katrin Göring Eckardt nennt die Blockaden ein „Fest der Demokratie“. Hier in Erfurt sind die Grünen auch ohne Blockaden vom Parlament ferngeblieben. Man muss sich das einfach auf der Zunge zergehen lassen. Frau Katrin Göring Eckardt, die in ihrem Wahlkreis mit sage und schreibe 3,1 Prozent der Erststimmen gewählt wurde. Das heißt, nicht einmal ihre eigene Familie hat sie komplett gewählt, liebe Freunde. Genau das ist das Schöne an der Demokratie. Das ist der Wählerwille. Denn die Wahlen sind das wahre Fest der Demokratie und darauf freuen wir uns, liebe Freunde.

Parteitage abzuhalten ist unser grundsätzlich verbrieftes Recht. Es gibt keine friedlichen Sitzblockaden, es gibt keine demokratischen Straßensperren. Es gibt auch keine Schlägertrupps, die das harmlose Etikett „Zivilgesellschaft“ verdienen. Diese Chaoten sind das letzte Aufgebot unserer parteipolitischen Konkurrenz. Wenn sie sagen „Demokratie leben“, meinen sie in Wirklichkeit Demokratie stören. Schauen wir uns diese Konkurrenz doch mal an: Die SPD hat vielleicht noch ein Medienimperium, aber sie ist längst keine Volkspartei mehr und schon gar keine Altpartei mehr. Sie hält sich mit staatlichen Zuschüssen am Leben.

Und wenn man sich alleine den Deutschen Gewerkschaftsbund, den DGB, anschaut, mit staatlichen Zuschüssen von jährlich über 50 Millionen Euro für Demokratie, wo ich mich frage: Für was ist eigentlich eine Gewerkschaft da? Sie sollte sich für die Arbeitnehmer einsetzen. Dafür ist eine Gewerkschaft da. Das machen wir aber jetzt. Deswegen wählen uns auch so viele Arbeitnehmer. Deshalb braucht es diese Gewerkschaft in dieser Form so nicht mehr. Die Grünen haben eine starke Lobby bei Medien und bei NGOs.

Aber wo ist eigentlich hier der Wählerauftrag? Fehlanzeige. Das kommt von ihrer feindseligen Energiepolitik gegen Deutschland, von ihrer Verbotspolitik gegen Deutschland. Die FDP ist Frau Strack-Zimmermann aus den Parlamenten in die Schützengräben gefolgt. Die Linke wird von den Öffentlich-rechtlichen künstlich am Leben gehalten und die CDU wäre froh, wenn sie die Halbwertszeit eines radioaktiven Isotops hätte. Ihr Zerfallsprozess ist nämlich noch schneller. Spätestens 2029 haben wir sie vollends halbiert, liebe Freunde. Und das ist auch gut so und dringend nötig.

Diese Parteipolitiker meinen, sie hätten die Demokratie gepachtet. Sie vergessen, dass die Regierungen, dass die Abgeordneten in den Parlamenten alle vom Souverän beauftragt sind, von den Wählern. Wir werden unsere ganze Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren und Schaden von ihm abwenden. Das ist unser Auftrag, liebe Freunde.

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Und wie es so üblich ist vor Parteitagen: Im Vorfeld auch dieses Parteitags hat die Presse wieder versucht, einen Keil in unsere Partei hineinzuschreiben. Es wird fantasiert von Machtkämpfen und Showdowns, die angeblich bevorstünden. Die Wahrheit ist: Unsere Partei ist einig wie nie zuvor. Die Wahl des Bundesvorstandes folgt einer streitbaren Willensbildung, von der sich andere Parteien in diesem Land eine Scheibe abschneiden können, liebe Freunde. Jeder Bundesvorstand muss geradestehen für die Arbeit, die er abgeliefert hat. Und der scheidende Vorstand ist der bislang erfolgreichste in unserer Parteigeschichte. Wir sind umfragenstärkste Partei. Wir sind international geachtet.

In Deutschland erfährt man als Mitglied der Alternative für Deutschland immer mehr Respekt. Denn immer mehr Bürger merken: Wir machen Politik für deren Interesse, für die Interessen der Deutschen. Der neue Bundesvorstand wird in Kontinuität zum scheidenden Vorstand stehen. Das eine oder andere Mitglied wird gehen. Ich danke an dieser Stelle besonders Roman Reusch für seine hervorragende Arbeit im Dienst der Partei. Ein Platz im Goldenen Buch, lieber Roman, ist dir sicher!

Der Erfolg vor dem Verwaltungsgericht Köln gibt unserer Doppelstrategie recht. Juristische Verteidigung und politischer Angriff. Und lieber Roman, diese Erfolgsstrategie werden wir fortsetzen, das verspreche ich dir. Das eine oder andere Mitglied wird neu dazukommen und sich eingliedern in unsere Erfolgsarbeit. Das nennt man Evolution. Denn eine Revolution braucht unser Erfolgsrezept und unser Erfolgsprojekt nicht. Die Revolutionäre, ihre Namen sind vergessen, sind vor dem Forum der Partei gescheitert. Wir sind die basisdemokratische Gremienpartei, liebe Freunde.

Unsere Einigkeit sei nur eine Fassade, habe ich in einem Artikel gelesen. Nein, liebe Freunde, die Einigkeit unserer Partei, die Einigkeit unseres 17. Parteitags, das ist Realität. Unsere Botschaft ist die Einigkeit dieses Landes ohne Spaltung zwischen Westen und Osten, ohne Spaltung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, ohne Spaltung zwischen Alt und Jung. Ein großes Miteinander für eine große Zukunft für Deutschland, das ist unsere Aufgabe. Dafür steht die Alternative für Deutschland, liebe Freunde. Und ich weiß, Eigenlob stinkt eigentlich, aber ich muss es und möchte es hier dennoch kurz erwähnen.

Und ich denke, die Umfragewerte und auch die Zustimmung zu unserer Politik sprechen dabei für sich. Daher nur ein kurzes Wort. Die Doppelspitze von Dr. und Meister, von Alice Weidel und Chrupalla, das ist ein Erfolgsduo, wie es die deutsche Politik selten gesehen hat. Und wir bleiben ein Herz und eine Seele. Ein Herz, das für Deutschland schlägt. Und eine Seele, die für Deutschland lebt, liebe Freunde. Und wir wollen genau diese Einheit. Wir wollen genau diese Einheit in unserer Partei auf das Land übertragen. Zuerst das Land, dann die Partei, dann die Personen.

Für beide muss das Leistungsprinzip gelten. Nur wer etwas geleistet hat, darf auch berufen werden, darf hohe Verantwortung tragen. Das muss für die Nationalmannschaft ebenso gelten wie für den Bundesvorstand der Alternative für Deutschland. Und genau eine solche Politik der Einheit, die braucht Deutschland jetzt dringender als je zuvor.

Die Lage ist ernster als je zuvor in der gesamten Bundesrepublik. Das Gremium, das wir heute hier wählen, wird Deutschlands Zukunft mitbestimmen. Ich wünsche uns deshalb allen einen erfolgreichen, friedlichen Parteitag. Vielen lieben Dank!

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