Spiegel wählt Linkspolitikerin zur Absteigerin des Jahres

Sahra Wagenknecht lacht über Tagesschau Faktencheck

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Sahra Wagenknecht lacht über Tagesschau Faktencheck
Der Faktencheck der Tagesschau wollte Sahra Wagenknecht diskreditieren und schoss sich dabei ins Bein. Fazit: Faktencheck ist ein politisches Instrument. Ein schlecht gemachtes dazu. © Screenshot: Facebook / Sahra Wagenknecht

Die vom Spiegel zur Absteigerin des Jahres erkorene Sahra Wagenknecht meldet sich davon gänzlich unbeeindruckt und gut gelaunt mit einem kurzen Video bei ihren zahlreichen Fans.

Grund für die öffentliche Erheiterung bei der linken Politikone ist ein weiterer peinlicher Fauxpas der Faktenchecker der Tagesschau.de.

Wagenknecht wählt folgende Einstiegsworte:

„Ja, Hallo, noch was zum Schmunzeln zum Jahresausklang:“

Sahra Wagenknecht (DIE LINKE)

Die Politikerin berichtet anschließend, dass ein Beitrag zur Impfpflicht auf ihrem vielgeschauten Vlog-Format „Wagenknechts Wochenschau“ bei der Tagesschau „Faktencheckern“ für Aufregung sorgte.

Sahra Wagenknecht: „Wie ein Faktencheck die Fakten vercheckt“

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Um was es genau geht, erklärt sich am besten mit dem O-Ton der prominenten Linken:

„Faktencheck ist ja groß in Mode. Meine Wochenschau zur Impfpflicht wurde jetzt also von Tagesschau.de einem Faktencheck unterzogen. Nur der Faktenchecker scheint sich da wohl ein bisschen bei den Fakten vercheckt zu haben. Gucken wir uns das mal an: Auf Tagesschau.de heißt es also: „Die Linkenpolitikerin“, also ich, „schließt dabei eine Impfpflicht zwar nicht generell aus, knüpft die Diskussion darüber an mehrere Bedingungen, die kaum zu erfüllen sind. „So sagt sie“, Zitat, „Da, wo wir eine Impfpflicht haben – etwa bei den Masern – sagt die WHO, das Ziel ist die Ausrottung; dieses Ziel ist leider beim Coronavirus nicht realistisch.“

Sahra Wagenknecht (DIE LINKE)
Sahra Wagenknecht lacht über Tagesschau Faktencheck
© Screenshot: Facebook / Sahra Wagenknecht

(Red.: Wagenknecht zeigt anschließend als Einspieler ein Video mit Christian Linder)

„Wusste gar nicht, dass ich so aussehe ...“, amüsiert sich Sahra Wagenknecht über Lindner. Aber warum sagt sie das? Weil nämlich besagter FDP-Chef folgenden Satz spricht:

„Da, wo wir eine Impfpflicht haben - wie etwa bei den Masern - sagt die WHO, das Ziel ist die Ausrottung; dieses Ziel ist leider beim Coronavirus nicht realistisch.“

Christian Lindner (FDP)

„Ja“, so Wagenknecht weiter, „das ist tatsächlich der Einzige, der in meinem Video dieses Zitat bringt.“ Wagenknecht hatte demnach in ihrer Wochenschau Lindner eingespielt und der Tagesschau Faktenchecker hat es Fake-News-mäßig Wagenknecht zugeordnet.

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Weiter im Video der Linkenpolitikerin:

„Leider hat sich Herr Lindner daran inzwischen auch nicht mehr erinnert. Aber ich bin doch echt tief erschüttert das ich so verwechselbar sein soll mit dem neuen deutschen Finanzminister oder vielleicht gar dessen Ghostwriter? Na, doch wieder eine Aufgabe für den Faktencheck der Tagesschau.

Aber kein Problem, war halt ein anstrengendes Jahr und deshalb euch allen einen wunderschönen Jahreswechsel. Kommt gut durch. Ja, feiert schön. Ich glaub das kann man schon sagen. Mit Vorsicht kann man auch feiern, ich denke, man sollte sich jetzt nicht alles verleiden lassen. Und ein gutes gesundes neues Jahr.“

Sahra Wagenknecht (DIE LINKE)

Zurück zum Spiegel, der heute zum Jahresabschluss die politischen Absteiger des Jahres ausgemacht hat. Neben Laschet, Hofreiter, Maas, Teuteberg und Meuthen ist Sarah Wagenknecht nominiert.

Zunächst lobt der Spiegel jedoch, dass die angebliche Absteigerin es mit 60 Prozent Zustimmung der Genossen geschafft hatte, für die Bundestagswahl auf Platz 1 der Liste aufgestellt zu werden, und berichten von ihrem letzten veröffentlichten Buch, das sich wochenlang auf der Bestsellerliste halten konnte.

Wie begründet der Spiegel die Nominierung? Das Blatt behauptet, dass die Linken mit ihr als Spitzenkandidatin die Wahl in Nordrhein-Westfalen verloren hätten.

Eine Beurteilung, wie es ohne Frau Wagenknecht als Spitzenkandidatin bei den Linken in Nordrhein-Westfalen ausgegangen wäre, bleibt der Spiegel allerdings schuldig.

Oder doch, ein Begründungsversuch folgt doch noch. Der Spiegel erwähnt eine Rede, die Sarah Wagenknecht auf dem Landesparteitag in Nordrhein- Westfalen halten wollte, die aber von der Tagesordnung gestrichen wurde.

Aber reicht das? Zu den wahren Absteigern des Jahres gehören zweifelsfrei die Linken insgesamt. Denn die Partei schaffte es nur über Direktmandate überhaupt, die Fünfprozenthürde quasi auszutricksen, die Linken zogen mit 4,9 Prozent in den Bundestag ein. Sahra Wagenknecht ist eine Linke. Und es dürfte den allermeisten Genossen klar sein, dass ein Wahlkampf, ausgerichtet auf die prominente Wagenknecht, dieses Dilemma hätte verhindern können.

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