„Ich habe Angst vor einem großen Krieg“

Sahra Wagenknecht: „Waffen liefern bis die ganze Welt brennt? Was für ein Wahnsinn!"

von Alexander Wallasch (Kommentare: 2)

Sahra Wagenknecht: „Waffen liefern bis die ganze Welt brennt? Was für ein Wahnsinn!
Dass sich die Gefahr eines Nuklearkrieges erhöht, wenn der US-geführte Westen jetzt als strategisches Ziel eine Kapitulation und dauerhafte Schwächung Russlands ausgibt, wird einfach vom Tisch gewischt.© Quelle: © Quelle: Screenshot / YouTube, DW Deutsch und Sahra Wagenknecht, Bildmontage: Alexander Wallasch

Die Gefahr eines Dritten Weltkrieges ist so groß wie nie zuvor in der Nachkriegsgeschichte. Sahra Wagenknecht spricht Klartext. Hier ihre Stellungnahme und im Anschluss Wagenknechts Wochenschau als Video.

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„Um jede Eskalation zu einem Weltkrieg zu verhindern, wolle Deutschland keine schweren Waffen in die Ukraine liefern, beteuerte Bundeskanzler Scholz noch vor zwei Wochen. Das alles scheint jetzt nicht mehr wahr zu sein. Plötzlich sind wir die Helden, die der Gefahr eines atomaren Infernos unerschrocken trotzen – und das angeblich deshalb tun müssen, weil in der Ukraine der "freie Westen" verteidigt wird.

Statt alles dafür zu tun, dass auch die ukrainische Bevölkerung bald wieder in Frieden leben kann, lassen wir uns in einen endlosen Krieg hineinziehen, der zu noch mehr Todesopfern und Zerstörung, zu Preisexplosionen und Energiearmut sowie Hungersnöten in armen Ländern führen wird. Dass sich die Gefahr eines Nuklearkrieges erhöht, wenn der US-geführte Westen jetzt als strategisches Ziel eine Kapitulation und dauerhafte Schwächung Russlands ausgibt, wird einfach vom Tisch gewischt.

Ich bekenne ganz offen: Ich möchte kein Held sein. Ich habe Angst vor einem großen Krieg. Ich will, dass unser Land bewohnbar bleibt. Und ich bin davon überzeugt: Die Lieferung von immer mehr und immer brutaleren Waffen – das ist doch kein Weg zum Frieden, das ist der Weg in einen endlosen Krieg! Mein Video der Woche über einen brandgefährlichen Strategie- und Politikwechsel, die neue Sieges-Rhetorik und warum ich zu einem Kompromissfrieden keine Alternative sehe.“

Hier der Video-Beitrag von Sahra Wagenknecht in voller Länge:

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Kommentare

Kommentar von Camper Pudeline

Hallo Herr Wallasch,

ich schließe mich Frau Hardt an. Ihre Beiträge auf reitschuster.de habe ich ebenfalls vermisst und bin somit direkt auf ihrem Blogg gelandet.
Was aktuell hier passiert, macht mir Angst und mich teilweise sprachlos.
…zum Wohle des deutschen Volkes werden politische Entscheidungen hier schon längst nicht mehr getroffen. Hauptsache nach außen ein gutes Bild abgeben - egal zu welchem Thema.

Kommentar von Hildegard Hardt

Heute bin ich erstmals hier, denn ich folge Alexander Wallasch von reitschuster.de, weil ich ihn sehr schätze und dort seit Wochen vermißt habe. Ich hoffe, daß ich Euch willkommen bin.

Wie man eine so charismatische und kluge Frau wie Sahra Wagenknecht aus der Partei ausschließen wollte, wird mir immer ein Rätsel bleiben; mir ist k e i n Politiker bekannt, der so viel Mut zur Wahrheit aufbringt.
Eines hat Frau Wagenknecht aber nicht erwähnt: Die Bildungsmisere in Verbindung mit politischer Korrektheit hat bewirkt, daß die wahren Gründe, die zum Krieg in der Ukraine führten, nicht veröffentlicht werden dürfen. - Wie sollen Menschen, denen Putins Rede 2001 vor dem Deutschen Bundestag heute als heuchlerische Lüge verkauft wird, ihm jemals die damalige Bitte um eine "Partnerschaft auf Augenhöhe" ernsthaft abnehmen?
Wagen sie es zu hinterfragen, wer den Sturz Janukovitschs verursachte und ob er nötig war? Welche Rolle spielten dabei die USA? Wollten sie nicht nur einen Keil zwischen Deutschland und Russland treiben, weil schon Z. Brzezinski vor dem Machtblock Russland/Deutschland warnte? Waren vielleicht doch geostrategische Interessen der USA ausschlaggebend und die Sorge um fehlende Demokratie und Menschenrechte nur vorgeschoben? Welche Rolle spielten die rechtsextremen "Bandera-Söldner" bei den Demonstrationen auf dem Maidan und von wem wurden sie bezahlt? u.v.m.!
Präs. Putin hat fraglos viele Fehler gemacht, und der Krieg in der Ukraine ist zu verurteilen. Aber eine völlig e i n s e i t i g e Bewertung unter Ausblendung der US-Interessenlage ist mehr als sträflich! Sie könnte sich zu einem Flächenbrand entwickeln, den ich niemandem wünsche, denn ich habe mit heute 82 Jahren das Kriegsende in Berlin noch in schrecklicher Erinnerung. Meinen drei Kindern und sieben Enkeln möchte ich das gern ersparen!