Ein Interview vom 30. Dezember im Licht der Correctiv-Affäre

Markus Krall und meine Frage nach „Deportationen“

von Alexander Wallasch (Kommentare: 10)

"Die illegal gekommen sind, müssen wieder nach Hause."© Quelle: Markus Krall

Als das linksaktivistische Portal „Correctiv“ am 10. Januar 2023 mit seinem Artikel zu einem Geheimtreffen online ging, war aus der etablierten Politik und den Medien schnell von „Vertreibungen“ und „Deportationen“ die Rede.

Insbesondere der Begriff „Deportationen“ kann als Schlüsselwort bzw. triggernder Begriff gewertet werden für die späteren Demonstrationen von Hunderttausenden. „Correctiv“ hat sich mittlerweile von diesen Begriffen distanziert, sie wären so nicht gefallen bzw. hat das Portal einige Stellen des Artikels geändert. Aber „Correctiv“ hat sich nicht besonders dagegen zur Wehr gesetzt, dass weiter von „Deportationen“ gesprochen wurde.

Bei mir hat das für ein paar Bauchschmerzen gesorgt. Aber aus einem ganz anderen Grund. Denn schon zwei Wochen vor Veröffentlichung von „Correctiv“ führte ich ein Interview mit Unternehmer und Autor Markus Krall, der zu dem Zeitpunkt schon wochenlang die Neugründung einer Partei ankündigte, also die spätere Parteiwerdung der WerteUnion, in der er Mitglied ist, vorwegnahm.

Das Initial zu diesem Interview war eine Meldung von Krall auf X mit folgendem Inhalt:

„Wenn uns die Wende gelingt, werden wir die Migration nicht nur stoppen, sondern umkehren. Alle Merkelgäste gehen dann nach Hause, restlos alle. Das ist ein Wahlversprechen.“

Zwei Wochen vor der „Correctiv“-Veröffentlichung über ein privates Treffen mit Martin Sellner in Potsdam fragte ich Markus Krall, wie er sich seine „Deportationen“ vorstelle. Ich hatte diesen provokanten Begriff in die Frage eingebaut um Krall zu einer scharfen Erwiderung zu provozieren, die er dankenswerterweise auch lieferte.

Martin Sellner und seine Remigration sind demgegenüber, was Dr. Krall formulierte, geradezu Belegstellen einer Welcome-Refugees-Bewegung. Das ist deshalb von besonderem Interesse, weil es den Beleg führen kann, dass diese Hatz der Correctiv-Redaktion Teil einer großangelegten Kampagne ist, die sich nur vordergründig um Begriffe schert. Die Rolle eine Jean Peters etwa, Redakteur bei „Correctiv“, entpuppt sich immer mehr als ein großer Medienskandal.

Hier noch einmal meine Fragen an Dr. Markus Krall und seine Antworten, veröffentlicht am 30. Dezember 2023:

Sie haben neulich gepostet, alle "Merkelgäste" sollen „restlos“ nach Hause geschickt werden. Wie sollen denn Ihre ,Deportationen' funktionieren? Wie wollen Sie das machen? Sollen wieder Züge genommen werden? Mit oder ohne Sitzmöglichkeiten?

Davon kann doch gar nicht die Rede sein. Sowas nennt man neudeutsch Abschiebungen. Das wird ganz normal laufen, so wie bisher Abschiebungen auch gelaufen sind.

Wo ist der Unterschied zwischen Abschiebungen und ,Deportationen'?

,Deportationen' bedeutet, jemanden aus seinem angestammten Land wegzubringen. Und eine Abschiebung bedeutet, jemanden wieder nach Hause zu schicken.

Aber das hat ja bisher nie funktioniert. Riesenaufwand, Riesenkosten und nachher waren einige zum zweiten oder dritten Mal wieder da ...

Das ist doch ganz einfach: Dazu gehört politischer Wille. Bei der Bundesregierung und den Landesregierungen ist kein politischer Wille dafür vorhanden. Und das ist das eigentliche Hindernis. Und dann lässt man sich natürlich gerne, wenn es der eigenen Ideologie nicht widerspricht, alle juristischen Steine in den Weg legen, die da aufgebracht werden können. Man könnte es sehr wohl anders machen, wenn man denn wollte. Denn der Zustand ist ja da, dass wir eine Verletzung des Rechtsstaats haben, was Horst Seehofer gegenüber Frau Merkel nicht zu Unrecht die Herrschaft des Unrechts genannt hatte, denn genau das war es gewesen.

Aber das hat Horst Seehofer nicht daran gehindert, für Merkel den Innenminister zu geben ...

Das liegt daran, dass man Seehofers Rückgrat mit dem Rasterelektronenmikroskop suchen muss.

Ich habe vorgestern am Bahnhof neben einem Afghanen gestanden und mich unterhalten. Der sprach gut Deutsch, ist 2015 hier angekommen, hat eine Ausbildung gemacht und arbeitet mittlerweile im Job. Sympathischer Eindruck. Soll der auch „restlos“ weg?

Wenn er hier eine gute Ausbildung bekommen hat, dann kann er die ja in seinem Land auch gut einsetzen. Er ist zunächst mal mutmaßlich illegal hier angekommen. Wenn er nicht illegal hier angekommen sein sollte, ist es was anderes. Aber die, die illegal gekommen sind, die müssen wieder nach Hause, und zwar deswegen, weil der Rechtsbruch nicht geduldet werden kann. Man kann den Rechtsbruch nicht dadurch heilen, dass man ihn gewähren lässt.

Stimmen Sie zu, dass die Politik der Ampel im Vergleich zu der von Merkel darin besteht, Illegalität zu legalisieren?

Wir werden das wieder rückgängig machen, wenn wir eine Mehrheit gewinnen sollten, hier in diesem Land.

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