Sahra Wagenknecht fürchtet neuen Anlauf zur Impfpflicht

„Lauterbach ist ein Fanatiker, der sich immer häufiger blamiert“

von Alexander Wallasch (Kommentare: 1)

Die prominente Linke ist in großer Sorge: Der Bundesgesundheitsminister „wird alles tun, noch irgendetwas von dieser Impfpflicht zu retten.“ Es dürfe hier zu keinem Deal mit der Union kommen.© Quelle: © Quelle: Screenshot / YouTube, WELT Nachrichtensender und DER SPIEGEL, Freepik.com / roman, Bildmontage: Alexander Wallasch

Sahra Wagenknecht gehört maßgeblich zu jenen politischen Akteuren in Deutschland, die der Regierung, den Medien und den mit beiden verflochtenen Lobbygruppen immer wieder die Stirn bietet.

Zu Beginn ihrer politischen Karriere – als sie noch bekennende Kommunistin war – hätte sich Wagenknecht nicht träumen lassen, dass sich in den 2020er Jahren vielfach orientierungslose Konservative an ihrer politischen Arbeit aufrichten.

Und die Konservativen im Land sind heute mindestens genauso verblüfft, dass sie mit der linken Bundestagsabgeordneten bald wie selbstverständlich eine Querfront gegen ein linksgrünes Liebäugeln mit dem Totalitarismus bilden.

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Vor wenigen Stunden schrieb Sahra Wagenknecht per Facebook einen flammenden Appell an die Gerechtigkeit. Und die Linke demonstrierte damit einmal mehr, dass ihr die Frau am Flaschencontainer, die sich dort für ein paar Cent Pfandflaschen herauspickt, immer mehr am Herzen liegt als die Luxusbauchschmerzen irgendwelcher liberal-konservative Küngelcliquen und Provinzfürsten, die gerade um ihre schrumpfenden Dividenden bangen.

Wagenknecht schreibt:

„Ich möchte, dass unser Land gerechter wird, dass auch diejenigen endlich wieder eine Stimme haben, denen es nicht so gut geht, die keine tollen akademischen Abschlüsse haben und von niedrigen Löhnen und mageren Renten leben müssen.“

Und die Politikerin verweist ihre Leser auf ein Interview, dass sie gerade mit der Berliner Zeitung geführt hat. Dort spricht sie über die Linke, „über die zum Glück gescheiterte Impfpflicht und über meine Position zum Ukraine-Krieg: seine Vorgeschichte, darüber, wie eine notwendige Verhandlungslösung aussehen könnte, und über meinen Wunsch, dass wir bei aller emotionalen Betroffenheit unseren Verstand nicht ausschalten.“

Ein kleiner Wermutstropfen: Jemand sollte Wagenknecht bitten, ihre Volksnähe bitte auch dadurch zu betonen, darauf zu bestehen, dass ihre Interviews nicht hinter der Bezahlschranken verschwinden. Denn so sind es doch wieder nur die „akademischen Abschlüsse“ die überhaupt lesen können, was Sahra zu sagen hat.

Am Tag zuvor hatte Wagenknecht - ebenfalls auf Facebook – noch einmal selbstbewusst die klatschende Niederlage der Impfzwang-Befürworter thematisiert:

„Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach, der sich mit seiner Coronapolitik immer häufiger blamiert, sind mit ihren Plänen für eine Impfpflicht im Bundestag krachend gescheitert. Nirgends auf der Welt wird noch über Impfpflichten diskutiert. Doch während der Impfpflicht-Fanatiker Lauterbach bereits vor "Gruselmutanten" im Herbst warnt, halten dies viele Experten, bspw. die renommierten Virologen Stöhr und Streeck, für sehr unwahrscheinlich.“

Hier folgt von Wagenknecht der Verweis auf ein knapp sechs Minuten langes Video-Interview, dass die Linkspolitikerin der Welt nach der Abstimmung im Bundestags-Foyer gegeben hat.

Die Linke erläutert gegenüber dem Blatt, warum sie über das Abstimmungsergebnis im Bundestag erleichtert ist, warum jetzt auch die einrichtungsbezogene Impfpflicht abgeschafft werden muss und warum sie denkt, dass eine Impfpflicht auf Vorrat weder verfassungsgemäß noch sonst zu rechtfertigen wäre.

Sahra Wagenknecht betont außerdem explizit, dass Lauterbachs Impfpflicht ab 60 eine gefährliche Mogelpackung hätte werden können „mit einer Klausel, die auch hätte bedeutet können, dass man sie auch ab 18 scharf stellt.“

Hier das Interview mit Sahra Wagenknecht:

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Kommentar von Thomas Müller

Tolle Frau, bin schon seit Jahren Fan. Besitzt Verstand, Gewissen, Eloquenz und Volksnähe. Die als Kanzlerin wäre ein Traum